Das Schicksal der Verfluchten: ewige Qual oder
Auflösung? / Replik Andrea Siegert 00, 2000–06–30
Kann der Tod für immer und ewig gequält werden?
/ Replik Andrea Siegert 01, 2000–07–03
Steht Feuer und Schwefel für vollständige
Vernichtung? / Replik Andrea Siegert 02. 2000–07–14
Kann durch die ewige Verdammnis die Liebe Gottes in
Frage gestellt werden? / Replik Ernst Panzer 00, 2000–08–06
Ist es unmöglich die ewige Verdammnis mit der
Bibel zu beweisen? / Buch Ernst Panzer 00, Seite 148
Wird Gott einmal mit den ewig Verdammten in Harmonie
kommen? / Buch Ernst Panzer 01, Seite 149
Gibt es keine ewige Strafe, sondern nur ein Auslöschen
der Ungerechten? / Replik Denny R. Walter 00, 2005–09–26
Gibt es eine Hölle? / Replik Denny R. Walter
10, 2006–05–24
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Frage: Wie kann es sein, dass der Feuersee buchstäblich gemeint ist und nicht
sinnbildlich, wenn es heißt: „Zum Schluß wird auch der Tod selbst in den feurigen Pfuhl
(Feuersee) geworfen. Das ist der zweite, der endgültige Tod”. Kann der Tod für immer
gequält werden Tag und Nacht? Ist nicht vielleicht doch der Feuersee eine sinnbildliche
Darstellung für den endgültigen Tod und nicht für eine ewige Qual?
(Andrea Siegert, Siegert@opto.de )
Es heißt oben völlig richtig, dass der Tod im Feuersee ja nicht ewig gequält
werden kann, „denn den Tod kann man in diesem Sinne nicht quälen”.
Sehen wir uns die in Frage stehende Textstelle einmal an:
Off 20,14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee
geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. Off 20,14;
Nun ist hier ja vom „Quälen” keine Rede. Also schauen wir uns die anderen Texte
an. Einmal von jenen, die nicht im Buch des Lebens stehen:
Off 20,15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in
dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Off 20,15;
Und jene Stelle vom Tier und dem falschen Propheten:
Off 19,20 Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet
– der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des
Tieres annahmen und sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen,
der mit Schwefel brennt. Off 19,20;
Der letzte diesbezügliche Text allerdings klärt eindeutig den Zusammenhang:
Off 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer–
und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und
sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 20,10;
Es steht also eindeutig fest: Nach der Schrift ist der „Feuer– und Schwefelsee”
ein Ort, wo jene, die „hineingeworfen” werden, „Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu
Ewigkeit”.
Mit Off 20,10 ist gleichzeitig auch die Frage beantwortet, ob denn der hier genannte „Feuersee”
und das vom Herrn in Mt 25,41 erwähnte „Feuer”, in welches die Verfluchten gehen, nicht zwei
verschiedene Orte seien. Bei Mt heißt es nämlich
Mt 25,41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir,
Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Mt 25,41;
Der Herr meint also hier – wie er sagt – „das ewige Feuer, das bereitet ist
dem Teufel...”. Und dies ist eben jener Feuersee, in welchem auch nach Off 20,10 der Teufel
geworfen wird.
Dieser Feuersee ist nach Off 20,14 und 21,8 der „zweite Tod”
Off 21,8 Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten
und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem
See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. Off 21, 8;
Off 20,14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite
Tod, der Feuersee. Off 20,14;
Dieser „zweite Tod” hat keine Macht über die Überwinder und die Märtyrer aus
der ersten Auferstehung.
Off 2,11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer
überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod. Off 2,11;
Off 20,6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat
der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm
herrschen die tausend Jahre. Off 20, 6;
Fassen wir also zusammen:
Die Verfluchten (Mt 25,41), die nicht geschrieben gefunden wurden im Buch des Lebens
(Off 20,15), also die Feigen und Ungläubigen und mit Gräueln befleckten, die Mörder und
Unzüchtigen, die Zauberer und Götzendiener und alle Lügner (Off 21,8), sie werden im Feuersee, im
ewigen Feuer (Mt 25,41) den zweiten Tod (Off 20,14) sterben und hernach Tag und Nacht
gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit (Off 20,10).
Es ist also hier nirgends die Rede von einer „Auflösung”, ja nicht einmal von einem Ende der
Peinigung. Sie dauert ewig. Und das meint „ohne Ende”.
Bleibt schließlich noch das Argument zu beantworten, dass der Tod nicht gequält werden kann. Dies
ist ja richtig. Doch es steht ja nirgends, dass der Tod (übrigens auch der Hades) gequält wird!
Sie werden in den Feuersee geworfen. Schluss – aus. Doch was uns hier interessiert ist ja nicht das
Schicksal des Todes, sondern jenes der Gottlosen und Ungläubigen. Und dies ist mit diesen
Schriftstellen m. E. eindeutig (wie sonst bei wenigen Aussagen der Schrift) geklärt. Sie werden
ewige (unaufhörliche) Pein leiden.
Dazu noch einige Texte:
Mt 3,11 Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir
kommt, ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit
Heiligem Geist und Feuer taufen; 3,12 seine Worfschaufel ist in seiner Hand, und er wird seine Tenne
durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem
Feuer verbrennen. Mt 3,11–12;
Mk 9,47 Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für
dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu
werden, 9,48 «wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt». Mk
9,47–48;
Mt 8,11 Ich sage euch aber, dass viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak
und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel, 8,12 aber die Söhne des Reiches werden
hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das
Zähneknirschen sein. Mt 8,11–12;
Mt 13,41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle
Ärgernisse zusammenlesen und die, die Gesetzloses tun; 13,42 und sie werden sie in
den Feuerofen werfen: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. 13,43 Dann werden
die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre! Mt
13,41–43;
Mt 13,49 So wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden ausgehen und die
Bösen von den Gerechten scheiden 13,50 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird
Heulen und Zähneklappern sein. Mt 13,49–50;
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Ich beschäftige mich zur Zeit mit einigen Themen über die Bibel. Zu Ihrer
Erklärung möchte ich sagen, dass sie Recht haben, das Wort ewig ist nicht symbolisch gemeint,
sondern bedeutet auch ewig. Nur das mit dem Feuersee zeigt die ewige Vernichtung, sozusagen den
zweiten Tod. Mit dem zweiten Tod ist gemeint, dass es daraus keine Auferstehung mehr gibt. Also
für ewig tot sein, ohne die Möglichkeit jemals wieder zu leben
Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, erkennt man das in der gesamten Bibel das Feuer ein
Symbol für Vernichtung ist. Und am Schluss wird der Tod selbst in den Feuersee geworfen. Damit
wird gezeigt, dass am Schluss selbst der Tod nicht mehr sein wird, und nicht, dass der Tod für
immer und ewig gequält wird, denn den Tod kann man in diesem Sinne nicht quälen, sondern der
Tod wird für ewig nicht mehr existieren. Übrigens stammen diese Lehren wie die Unsterblichkeit
der Seele und auch die Höllenlehre aus dem Heidentum, diese falschen Lehren wurden vor allem
durch die Orthodoxe und katholische Kirche übernommen. Siehe auch die Philosophie von Platon
(Unsterblichkeit der Seele, und Höllenlehre).
Die Jünger Jesu sowie die ersten Christen haben nicht an solche Lehren geglaubt das ist erst
später gekommen und hat sich heute leider in viele Kirchen eingeschlichen und ist Bestandteil
des Glaubens geworden.
(Andrea Siegert, Siegert@opto.de )
Unbeschadet der Aussagen des Herrn in den Evangelien und der Hinweise in der
Offenbarung auf das „ewige Feuer” und den „Feuersee”, in welchem die Gottlosen und
Ungläubigen nach der Auferstehung ihre ewige Strafe erleiden werden, gibt es immer wieder Ausleger
– z. B. bei den Adventisten, aber nicht nur dort –, die meinen, dass „unser Gott ein Gott der
Liebe ist und es nicht gerade ein Ausdruck von Liebe wäre, Geschöpfe – wer immer das auch sein
mag – in alle Ewigkeit leiden zu lassen”. Sie weisen auch darauf hin, dass dies eher pervers
wäre und nicht ihrem Gottesbild entsprechen würde. Sie vertreten daher die Auffassung, dass der
Feuersee nicht buchstäblich, sondern sinnbildlich und keinesfalls ewig – also ohne Ende – zu
verstehen ist und letztendlich nichts anderes als die endgültige „Auflösung” der gottlosen
Menschen in „Nichts” bedeutet.
Nun wäre gegen eine solche Auslegung nichts einzuwenden, wenn da nicht in der Bibel immer wieder
gegenteilige Aussagen zu finden wären. Einige Beispiele davon:
Das ewige Feuer.
Mt 18,8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich zum Abfall verführt,
so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass du lahm oder verkrüppelt zum
Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer
geworfen. Mt 18, 8;
Mt 25,41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir,
ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Mt 25,41;
Mt 25,46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber
die Gerechten in das ewige Leben. Mt 25,46;
2The 1,9 Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, vom
Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht 2The 1, 9;
Mk 3,28 Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den
Menschenkindern vergeben, auch die Lästerungen, wieviel sie auch lästern mögen; 3,29 wer aber den
heiligen Geist lästert, der hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde
schuldig. Mk 3,28–29;
Es ist zwar hier die Rede von „Strafe”, „Verderben”, „Feuer”, „Sünde”,
also mehrere Bezeichnungen für den obigen Feuersee, jedoch dies ist nicht das Relevante an diesen
Aussagen. Es ist das Attribut „ewig”, welches hier aufhorchen lässt. „Ewig” heißt in
unserem Sprachegebrauch – aber auch in jenem des NT – „unbegrenzt”, „nicht endend”, „unvergänglich”.
Wir können also objektiverweise hier nicht irgendein „Ende” postulieren, welches sichtlich
nicht durch die Schrift gestützt wird.
Doch auch dies ist m. E. nicht das Hauptargument gegen eine „Auflösung” oder eben einen
endgültigen Tod. Wie aus den nachfolgenden Schriftstellen – und einigen anderen mehr –
hervorgeht, werden die Gläubigen ewiges, unvergängliches Leben empfangen.
Das ewige Leben.
Mt 19,29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder
Mutter oder Kinder oder Äcker verlässt um meines Namens willen, der wird's hundertfach empfangen
und das ewige Leben ererben. Mt 19,29;
Röm 2,7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten
Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; Röm 2, 7;
Mk 10,29 Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der
Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlässt um
meinetwillen und um des Evangeliums willen, 10,30 der nicht hundertfach empfange: jetzt in dieser
Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter Verfolgungen
– und in der zukünftigen Welt das ewige Leben. Mk 10,29–30;
Dieses „ewig” ist im Griechischen dasselbe Wort, wie oben, beim „ewigen”
Verderben oder der „ewigen” Strafe. Das „ewige” Verderben bei den Verfluchten entspricht
also auf der anderen Seite dem „ewigen” Leben der Gerechten. Und nun gibt es interessanterweise
niemand, welcher hier die Meinung vertreten würde, dass damit kein ewiges – also
unendliches – Leben, sondern eine Art „Auflösung” auch der Gerechten gemeint sei.
(Siehe auch Kapitel 13: „Das Weltgericht.”)
Sehen wir uns nun einige Stellen aus der Offenbarung an, wo ebenfalls die ewige
Verdammnis und der Feuersee angesprochen werden:
Der Feuersee.
Off 20,15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in
dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Off 20,15;
Off 19,20 Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet
– der mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des
Tieres annahmen und sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen,
der mit Schwefel brennt. Off 19,20;
Off 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer–
und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag
und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 20,10;
Die letzte obige Schriftstelle, Off 20,10, beinhaltet drei Schlüsselaussagen:
1. Es ist die Verbindung zu den Aussagen des Herrn in den Evangelien. Weiter
oben, in Mt 25,41 verheißt der Herr den Verfluchten das ewige Feuer, das dem Teufel bereitet ist.
In Off 20,10 ist es eben dieses Feuer im Feuer– und Schwefelsee, in das der Teufel geworfen wird. Es
ist der Nachweis, dass hier in beiden Texten von demselben Ereignis gesprochen wird.
2. Es wird hier eindeutig bestätigt, dass jene, die in diesen Feuersee geworfen
werden, „Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit”. Also keine plötzliche „Auflösung”
ohne Peinigung, auch keine „zeitlich begrenzte” Strafe wie manche meinen! Sie werden „Tag und
Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit”.
3. Diese Formulierung „von Ewigkeit zu Ewigkeit” kann auch nicht über
den Begriff „Äonen” in eine zwar sehr lange aber doch zeitlich begrenzte Dauer uminterpretiert
werden. Wir haben in der Offenbarung diesbezüglich eindeutige Texte:
Der auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Off 4,9 Und wenn die Gestalten Preis und Ehre und Dank gaben dem, der
auf dem Thron saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 4,10 fielen die vierundzwanzig
Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron saß, und beteten den an, der da lebt von Ewigkeit zu
Ewigkeit, und legten ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprachen: Off 4,9–10;
Off 10,5 Und der Engel, den ich stehen sah auf dem Meer und auf der
Erde, hob seine rechte Hand auf zum Himmel 10,6 und schwor bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu
Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und
das Meer und was darin ist: Es soll hinfort keine Zeit mehr sein, Off 10, 5– 6;
Off 15,7 Und eine der vier Gestalten gab den sieben Engeln sieben
goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 15, 7;
Diese Texte sprechen alle von Gott, „der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit” (grie.:
aionos) und hier eine begrenzte Dauer für die Existenz Gottes sehen zu wollen, wird wohl keinem
ernsthaften Bibelexegeten einfallen.
Neben anderen Schriftstellen, wie Off 1,6.18; 5,13; 7,12; 11,15; 22,5; sind es nicht zuletzt diese
obigen Aussagen, welche die Unhaltbarkeit der Interpretation von „ewig” oder „Ewigkeit” als
zeitlich beschränkte Dauer belegen.
Wer also die „ewigen Qualen der Verfluchten” nicht als unaufhörlich sehen will, muss auch das
„ewige Leben der Gerechten” als endlich und endend akzeptieren. Und wer meint, dass die Qual des
Teufels im Feuersee von Ewigkeit zu Ewigkeit (Off 20,10) „eine außerordentlich lange, aber doch
begrenzte Spanne” sei, der muss in Konsequenz auch annehmen, dass die Existenz Gottes eine solche
„begrenzte Spanne” ist und sich fragen, ob dieser Gott noch lebt, wenn der Satan seine Strafe
verbüßt hat. Man sieht, die Annahme einer zeitlich begrenzten Dauer der Verdammnis führt auch das
ewige Leben und sogar Gott selbst ad absurdum.
Jeder Mensch hatte in jeder Sekunde seines Lebens die Möglichkeit, das Angebot der Liebe Gottes in
der Person seines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, als Loskaufopfer für unser aller Sünden
anzunehmen. Wer dies nicht getan hat, muss um der Gerechtigkeit dieses selben Gottes willen die
ewige Strafe erleiden. Dies ist die Rechtfertigung Gottes. Und diesem gerechtfertigten Gott
entsprechen die gerichteten Gottlosen.
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Um dieses schwierige Thema ganz zu verstehen, müssen wir uns auch mit der
Geschichte und der Bibel im Gesamten auseinandersetzen.
Off 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde n den Feuer– und
Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag
und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Den ersten historischen Hinweis auf Schwefel findet man in der Bibel über die Zerstörung der
beiden verderbten Städte Sodom und Gomorra durch einen Feuer– und Schwefelregen. Schwefel wird
auch als Symbol für völlige Verödung gebraucht. Wenn vollständige Vernichtung
versinnbildlicht werden soll, werden Feuer und Schwefel gemeinsam genannt. (Hes. 38:22/ Offb.
14:9–11)
Das griech. Substantiv „bassanistes”, das in Mat 18:34 vorkommt wird in einigen
Übersetzungen mit Kerkermeister oder Gefängniswärter oder Peiniger wiedergegeben. Manchmals
wurde in Gefängnissen die Folter angewandt um Auskünfte zu erpressen. (Apg. 22:24,29) woraus
hervorgeht, dass gefoltert wurde, obwohl an diesen Stellen das Wort „basanizo” nicht steht,
weshalb man schließlich die Gefängniswärter als „basanistes” bezeichnete. Über den
Gebrauch diese Wortes in Mat. 18:34 heißt es in der International Standard Bibel Encyclopedia
„Wahrscheinlich werde die Einkerkerung als 'Qual' betrachtet.” (Was sie zweifellos auch war)
und die „Peiniger” wären dann nichts anderes als Gefängniswärter gewesen. Somit zeigt der
Text aus Offb. 20:10 in dem von denen die Rede ist, die Tag und Nacht gequält werden für immer
und ewig, offensichtlich sozusagen festgehalten werden. Das ein Zustand des Festhaltenwerdens
auch als „Qual” bezeichnet werden kann, zeigen Parallelberichte in Mat 8:29 und Luk 8:31)
Wie schon erwähnt, steht Feuer u. Schwefel für vollständige Vernichtung. Der symbolische
Charakter des Feuersees ist ferner aus dem Kontext anderer Stellen in der Offb. wo von ihm die
Rede ist ersichtlich. Vom Tod heißt es , er werde in diesen Feuersee geschleudert. Offb. 19:20
, 20:14. Außerdem wird der Teufel, ein unsichtbares Geistgeschöpf, in diesen See geworfen. Da
er ein Geist ist, kann ihm buchstäbliches Feuer nichts anhaben. Da der Feuersee den „zweiten
Tod” darstellt und in Offb. 20:14 gesagt wird, dass „der Tod und der Hades” (Grab der
Menschheit) dort hineingeworfen werden, liegt es auf der Hand, dass dieser See weder den Tod
darstellen kann, den der Mensch von Adam ererbt hat, Rö 5:12, noch den Hades (das Grab der
Menschheit, aus der es eine Auferstehung geben kann). Folglich muss er eine andere Art Tod
symbolisieren, einen Tod ohne Wiederkehr, denn in dem Bericht wird nirgends davon gesprochen,
dass dieser „See” seine Toten herausgibt, wie es beim Hades der Fall ist. Offb. 20:13
Somit werden alle, die nicht „im Buch des Lebens” eingeschrieben gefunden werden, reuelose
Gegner Gottes, in den Feuersee geschleudert, was ewige Vernichtung oder den zweiten Tod
bedeutet.
Noch eine Erläuterung dazu:
In Jerusalem gab es zur Zeit Jesu einen Müllplatz, unmittelbar neben der Stadt. Dieser Ort war
die Gehenna. Hierbei handelte es sich um ein Tal, das Tal Hinnom. In Jerusalem war es auch so,
dass dort die Leichname von Verbrechern hinkamen. Also insgesamt kein ansehnlicher Ort. Was man
aber dort hineinwarf, das holte kein Mensch mehr heraus. Also etwas dort hineinzuwerfen
bedeutet, es für immer wegzuschaffen, ja es dauerhaft zu vernichten. Es wird gesagt, dass die
Feuer in der Gehhenna mit Schwefel unterstützt wurde, dass also 'nachgefeuert' wurde.
Bei den Bibelstellen ist es eine Frage wie man sie versteht. Wenn jemandem die Lehre von der
Hölle beigebracht wurde, dann wird er sie so lesen, dass sie für ihn eine Bestätigung dafür
sind, dass wir tatsächlich gequält werden. So ist es notwendig zu erforschen, ob die Bibel
tatsächlich die ewige Qual und eine Feuerhölle lehrt. Der Lohn der Sünde ist der Tod, sagt
die Bibel. Das ist doch schon die schlimmste Strafe für einen Menschen: Die Todesstrafe!
In der Bibel DIE GUTE NACHRICHT findet man im Anhang beim Stichwort Tod folgende kurze
Erklärung: Tod, zweiter: Der Tod, aus dem es keine Auferstehung mehr gibt: die ewige Verdammnis
am Tag des letzten Gerichts. Gemäss der Bibel wird davon gesprochen, und das wird in der
vorstehenden Erklärung des Begriffes Tod auch indirekt bestätigt, dass es eine Auferstehung
gibt.
Also der Tod tritt ein und zum von Gott bestimmten Zeitpunkt erhält der Mensch wieder Leben.
Jetzt kann er nochmals sterben – diesmal aber endgültig. Er verschwindet auf Dauer. Endgültig.
Wann wird das sein? Nach der Millenniumsherrschaft Christi, wenn Satan der Teufel nochmals
freigelassen wird und die Menschheit letztmalig versuchen kann. Wer dann sündigt, der ist
vollkommen wie Adam und Eva es waren. So wie diese vollkommenen Menschen starben und ewig Tod
sind (also nicht existent, einfach weg wie nicht und nirgends vorhanden), so werden die Menschen
dann sterben. Sie gelangen in diesen Feuersee als Ort ewiger Vernichtung.
In die Gehenna wurden niemals lebende Menschen geworfen um dort qualvoll umzukommen. Jesus und
die Apostel benutzten die Gehenna als Symbol ewiger Vernichtung. Der jüdische Kommentator David
Kimchi (1160 bis 1235) gibt in seinem Kommentar zu Psalm 27:13 die folgende historische
Information bezüglich„Gehinnom”: In der Umgebung von Jerusalem existierte ein widerlicher
Ort, in den man unreine Dinge und Leichname hinabwarf. Ebenso war dort ein ständiges Feuer, um
die unreinen Dinge und die Knochen (der Leichname) zu verbrennen.Daher wird das Gericht der
Bösen sinnbildlich Gehinnom genannt. <Zitat Ende> Von der buchstäblichen Gehenna und
ihrer Bedeutung wurde das Symbol eines Sees, der mit Feuer und Schwefel brennt, abgeleitet.
Die Bibel DIE GUTE NACHRICHT ist weniger um eine wörtliche Übersetzung als an der Vermittlung
des Sinnes dessen bemüht, was im Urtext steht. Daher gibt sie den Begriff zweiter Tod, für den
der Feuersee steht, auch mit „Der Tod, aus dem es keine Auferstehung mehr gibt: die ewige
Verdammnis am Tag des letzten Gerichts.” wieder. Der zweite Tot, der Feuersee, ewige
Verdammnis – dies alles steht dafür, dass es eine dauerhafte Vernichtung gibt. Keine
Wiederkehr. Der Feuersee behält das was dort hineingeworfen wird auf Dauer.
Um zu sehen, was uns die Bibel zum Thema Seele und Tod sagt, möchte ich noch ein paar
Bibelstellen aufführen.
Schon im ersten Buch Mose, heißt es, dass wir keine Seele haben, sondern eine
Seele sind. „Der Mensch wurde eine lebende Seele” (1.Mose 2:7). Man beachte: Es heißt nicht
der Mensch bekam eine Seele, sondern er selbst wurde eine Seele.
„Die Seele, die sündigt – sie selbst wird sterben” ist in Hesekiel 18:4 zu lesen.
In Psalm 146:4 wird gesagt, was geschieht, wenn der Geist oder die Lebenskraft einen Menschen
verlässt: „Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden, an jenem Tag vergehen
seine Gedanken tatsächlich”. Auch König Salomo schrieb, dass sich die Toten „nicht des
geringsten bewusst sind” (Prediger 9:5)
Pred: 9:5 „Die Lebenden sind sich bewußt, dass sie sterben werden, was aber die Toten
betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt”.
Der Begriff der Unsterblichkeit ist das Produkt des griechischen Geistes, Philosophien die sich
in die Christlichen Lehren eingeschlichen haben. Siehe auch der griechische Philosoph Platon,
wohingegen die Auferstehungshoffnung dem jüdischen Denken angehört. Der Glaube an die
Unsterblichkeit der Seele lässt sich auch noch weiter zurückverfolgen bis ins alte Babel und
auch die Ägypter hatten solche Vorstellungen.
Joh. 5:28,29: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den
Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan
haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die , welche Schlechtes getrieben haben, zu einer
Auferstehung des Gerichts”.
Adam dem ersten Menschen, wurde mitgeteilt, dass die Strafe für Sünde der Tod sei – nicht
der Übergang in einen geistigen Bereich und Unsterblichkeit (1.Mose 2:17) Und nachdem er
gesündigt hatte wurde folgendes Urteil verkündet: „Denn Staub bist du und zu Staub wirst
du zurückkehren” (1.Mose 3:19)
Denken wir an die aller erste Lüge. Gott hatte Adam und Eva gesagt, sie würden sterben,
wenn sie gegen ihn sündigten. Satan versicherte Eva jedoch: „Ihr werdet bestimmt nicht
sterben” (1.Mose 3:4). Adam und Eva starben darauf und kehrten zum Staub zurück, wie Gott
gesagt hatte. Der Vater der Lüge (Satan) ging von seiner ursprünglichen Lüge niemals ab.
– In unzähligen Glaubensrichtungen, die von der biblischen Lehre abweichen oder sie einfach
außer acht lassen, wird immer noch derselbe Gedanke vermittelt: Ihr werdet ganz bestimmt nicht
sterben. Euer Körper vergeht zwar, aber eure Seele lebt für immer weiter – wie Gott.
Bezeichnenenderweise hatte Satan zu Eva ebenfalls gesagt, sie würde wie Gott sein (1. Mose 3:5)
– Welch eine Lüge !!
(Andrea Siegert, Siegert@opto.de )
Aus der obigen Stellungnahme von A. Siegert lässt sich folgendes Gedankengebäude
erkennen:
– Wenn „vollkommene” Menschen sündigen, dann erhalten sie nach ihrem
Tod von Gott kein zweites Leben mehr, sondern sterben gleich beim ersten Tod den zweiten Tod und
verlieren damit ihre Existenz.
– Adam und Eva waren „vollkommene” Menschen und sind daher nach dem
Sündenfall und ihrem Tod gleich den zweiten Tod gestorben und haben sich in Nichts aufgelöst.
– Alle anderen Menschen sind nicht vollkommen und sterben zwar den
ersten Tod, doch erhalten zu einem von Gott bestimmten Zeitpunkt ihr Leben wieder zurück
(Auferstehung).
– Dieser Zeitpunkt ist – wie A. Siegert meint – nach der
Millenniumsherrschaft des Herrn Jesus anzusetzen. Dann werden alle Menschen wieder lebendig. Sie
sind dann wieder vollkommen, so wie es Adam und Eva im Garten Eden waren. Wer von diesen Menschen
dann durch die Versuchung des freigelassenen Satan wieder sündigt, der stirbt – ebenso wie Adam
und Eva – den zweiten Tod und löst sich in Nichts auf.
Der Bitte um Bestätigung bzw. konkrete Präzisierung dieser Position ist A. Siegert
bisher nicht nachgekommen.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
1.Was ist es mit der in der Heiligen Schrift bezeugten ewigen Verdammnis? Geht
es dabei um eine ewige (unbegrenzte) Qual oder eine totale Vernichtung? Nun, in der allgemeinen
evangelikalen oder sogenannten positiven Theologie sieht man meistens die ewige Verdammnis als
eine unbegrenzt andauernde Qual eben, weil es heißt: Von Ewigkeit zu Ewigkeit, oder wie der
Herr Jesus Christus es selbst mit dem alttestamentlichen Wort bezeugt: Da ihr Wurm nicht stirbt
und ihr Feuer nicht verlöscht! (Mark 9,44).Genaugenommen hängt aber gerade mit diesem Bilde
die Gehenna (griechisch)= Feuerhölle zusammen. Der Name Gehenna ist abgeleitet von dem Tal der
Kinder Hinnom. Das war im alten Israel der von Gott verfluchte Ort, wo man einst Kinder geopfert
hatte. Weil das ein Greuel vor Gott ist, sollte der Zorn Gottes dort unter den Zeichen: „Wo
der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht” den Israeliten stets Anschauung von der
Wirklichkeit des Zornes Gottes vermitteln. So diente die Gehenna den Israeliten auch als Ort zur
Beseitigung des Unrates, Abfalls und zugleich als Anschauung des Verderbens.
Doch „Feuer” und „Wurm” konnten dort nur solange tätig sein, wie dort Unrat etc.
präsent waren. Heute ist das dort nicht mehr der Fall. Heute ist das eine kultivierte Stätte.
Und dieser Tatbestand erlaubt uns, daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, daß die ewige Qual
einmal ein Ende haben wird. Natürich nicht in ein paar Tausend Jahren. Nein, aber wenn das
ewige Feuer das Böse verzehrt hat, (Hebr 12,29) also ganz zuletzt, genau, wenn der Sohn dem
Vater die erlöste Schöpfung vollendet zurückgeben wird.(1.Kor15,23–28).Und übrigens, wenn
die Verdammnis der Verdammten endlos dauern würde, könnte gerade damit die Barmherzigkeit
sowie auch die Liebe Gottes in Frage gestellt werden. Denn auch die Beendigung der Qual ist
schlußendlich von Liebe und Barmherzigkeit Gottes bestimmt!
(Ernst Panzer info@philadelphia-verlag.com / http://www.philadelphia-verlag.com)
Natürlich hat es in der Gehenna – der Müllhalde vor den Toren Jerusalems, im Tal
Hinnom – nicht ewig gebrannt. Sonst müsste es ja heute noch brennen. Aber gerade deshalb hat ja
das aus dem jüdischen übernommene griechische Hauptwort in der Schrift auch die Beifügung „ewig”
erhalten, um diese neue Qualität zu dokumentieren.
Und nun zu meinen, dass das ewige Feuer in der Gehenna gar nicht ewig sein kann, weil es ja
erwiesenermaßen im Tal Hinnom auch nicht ewig gebrannt hätte, wäre semantisch genauso unsinnig,
wie die Behauptung, dass z. B. ein „teures Geschenk” für den Käufer gar nicht teuer gewesen
sein kann, weil ja Geschenke bekanntermaßen nichts kosten.
Was nun für das falsche – oder überhaupt fehlende – Verständnis des Attributes gilt, hat auch
für die Interpretation des Substativs „Gehenna” seine Geltung.
Das Argument, dass die Gehenna deshalb nicht der Ort des ewigen Feuers sein kann, weil sich der Name
vom jüdischen Tal Hinnom ableitet und dort das Feuer auch nicht ewig gebrannt hatte, entspricht der
eigenartigen Ansicht, dass z. B. ein „Handy” (Mobiltelefon) kein Gerät zur sprachlichen
Kommunikation sein kann, weil sich der Name vom englischen „hand” ableite und daher dieser
Apparat nur der Übermittlung von Handzeichen dienen könne.
Inwieweit nun durch die ewige Verdammnis der Gottlosen die Barmherzigkeit und Liebe Gottes in Frage
gestellt werden könnte, sei auf die Aussage E. Panzers zum Problem der Allversöhnung in seinem
Buch hingewiesen. Er schreibt dort (Seite 151f): „Wir Menschen sollten uns auch nie so gebärden,
als seien wir berufen, mit dieser Lehre (der Allversöhnung Anm. FH) die Ehre Gottes zu
retten. Das tut er selbst.” Und noch treffender formuliert er auf Seite 154: „Aber das ist die
leichtfertige Schlussfolgerung der Allversöhnungslehre: Man kommt doch einmal wieder aus der Hölle
heraus”.
Eben diese Argumente lassen sich nun auch hier, für die Bestreitung einer ewigen Verdammnis
anführen. Könnte nicht auch hier die gleiche Schlussfolgerung Platz greifen: „Man wird gar nicht
ewig gequält, sondern es ist dann ohnehin mit einem Schlag aus”? Wird etwa nicht auch hier der
unnötige Versuch unternommen, die Ehre Gottes zu retten?
Für alle, welche sich der – empfehlenswerten – Mühe unterziehen wollen, die Aussagen der
Schrift über die ewige Verdammnis zu studieren, sind hier im Anschluss die Schriftstellen –
diesmal nur im Referenzformat – aufgelistet.
*Jes 1,31; 48,22; 66,24; *Mal 3,19; *Mt 3,11; 5,22; 5,29; 5,30; 8,11; 10,28;13,41;
13,49; 18,8; 18,9; 22,13; 23,15; 23,31; 25,29; 25,41; 25,46; *Lk 16,24; *2The 1,9; *Jak 2,13; *Jud
1,5; *Off 14,10; 19,20; 20,10; 20,14; 20,15; 21,8;
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Der Begriff ewig hat in der Bibel eine ganz verschiedenartige Bedeutung. Oft
werden in der Heiligen Schrift irdisch–zeitliche Dinge und Zustände, die einen Anfang und ein
Ende haben, als ewig bezeichnet, so beispielsweise das Leben des Königs (Dan. 2,4), dies war
eine reine Höflichkeitsformel, man wünschte dem König ein langes Leben. Ferner der Dienst
eines Knechtes (Philem. 15), der Bestand des salomonischen Tempels /1. Kön. 8,13), Türme und
Höhlen (Jes. 32,14) und vieles andere. Hieraus geht klar und eindeutig hervor, dass in den
Grundsprachen der Bibel stehende Wörter, die Luther (und andere) in der Regel mit „Ewigkeit”
oder „ewig” übersetzen, nicht in jedem Falle „Endlosigkeit” oder „endlos”, sondern
auch einen begrenzten Zeitabschnitt bedeuten können. Die Bedeutung im Sinne von endlos haben
die Wörter immer nur dann, wenn sie mit Gott bzw. den Eigenschaften, Gaben und Gütern Gottes
in Verbindung stehen.
Die Frage, ob die in den Grundtexten stehenden Wörter, die wir mit „Ewigkeit” oder „ewig”
übersetzen, im Sinne endloser Zeit oder im Sinne eines kürzeren oder längeren Zeitabschnittes
oder aber im Sinne eines Zeitalters oder einer Weltperiode zu verstehen sind, lässt sich immer
nur aus dem Zusammenhang beantworten. Hieraus ergibt sich, dass es unmöglich ist, die
Endlosigkeit der Verdammnis mit den im Grundtext stehenden Wörtern zu beweisen.
+) Auf Wunsch von E. Panzer wird seine weitere Auslegung der hier diskutierten Fragen seinem
Buch „Prophetie und Enthüllung”, erschienen im Philadelphia–Verlag, entnommen.
(Ernst Panzer info@philadelphia-verlag.com / http://www.philadelphia-verlag.com)
Die oben erwähnte Höflichkeitsformel „der König lebe ewig”, welche wir in
zahlreichen Texten des AT finden, ist tatsächlich der Ausdruck eines Wunsches, den seine Untertanen
dem König entgegenbrachten. Es ist ähnlich, wie wenn heute jemand zum Geburtstag „gute
Gesundheit” wünscht. Daraus aber nun ableiten zu wollen, dass daher rein semantisch der Begriff
„Gesundheit” nicht mehr die Absenz von Krankheit bedeuten soll, wäre absurd und würde auch
niemandem einfallen.
Wenn man sich die oben zitierten Texte in der Übersetzung des AT von Martin Buber ansieht, welcher
gemeinsam mit Franz Rosenzweig versucht hat, dem Urtext so nahe wie möglich zu kommen, findet man
dort auch eine korrektere Wiedergabe. So heißt dort, in Dan 2,4, der auf aramäisch vorgebrachte
Wunsch der Wahrsager an den König: „König, lebe auf Weltzeit” und meint damit
eben nicht die Ewigkeit, sondern jene Zeit, welche diese unsere Welt bestehen wird. In 1Kö 8,13
heißt es von dem Tempel, dass er „in die Zeiten” bestehen soll und meint eben „Zeit” und
nicht „Ewigkeit”. Auch in Jes 32,14 übersetzt Martin Buber „Burg und Turm gelten für Höhlen
auf Weltzeit” und nicht auf Ewigkeit.
Der Unterschied zwischen „Weltzeit” und „Ewigkeit” ist auch recht deutlich bei Micha 4 zu
erkennen. Während es in Mi 4,7 nach Luther heißt: „.. und der Herr wird König über sie sein
auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit”, übersetzt Buber völlig richtig: „Und
Königschaft hat über sie ER auf dem Berge Zion von nun an und für Weltzeit”. Zwei Verse davor
steht bei Luther – diesmal zu Recht: „... aber wir wandeln im Namen des Herrn, unseres Gottes,
immer und ewiglich!” und bei Buber „... wir aber gehen in seinem, unseres Gottes Namen auf
Weltzeit und Ewigkeit”. Wie man sieht, unterscheidet der Grundtext sehr wohl zwischen „Weltzeit”
und „Ewigkeit”. Alle oben zitierten atl. Stellen meinen nun aber Weltzeit – also „irdisch–zeitliche
Dinge” – und nicht Ewigkeit. Man kann also nicht einerseits richtigerweise auf die falsche
Übersetzung Luthers (und anderer) hinweisen und andererseits gerade diese falschen Übersetzungen
als Beweis dafür anführen, dass der Grundtext falsch oder irreführend sei.
In Phlm 1,15 schließlich, steht das „ewig” zu Recht. Denn dort bittet Paulus seinen Jünger
Philemon, dass er Onesimus (Philemons früheren Knecht, der ihn verlassen hatte um mit Paulus eine
Zeit lang mitzugehen) nun wieder aufnehmen möge. Der Möglichkeit, dass Philemon diesen Knecht
nunmehr nicht mehr zu sich nehmen möchte, versucht Paulus mit seinem Hinweis vorzubeugen, dass der
nunmehr gläubig gewordene Knecht vielleicht gerade deswegen (von Gott) von ihm – Philemon –
getrennt wurde, damit er nun an ihm einen Bruder im Glauben ewiglich besitzt.
Die Aussage oben, „die Bedeutung im Sinne von endlos haben die Wörter („Ewigkeit” und „ewig”
Anm. FH) immer nur dann, wenn sie mit Gott bzw. den Eigenschaften, Gaben und Gütern Gottes in
Verbindung stehen”, ist kein schriftkonformes Argument, sondern eine reine Behauptung. Ebenso
könnte man behaupten, „Auferstehung” im Sinne von „auferweckt werden von den Toten” würde
diese Bedeutung nur im Zusammenhang mit Gläubigen haben. Damit könnte man dann überhaupt alle
Aussagen der Schrift über die Verurteilung der Gottlosen beim Weltgericht bestreiten. Die „Mörder
und Götzendiener” würden dann schon nach dem ersten, dem leiblichen Tod „vernichtet” werden
und müssten sich erst gar nicht vor ihrem Schöpfer verantworten.
Es stimmt schon, dass die Bedeutung von „ewig” im Zusammenhang mit dem Grundtext zu sehen ist.
Allerdings haben wir hier nicht die Option jenen Zusammenhang und jene Bedeutung zu wählen, welche
gerade für unsere Interpretation passen würde oder überhaupt eine diesbezügliche Interpretation
als unmöglich zu bezeichnen, sondern müssen uns im Sinne einer seriösen Exegese auch hier an der
Schrift – also am Kontext und an den Parallelstellen – orientieren.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Es war immer ein unvorstellbarer Gedanke, dass in alle Ewigkeiten hinein ein
Reich des Lichts und ein Reich der Finsternis nebeneinander bestehen könnte; denn dies wäre ja
die Schlußfolgerung der Lehre von der endlosen Verdammnis. Es muß doch in der fortschreitenden
Entwicklung einmal ein Punkt erreicht werden, wo Gott wieder mit seiner gesamten Schöpfung in
völlige Harmonie kommt. Aber bei einer endlos dauernden Verdammnis wäre dies ein
Unmöglichkeit.
(Ernst Panzer info@philadelphia-verlag.com / http://www.philadelphia-verlag.com)
Wie die vielen weiter oben angeführten Schriftstellen belegen, ist die Lehre von
der endlosen Verdammnis eine absolut biblische Lehre. Sie gründet sich auf den Aussagen des
gesamten NT, von den Evangelien über die Apostelbriefe bis zur Offenbarung des Johannes.
Und gerade auch in der Offenbarung erkennen wir, dass es sehr wohl ein „Reich des Lichts” und
einen Bereich (kein „Reich”!!) der Finsternis in Ewigkeit geben wird. Die Kapitel
21 und 22 der Offenbarung handeln von der Stadt, die von Gott aus dem Himmel herabkommt und von den
Heiligen, die darin leben werden.
Ein neuer Himmel und eine neue Erde.
Off 21,1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der
erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 21,2 Und ich sah
die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für
ihren Mann geschmückte Braut. 21,3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das
Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott
selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 21,4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und
der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das
Erste ist vergangen. Off 21, 1– 4;
Ein „neuer Himmel und eine neue Erde”, denn die erste Schöpfung ist vergangen.
Wir befinden uns also in diesem Text bereits in der Neuen Schöpfung, im himmlischen Jerusalem und
damit ganz eindeutig und unbestreitbar in der Ewigkeit Gottes. Und während es oben in Off 21,4 von
den Heiligen heißt, dass Gott jede Träne von ihren Augen abwischen wird, wird der Teil der Mörder
und Götzendiener im Feuersee gesehen.
Den Mördern und Götzendienern ihr Teil ist im Feuersee.
Off 21,8 Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten
und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern
ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. Off 21,8;
Und gerade als Beweis dafür, dass dieser Feuersee kein „Ort der Vernichtung”
ist, wo die Verdammten „aufgelöst” werden und nicht mehr existieren, bestätigt der Herr Jesus
dann dem Johannes in Off 22,14, dass die Gläubigen durch die Tore der Stadt – also des neuen
Jerusalems in der Ewigkeit – hineingehen, während die Mörder und Götzendiener außerhalb der
Stadt – also im oben erwähnten Feuersee – bleiben werden.
Draußen sind die Mörder und die Götzendiener.
Off 22,14 Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht
am Baum des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen! 22,15 Draußen sind
die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder,
der die Lüge liebt und tut. Off 22,14–15;
Damit ist dokumentiert, dass die Begriffe „ewiges Leben” und „ewige Verdammnis”
von ihrer zeitlichen Eigenschaft her keine unterschiedliche Bedeutung haben und dass sie beide die
gleiche Existenzgrundlage haben: sie dauern ewig, sind also endlos und ohne Ende.
(Siehe auch Exkurs 08: „Der erste und der zweite Tod”.)
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Sie schreiben: "Alle Menschen sind von Anfang an für ein ewiges Leben
geschaffen. Wo sie nach ihrem Tod und Auferstehung dieses ewige Leben verbringen entscheiden sie
selbst durch ihr Verhalten während ihres Erdenlebens".
Und genau hier irren Sie mit Ihrer Interpretation. Ausgehend vom biblischen Bericht ist es
nämlich eher so: Die Menschen waren am Anfang für ein ewiges Leben geschaffen. Doch nach dem
Sündenfall wurde diese Entscheidung revidiert. Jetzt gab es für sie den Tod (welcher später
als der erste Tod bekannt wurde). Durch Jesus Christus hat Gott ihnen nochmal die Chance für
ewiges Leben gegeben. Und am Ende gibt es daraufhin ein endgültiges Gericht. Wer diese Chance
ausgeschlagen hat, der hat dann endgültig verloren: Er wird nochmal dem Tod (diesmal dem
zweiten, denn den ersten hat er ja schon erlebt) preisgegeben. Wohlgemerkt: Dem Tod. Nicht dem
ewigen Leben in Qual.
Wieso wird denn in der Bibel immer davon gesprochen, daß Gott seine Feinde, die Heiden,
vernichten wird? Was bedeutet denn im allgemeinen vernichten? Das ist das Auslöschen. Würde es
eine ewige Qual in der Hölle geben, dann hätte er wohl eher davon gesprochen, daß er seine
Feinde für immer gefangennehmen und einsperren wird.
Und das Heulen und Zähneklappern ist die generelle Reaktion, wenn die Menschen dort im Feuersee
landen. Das Feuer wird sie ja nicht innerhalb einer Sekunde hinwegraffen, sondern das wird
vielleicht ein paar Sekunden dauern. Und wenn man sich vorstellt, daß möglicherweise auch
nicht alle exakt gleichzeitig dort reingeworfen werden, sondern der Vorgang eine gewisse Zeit in
Anspruch nimmt, dann wird wohl auch das Heulen eine Weile zu hören sein.
Denny R. Walter denny_r._walter@web.de
Mit Ihrer Bezugnahme auf das AT, wo Gott Israel verheißt, dass er seine Feinde vernichten wird, und der Deutung dieser Schriftstellen auf das ewige Gericht, vermengen Sie Altes und Neues Testament und Weltzeit mit Ewigkeit.
Er selbst wird sie vernichten und er selbst wird sie vor dir demütigen.
5Mo 9,3 So erkenne denn heute, daß der HERR, dein Gott, es ist, der
vor dir her hinübergeht als ein verzehrendes Feuer. Er selbst wird sie vernichten und er selbst
wird sie vor dir demütigen. Und du wirst sie vertreiben und sie schnell umkommen lassen, so wie
der HERR zu dir geredet hat. 5Mo 9, 3;
Er selbst wird diese Nationen vor dir vernichten, daß du sie vertreiben kannst.
5Mo 31,3 Der HERR, dein Gott, er zieht vor dir her hinüber; er
selbst wird diese Nationen vor dir vernichten, daß du sie vertreiben kannst. Josua, er zieht
vor dir her hinüber, wie der HERR geredet hat. 31,4 Und der HERR wird an ihnen handeln, wie er an
Sihon und an Og, den Königen der Amoriter, und an ihrem Land gehandelt hat, die er vernichtet
hat. 5Mo 31, 3– 4;
Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
Mt 25,29 Denn jedem, der hat, wird gegeben und überreichlich gewährt
werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. 25,30 Und
den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das
Zähneknirschen sein. Mt 25,29–30;
Wie aus den obigen atl. Texten sehr leicht zu erkennen ist, sind jene Nationen,
deren Vernichtung Gott hier prophezeit, alles Völker der damaligen Zeit, welche die Israeliten
hindern wollten, in das ihnen von Gott verheißene Land einzuziehen. Sie wurden damals tatsächlich
vernichtet, sind gestorben und warten auf das Letzte Gericht. Und erst im Letzten Gericht werden sie
endgültig verurteilt werden: der Eine zum ewigen Leben, der Andere zur ewigen Strafe. Man
kann daher nur in völliger Unkenntnis der biblischen Zusammenhänge – oder aber auch mit der
bewussten Absicht, die Schrift in diesem Punkt zu verfälschen – diese Aussagen dazu benutzen, um
sie als einen Beweis für ein „Auslöschen” der Ungerechten nach dem Letzten Gericht zu deuten
und die ewige, nie endende Strafe für die Ungerechten zu leugnen.
Auch die Behauptung: „Würde es eine ewige Qual in der Hölle geben ...” zeigt von mangelhafter
Schriftkenntnis. Der Herr selbst sagt in seinem Gleichnis vom Letzten Gericht und dem Urteil über
Ungerechte und Gerechte in Mt 25,31–46:
Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben.
Mt 25,41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir,
Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 25,42 Denn
mich hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken;
25,43 ich war Fremdling, und ihr nahmt mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank
und im Gefängnis, und ihr besuchtet mich nicht. 25,44 Dann werden auch sie antworten und sagen:
Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank oder im
Gefängnis und haben dir nicht gedient? 25,45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich,
ich sage euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. 25,46
Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben. Mt
25,41–46;
Die Aussage oben, in Mt 25,41: „Geht von mir, Verfluchte, in das ewige
Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!” ist im Zusammenhang mit dem dann
folgenden Vers Mt 25,46: „Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe” der
eindeutige und unwiderlegbare Beweis dafür, dass die Schrift hier keinesfalls von einem „Auslöschen”
oder „Vernichten” der Verfluchten spricht. Ebenso wie die Gerechten, haben auch diese
Ungerechten eine ewige, nie endende Existenz. Nur werden sie diese Existenz im ewigen Feuer
verbringen müssen, wo sie dann die ewige Strafe mit Heulen und Zähneknirschen erleiden
werden.
Was in Ihrer obigen Replik jedoch überhaupt nicht erkannt wurde, ist der Umstand, dass es hier gar
nicht um irdisches Feuer geht. Dieser „Feuersee” brennt nicht lichterloh, wie Sie sich das so
vorstellen, sondern dieses Feuer ist ein inneres Feuer im Gewissen dieser Verdammten, weil sie nun
erkennen müssen, dass sie auf ewig keine Möglichkeit mehr haben, sich aus dieser Situation zu
befreien. Sie haben immer gehofft, sich entweder irgendwie herausreden zu können oder, wenn es arg
kommt – wie Sie das ja auch meinen – , dann eben „vernichtet” oder „ausgelöscht” zu werden
und damit wäre die Sache dann auch schon ausgestanden.
Doch nun wissen sie, dass diese Strategie falsch war. Sie hätten sich bei Lebzeiten bekehren
müssen. Aber das haben sie nicht getan. Jetzt ist es zu spät und sie können daran nie mehr etwas
ändern. Daher das Heulen und Zähneknirschen als Zorn über ihre eigene Dummheit und Verlassenheit.
Die Gerechten sind im ewigen Leben, im Licht, im Angesicht Gottes. Die im Feuersee sind in der
ewigen Verdammnis, in der äußeren Finsternis, ewig getrennt von Gott. Das sind die Qualen, die sie
leiden. Nicht irgendwelche körperlichen Brandwunden, die dem unsterblichen Geistleib, welchen diese
Menschen bei ihrer Auferstehung erhalten haben, nichts anhaben könnten.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Wieso bin ich der Meinung, daß die Verdammten keine ewige Qual erleiden
müssen? Ganz einfach deshalb, weil davon in der Bibel nichts steht. Zumindest nicht, wenn es um
normale Menschen geht. Es gibt drei Personen, über die explizit geschrieben steht, daß sie bis
in alle Ewigkeit gequält werden. Diese drei sind Satan, das Tier und der falsche Prophet.
(...).
Für den Rest der Verdammten ist ein anderes Schicksal vorgesehen. Sie landen zwar genauso im
feurigen Pfuhl, doch sie finden dort die Vernichtung: „Und der Tod und sein Reich wurden
geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl” (Offenbarung
20:14).
„Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und
Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel
brennt; das ist der zweite Tod” (Offenbarung 21:8).
Wie man sieht, wird bei diesen von Qual nichts mehr gesagt. Sie erleiden hier den sogenannten
zweiten Tod. Sie sterben, werden vernichtet, ausgelöscht. Sie bleiben nicht ewig am Leben und
werden gequält. Im Gegensatz dazu wird bei Satan, dem Antichristen und dem falschen Propheten
kein Wort von einem zweiten Tod verloren. Sie sterben nicht. Die drei Obersten der Gottlosen
werden bis in alle Ewigkeit am Leben erhalten, um bestraft zu werden. Da die Begriffe ewige Qual
und zweiter Tod hier nie ausgetauscht werden, sondern ein Begriff immer zu genau einer
Personengruppe gehört und der andere genau zu der anderen Gruppe, gibt es keinen Grund, sie
analog zu verwenden. Satan und die beiden anderen erleiden im Feuersee keinen Tod. Und die
Menschen (bis auf jene zwei) erleiden im Feuersee keine Qual.
(Dieser Auszug wurde der Abhandlung „Gibt es eine Hölle?” von Denny R. Walter entnommen)
Denny R. Walter denny_r._walter@web.de
Diesen Aussagen von D. Walter möchte ich gleich zu Beginn meiner Antwort einen
Ausschnitt aus dem Buch „Was ist falsch am Evangelium?” von Keith Green gegenüberstellen:
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Oft hören wir Leute sagen: „Ich hab diese Hölle–und–Schwefel–Predigten satt!”.
Darauf antworte ich oft: „Nun wann haben Sie denn das letzte Mal eine solche Predigt gehört?”
Es stimmt: Nur sehr wenige Menschen predigen noch über die Hölle – das ist nicht mehr in Mode.
Wir sollten den armen Sündern doch keine Angst einjagen! Nein, das bringt nichts. Sie sind doch
nur unglückliche, irregeführte Seelen, richtig? Falsch! Die Bibel zeigt eindeutig: sie sind
Rebellen, die den lebendigen Gott beraubt und entehrt haben. Damit haben sie ihn unendlich
beleidigt. Sie haben nicht das Recht, sich selbst in irgendeinem anderen Licht zu betrachten.
Dieser Auszug ist dem Buch „Was ist falsch am Evangelium?” von Keith Green entnommen.
Herausgeber: Wilfried Plock, Christlicher Mediendienst CMD, erhältlich bei Wolfgang Bühne
Christliche Buchhandlung http://www.leseplatz.de/
Zu diesem Kommentar führt Keith Green folgende Schriftstellen an:
Jh 8,44 Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures
Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der
Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen,
denn er ist ein Lügner und der Vater derselben. Jh 8,44;
Mt 10,27 Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was
ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern! 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen,
die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der
sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle! Mt 10,27–28;
Mt 23,33 Schlangen! Otternbrut! Wie solltet ihr dem Gericht der
Hölle entfliehen? Mt 23,33;
Apg 13,9 Saulus aber, der auch Paulus heißt, blickte, mit Heiligem
Geist erfüllt, fest auf ihn hin 13,10 und sprach: O du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn
des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit! Willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu
verkehren? 13,11 Und jetzt siehe, die Hand des Herrn ist auf dir! Und du wirst blind sein und die
Sonne eine Zeitlang nicht sehen. Und sogleich fiel Dunkel und Finsternis auf ihn; und er tappte
umher und suchte solche, die ihn an der Hand leiteten. Apg 13, 9–11;
1Kor 6,9 Oder wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes
nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch
Lustknaben, noch Knabenschänder. 1Kor 6, 9;
Jak 4,4 Ihr Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft
der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, erweist sich als
Feind Gottes. Jak 4, 4;
2Ptr 2,12 Diese aber, wie unvernünftige Tiere, von Natur aus zum
Eingefangenwerden und Verderben geboren, lästern über das, was sie nicht kennen, und werden
auch in ihrem Verderben umkommen, 2,13 wobei sie um den Lohn der Ungerechtigkeit gebracht
werden. Sie halten sogar die Schwelgerei bei Tage für ein Vergnügen, Schmutz– und Schandflecke,
die in ihren Betrügereien schwelgen und zusammen mit euch Festessen halten; 2Ptr 2,12–13;
Röm 1,18 Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über
alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit
niederhalten, 1,19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen
offenbart. 1,20 Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine
Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie
ohne Entschuldigung seien; 1,21 weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten
noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr
unverständiges Herz verfinstert wurde. 1,22 Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu
Narren geworden. Röm 1,18–22;
Sodann möchte ich für die Diskussion mit D. Walter über die Hölle bzw. den
Feuersee die einzelnen Begriffe etwas konkreter darstellen:
Der Feuersee.
Der Feuersee wird in Off 20,14 und 21,8 als der „zweite Tod” bezeichnet. Und zwar in der
definitiven Form: der Feuersee „ist der zweite Tod”.
Off 20,14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies
ist der zweite Tod, der Feuersee. 20,15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in
dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen. Off 20,14–15;
Off 21,8 Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten
und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in
dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. Off 21, 8;
Der Feuersee bewirkt somit den zweiten Tod all derer, die hineingeworfen werden –
ohne Ausnahme. „Feuersee” ist daher die Bezeichnung einer Örtlichkeit, während „zweiter
Tod” die Beschreibung der Eigenschaft dieser Örtlichkeit darstellt. Der Versuch, hier eine
Trennung vornehmen zu wollen, einerseits Feuersee und ewige Qual und andererseits zweiter Tod und
schnelle Auflösung, ist nicht nur semantisch falsch, sondern auch aufgrund dieser beiden
Schriftaussagen völlig willkürlich und entbehrt jedweder biblischen Basis.
Der zweite Tod.
Der zweite Tod ist nach Off 21,8 hier oben, der „See, der mit Feuer und Schwefel brennt”. Nach
Off 2,11, werden die Überwinder keinen Schaden erleiden vom zweiten Tod:
Off 2,11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer
überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod. Off 2,11;
Von den Sündern hingegen sagt Jud 1,7, dass sie in die Strafe des ewigen Feuers –
also den zweiten Tod – erleiden werden:
Jud 1,6 und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern
ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter
Finsternis verwahrt, 1,7 wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher
Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel
vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden. Jud 1, 6– 7;
Und auch der Herr sagt in Mt 25,46, dass die Verfluchten in die ewige Strafe gehen
werden:
Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe.
Mt 25,45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage
euch, was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. 25,46 Und
diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben. Mt
25,45–46;
Die ewige Qual.
Der zweite Tod im Feuersee bewirkt die ewige Qual der Verdammten. Das geht aus Mt 13,42 und Mt 13,49
hervor, wo der Feuersee – der dort als Feuerofen bezeichnet wird – bei den Hineingeworfenen „Weinen
und Zähneknirschen” auslöst.
Mt 13,41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie
werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen und die, die Gesetzloses tun; 13,42 und
sie werden sie in den Feuerofen werfen: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Mt
13,41–42;
Mt 13,49 So wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: die Engel
werden hinausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern 13,50 und sie in den
Feuerofen werfen: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Mt 13,49–50;
Aufgrund der typischen und wiederholten Formulierung „da wird das Weinen und das
Zähneknirschen sein” können wir jene Aussagen, welche von der dort herrschenden Finsternis
sprechen, ebenfalls auf den Feuersee beziehen:
Mt 8,11 Ich sage euch aber, daß viele von Osten und Westen kommen und
mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tisch liegen werden in dem Reich der Himmel, 8,12 aber die
Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: da wird das
Weinen und das Zähneknirschen sein. Mt 8,11–12;
Mt 22,12 Und er spricht zu ihm: Freund, wie bist du hier
hereingekommen, da du kein Hochzeitskleid hast? Er aber verstummte. 22,13 Da sprach der König zu
den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände, und werft ihn hinaus in die äußere Finsternis: da
wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. 22,14 Denn viele sind Berufene, wenige aber
Auserwählte. Mt 22,12–14;
Mt 24,48 Wenn aber jener als böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein
Herr läßt auf sich warten, 24,49 und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, und ißt und trinkt
mit den Betrunkenen, 24,50 so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, an dem er es nicht
erwartet, und in einer Stunde, die er nicht weiß, 24,51 und wird ihn entzweischneiden und ihm
sein Teil festsetzen bei den Heuchlern: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
Mt 24,48–51;
Mt 25,29 Denn jedem, der hat, wird gegeben und überreichlich gewährt
werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. 25,30 Und
den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das
Zähneknirschen sein. Mt 25,29–30;
Ebenso wie der Herr oben davon spricht, dass diese Menschen in die äußere
Finsternis „hinausgeworfen” werden, heißt es auch in Off 22,15, dass die Sünder „draußen”
sind. Dieses „draußen” meint außerhalb der Stadt des himmlischen Jerusalems in der Neuen
Schöpfung und fernab von Gott.
Off 22,13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte,
der Anfang und das Ende. 22,14 Glückselig, die ihre Kleider waschen, damit sie ein Anrecht am Baum
des Lebens haben und durch die Tore in die Stadt hineingehen! 22,15 Draußen sind die
Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die
Lüge liebt und tut. Off 22,13–15;
Und nachdem wir uns nun hier im prophetischen Text bereits in der Ewigkeit befinden,
bedeutet dies, dass analog zu den Gerechten, die im himmlischen Jerusalem ihre ewige Existenz und
das ewige Leben haben, auch die Sünder draußen in der Finsternis eine ewige Existenz
– und damit ewige Qual – haben werden. Genau das sagt uns auch der Text in Jud 1,13:
Jud 1,12 Diese sind Flecken bei euren Liebesmahlen, indem sie ohne
Furcht Festessen mit euch halten und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden
fortgetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; 1,13 wilde
Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der
Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist. Jud 1,12–13;
Auch die nächsten beiden Verse in Jud 1,6–7, wo Judas auf das Schicksal der
Menschen von Sodom und Gomorra zu sprechen kommt, bestätigt er diese Strafe des ewigen Feuers:
Jud 1,6 und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern
ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter
Finsternis verwahrt, 1,7 wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher
Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel
vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden. Jud 1, 6– 7;
Nun haben wir auch in Off 19,20 und 20,10 die Aussage über den Teufel, das Tier und
den falschen Propheten. Sie werden in den Feuersee geworfen werden und „Tag und Nacht gepeinigt
werden von Ewigkeit zu Ewigkeit”:
Off 19,20 Und es wurde ergriffen das Tier und der falsche Prophet – der
mit ihm war und die Zeichen vor ihm tat, durch die er die verführte, die das Malzeichen des Tieres
annahmen und sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit
Schwefel brennt. Off 19,20;
Off 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer–
und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und
sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Off 20,10;
Die Überlegung von D. Walter, dass „bei Satan, dem Antichristen und dem falschen
Propheten kein Wort von einem zweiten Tod verloren” wird und der zweite Tod für sie daher keine
Relevanz hätte, ist deshalb falsch, weil der zweite Tod in Off 20,14 und 21,8 als eine
grundsätzliche Eigenschaft des Feuersees definiert wird und daher automatisch jeder,
welcher in den Feuersee geworfen wird, diesen zweiten Tod – nämlich die ewige Qual – zu erleiden
hat. Dies muss daher nicht ausdrücklich betont werden. Das bestätigt auch die Aussage des Herrn in
Mk 9,48:
Mk 9,47 Und wenn dein Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so wirf es weg!
Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die
Hölle geworfen zu werden, 9,48 «wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt».
Mk 9,47–48;
Auch das umgekehrte Argument, dass dieses ewige Feuer nur für den Teufel und seine
zwei Marionetten und nicht für die Sünder gelten würde, scheitert nicht nur an all den weiter
oben angeführten Schriftstellen, welche belegen, dass die Sünder ihre ewige Strafe mit Weinen und
Zähneknirschen im ewigen Feuer verbringen werden, sondern auch an dem Umstand, dass der Herr in Mt
25,41 ganz eindeutig darauf hinweist, dass die Verfluchten in das ewige Feuer gehen werden, das für
den Teufel und auch für seine Engel bereitet ist.
Mt 25,41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte,
in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Mt 25,41;
Die weitere Behauptung von D. Walter in Bezug auf die Sünder in Off 21,8: „Wie
man sieht, wird bei diesen von Qual nichts mehr gesagt. Sie erleiden hier den sogenannten zweiten
Tod. Sie sterben, werden vernichtet, ausgelöscht” ist natürlich genauso falsch, weil eben nach
Off 20,14 und 21,8 der zweite Tod der Feuersee ist, und der Feuersee ist
die ewige Qual. Jeder, der in den Feuersee geworfen wird, wird darin ewige Qualen erleiden. Der Herr
sagt in Mt 25,46: „Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe”. Wenn sie im Feuersee bloß „ausgelöscht”
würden, dann wäre das weder eine besondere Strafe und auf keinen Fall ewig.
Aber es gibt noch ein weiteres biblisches und unwiderlegbares Argument, dass die Verfluchten im
Feuersee gar nicht sterben können. Paulus offenbart uns in seinem ersten Brief an die
Korinther, dass bei der Auferstehung die Menschen einen unsterblichen Leib erhalten werden.
Denn dieses Vergängliche muß Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.
1Kor 15,53 Denn dieses Vergängliche muß Unvergänglichkeit
anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. 15,54 Wenn aber dieses Vergängliche
Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort
erfüllt werden, das geschrieben steht: «Verschlungen ist der Tod in Sieg.» 1Kor 15,53–54;
Jeder Mensch erhält also bei seiner Auferstehung einen unsterblichen Leib und hat
damit eine ewige Existenz. Auch der Herr selbst sagt uns das in seiner Antwort auf die Fangfrage der
Sadduzäer, welchem von den sieben Männern in der Auferstehung jene Frau gehört, welche sie auf
Erden alle zur Ehefrau hatten.
Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.
Mt 22,28 Wessen Frau von den sieben wird sie nun in der Auferstehung
sein? Denn alle hatten sie. 22,29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die
Schriften nicht kennt, noch die Kraft Gottes; 22,30 denn in der Auferstehung heiraten sie nicht,
noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 22,31 Was aber die
Auferstehung der Toten betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was zu euch geredet ist von Gott, der da
spricht: 22,32 «Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs»? Gott ist
nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Mt 22,28–32;
Wenn die Menschen also vor Gott immer leben und in der Auferstehung einen
unsterblichen Leib erhalten werden, können sie nicht ihre Existenz verlieren. Auch nicht im
Feuersee, der der zweite Tod ist. (Dies bestätigt übrigens auch das Gleichnis vom reichen Mann und
dem armen Lazarus in Lk 16,19–31.) Hier lassen sich manche Interpreten zu sehr von der weltlichen
Betrachtungsweise von Tod und Sterben beeinflussen, welche darin ein endgültiges Ende der
menschlichen Existenz sieht. Die Schrift hingegen bestätigt, dass jeder Mensch von Gott für eine
ewige Existenz geschaffen ist. Nachdem dies aber zugegebener Maßen etwas kompliziert klingt, hier,
zum besseren Verständnis, ein kurzer Abriss über den Zusammenhang zwischen erstem und zweitem Tod:
Bei seinem ersten, physischen Tod verliert der Mensch nach der Schrift
nicht seine Existenz, sondern er lässt nur seinen biologischen Körper zurück und tritt mit seinem
Geist in eine andere Dimension (Totenreich) über. Schon diese Dimension muss offensichtlich zeitlos
sein, da darin Menschen bereits seit Tausenden von Jahren ruhen.
Das Ende dieser Existenzform – und gleichzeitig auch dieser Dimension (Tod, Totenreich) – ist am
Ende der ersten Schöpfung (Welt, Himmel), bei der Auferstehung aller Menschen, welche dann noch im
Totenreich sind. (Jene Menschen, welche bis zum Tag der Wiederkehr des Herrn zum Glauben gekommen
sind, werden schon bei der Wiederkunft auferweckt und entrückt). Bei der Allgemeinen Auferstehung
aller anderen Menschen, am Ende der Welt (Ende der ersten Schöpfung), erhalten diese einen neuen,
unsterblichen und geschlechtslosen Körper (Auferstehungsleib) und kommen im dieser Gestalt ins
Letzte Gericht vor dem Thron Gottes.
Nach dem Gericht gehen die Gerechten (die im Buch des Lebens stehen) ein ins ewige Leben bei Gott in
der neuen, zweiten Schöpfung Gottes (himmlisches Jerusalem). Jene Menschen, welche nicht im Buch
des Lebens stehen (alle Unbekehrten und Feinde Gottes) werden in den Feuersee geworfen. Dieser
Feuersee ist der zweite Tod. Ähnlich wie beim ersten Tod, verlieren die Menschen auch hier zwar ihr
Leben infolge ihrer Trennung von Gott, aber nicht ihre ewige Existenz. Als unsterbliche Wesen werden
sie die Ewigkeit in der Finsternis der neuen Schöpfung, fern von Gott und dem Lamm, die dort das
einzige Licht sind, mit Heulen und Zähneknirschen verbringen.
Off 21,23 Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, damit
sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm.
Off 21,23;
(Siehe auch den Exkurs 07: „Der Auferstehungsleib.”)
(Siehe auch Kapitel 12: „Die Auferstehung.”)
(Siehe auch Kapitel 14: „Die Neue Schöpfung.”)
Wenn wir nun darin übereinstimmen, dass Satan, Tier und falscher Prophet in den
Feuersee geworfen werden, um dort von Ewigkeit zu Ewigkeit gequält zu werden, hat dies nach Mt
25,41 natürlich auch für die Engel des Teufels zu gelten.
Mt 25,41 Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte,
in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Mt 25,41;
Auch die Engel des Teufels – und sie machen lt. Off 12,4 ein Drittel der himmlischen
Engelwelt insgesamt aus – kommen nach dieser Aussage des Herrn in den Feuersee, der ihnen und dem
Teufel bereitet wurde. Man müsste der Schrift hier schon Gewalt antun, um behaupten zu wollen, dass
der Teufel wohl Qual leiden wird, seine Engel aber dort nur „ausgelöscht” werden würden. Die
Engel werden also ebenso ewige Qual im Feuersee erleiden, wie Satan. Und nachdem uns der Herr weiter
oben, in Mt 22,30 sagt, dass die Menschen in der Auferstehung wie die Engel im Himmel sein werden,
werden daher auch die verfluchten Menschen ihre ewige Existenz unter Qualen im Feuersee verbringen.
Diese Verfluchten, welche der Herr hier oben erwähnt, finden wir dann auch in der Offenbarung
wieder, wo ihnen ebenfalls ihr Teil im Feuersee und damit der zweite Tod und die ewige Qual
zugewiesen wird.
Off 21,8 Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten
und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in
dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. Off 21, 8;
Die von D. Walter eingangs aufgestellte Behauptung über diesen Text: „Sie
erleiden hier den sogenannten zweiten Tod. Sie sterben, werden vernichtet, ausgelöscht”
entspricht daher nicht den Schriftaussagen.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Die zweite angekündigte bibelstelle ist offenbarung 14:9–11: „und ein dritter
engel folgte ihnen und sprach mit großer stimme: wenn jemand das tier anbetet und sein bild und
nimmt das zeichen an seine stirn oder an seine hand, / der wird von dem wein des zornes gottes
trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den kelch seines zorns, und er wird gequält werden
mit feuer und schwefel vor den heiligen engeln und vor dem lamm. / und der rauch von ihrer qual
wird aufsteigen von ewigkeit zu ewigkeit; und sie haben keine ruhe tag und nacht, die das tier
anbeten und sein bild, und wer das zeichen seines namens annimmt.”
Bei dieser Stelle mag man meinen, daß sie von der Hölle spricht. Dem ist allerdings nicht so.
Wie schon angekündigt, sollen die erwähnten Menschen vom Wein des Zornes Gottes trinken. Das
bedeutet nichts anderes, als daß Gott nochmal seinen gesamten Zorn auf die Erde losläßt, was
man dann sehen kann, wenn man den Text weiterliest, denn es wird hier in dieser Passage die Zeit
kurz vor der Ausgießung der Zornesschalen geschildert. Die Qualen sind irdische Qualen, die die
gottlose Menschheit über sich ergehen lassen muß, bevor Jesus kommt, um sein tausendjähriges
Reich aufzurichten. Die Hölle ist hier also noch mehr als 1000 Jahre entfernt. Daß der Rauch
ihrer Qual von Ewigkeit zu Ewigkeit aufsteigt, bedeutet dabei nur, daß diese Aktion nie
vergessen werden wird. Der einmal entstandene Rauch steigt bis in alle Ewigkeit immer höher
hinauf, selbst wenn die Qualen bereits beendet sind. Ein ganz ähnliches Bild findet sich bei
der Vernichtung der Hure Babylon, die in der Offenbarung als Stadt dargestellt wird. Über sie
heißt es erst: „Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen, Tod, Leid und Hunger, und mit
Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet. / Und es werden
sie beweinen und beklagen die Könige auf Erden, die mit ihr gehurt und gepraßt haben, wenn sie
sehen werden den Rauch von ihrem Brand, in dem sie verbrennt. / Sie werden fernab stehen aus
Furcht vor ihrer Qual und sprechen: Weh, weh, du große Stadt Babylon, du starke Stadt, in einer
Stunde ist dein Gericht gekommen” (Offenbarung 18:8–10). Offensichtlich handelt es sich hier
definitiv nicht um das Jüngste Gericht, sondern um eine irdische Bestrafung, denn sonst
könnten Menschen wohl kaum von ferne stehen und sie beobachten. Und trotzdem heißt es hier:
„Und ihr Rauch steigt auf in Ewigkeit” (Offenbarung 19:3). Wenn also ewig aufsteigender
Rauch der Qualen von Menschen bedeuten würde, daß diese Menschen ewig gequält werden, dann
müßte ewig aufsteigender Rauch des Brandes einer Stadt analog bedeuten, daß diese Stadt ewig
auf der Erde brennt. Und will jemand behaupten, daß Babylon im tausendjährigen Reich
immernoch, in einem Flammenmeer stehend, existieren wird? Ich denke eher, daß das Feuer bis
dahin erloschen ist. (Wenn man nun Babylon nicht als buchstäbliche Stadt, sondern als
irgendeine Organisation oder Gemeinschaft sehen will, kann man die Schlußfolgerungen auf sie
übertragen: Gott wird nicht noch im tausendjährigen Reich dabei sein, eine Organisation aktiv
zu vernichten, sondern er hat diese Aktion bis dahin bereits zu Ende geführt.) Ergo muß man
schlußfolgern, daß der ewig aufsteigende Rauch nicht immer neuer Rauch von Feuer ist, sondern
daß das Feuer einmal gewütet hat und der dort entstandene Rauch nun immer weiter in die Luft
steigt. Und deshalb gibt es keinen Grund, nicht davon auszugehen, daß die Ankündigung in
Offenbarung 14:9–11 nicht den Feuersee am Ende der Zeit, sondern einfach nur den kommenden Zorn
Gottes für die Erde meint.
(Dieser Auszug wurde der Abhandlung „Gibt es eine Hölle?” von Denny R. Walter entnommen)
Denny R. Walter denny_r._walter@web.de
Das ist aus meiner Sicht eine ganz ausgezeichnete und richtige Beobachtung.
Gratulation! Speziell auch die Begründung mit den Schriftaussagen über Babylon und dem Hinweis auf
den Ereigniszeitraum der Zornesschalen ist korrekt und entspricht der seriösen Exegese.
Dieses Kapitel 14 der Offenbarung des Johannes wirft immer wieder chronologische Probleme auf, da
die darin behandelten Ereignisse scheinbar völlig unterschiedlichen Zeitabschnitten angehören.
– Off 14,1–5: Dieser Text (Das Lamm und die Seinen) scheint auf die
Hochzeit des Lammes in Off 19,6–10 hinzuweisen (Zumindest hier, bei Immanuel.at, wo
die 144.000 Versiegelten aus den 12 Stämmen Israels als die Braut des Lammes interpretiert werden).
(Siehe auch den Diskurs 15: „Wer ist die Braut des
Lammes?”)
– Off 14,6–7: Die Ankündigung des Gerichts könnte die
grundsätzliche Ankündigung der Schalengerichte/Zornesschalen in Off 16,1–21 sein.
Allerdings wird mit dem „ewigen Evangelium” offensichtlich auch auf die vergangenen bisher
zweitausend Jahre Bezug genommen.
– Off 14,8: bezieht sich auf das Gericht über Babylon und damit auf
Off 19,1–5
– Off 14,9–13: bezieht sich auf die Tieranbeter und damit auf die
Zeit des Antichrists in Off 13,15–17 und des kommenden Zornes Gottes (Schalengerichte)
– Off 14,14–20: handelt vom Kelter des Zornes Gottes (Off 14,19–20)
ebenso wie Off 19,11–21 und bezieht sich somit auf die Schlacht von Harmagedon, wo der
Herr mit seinem himmlischen Heer den Antichrist mit seinen Heeren schlägt.
Wie man sieht, ist es hier relativ schwierig, die chronologische Ordnung für Off
14,6–7 zu interpretieren. Es ist hingegen auffällig, dass in diesem Kapitel das Kapitel 19 der
Offenbarung lückenlos angesprochen wird und daher ist der Schluss zulässig, dass zumindest diese
Stellen in Off 14 Vorankündigungen auf die Ereignisse von Kapitel 19 darstellen.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Gott hat zwar nicht vor, jeden einzelnen Menschen letztendlich mit sich zu
versöhnen und in sein Reich zu holen. Wer in seinen Sünden bleibt und von Gott nichts wissen
will, den wird er wohl nicht zu sich holen. Doch er hat ebensowenig Interesse daran, die
Gottlosen ewig zu quälen. Er läßt den Menschen die freie Wahl: Wer sich für ihn entscheidet,
der bekommt das ewige Leben. Und wer sich gegen ihn entscheidet, der bekommt...Nein, er bekommt
nicht auch ewiges Leben, nur daß es Qualen sind. Er bekommt den ewigen Tod. Das Nichts. Das ist
die Strafe für seine Sünden: Er muß sehen, daß die paar Jahre, die er auf Erden verbracht
hat, alles gewesen ist. Er muß sehen, daß er ein ewiges Leben in absoluter Glückseligkeit
hätte haben können, wenn er in seinem unvollkommenen irdischen Dasein nur anständig gehandelt
hätte. Diese Chance ist nun vorbei. Gleich wird er ausgelöscht. Er hatte die freie
Auswahlmöglichkeit. Er konnte sich für oder gegen Gott entscheiden. Und das ist wahrlich eine
freie Entscheidung, ganz im Gegensatz zur Version der Höllenlehrevertreter. Ich meine, in wie
weit wäre es denn eine freie Wahl, wenn ich bei einer der beiden Alternativen damit rechnen
müßte, ewig gequält zu werden? Wenn ich zu jemandem sage: „Gib mir Dein Geld oder ich hau
Dir eine rein”, hab ich ihm dann eine freie Wahl gelassen? Eben nicht. Ich habe ihm nur eine
Möglichkeit gelassen, die er in Anspruch nehmen kann, ohne von mir negative Konsequenzen
befürchten zu müssen. Alles andere würde dazu führen, daß ihm Leid zugefügt wird. Würde
ich dann sagen: „Hey, ich hab ihn zu nichts gezwungen. Es war seine Entscheidung, mir das Geld
zu geben oder nicht”, wäre das der reinste Hohn. Wie kann man dann also behaupten, es wäre
eine freie, zwanglose Entscheidung, ob man Gott gehorcht, wenn man bei einer dieser beiden
Möglichkeiten bestraft wird und ewig zu leiden hat? Nein, den Menschen, die sich gegen Gott
entschieden haben, ein gnädiges Ende zu geben, das bedeutet wahre Barmherzigkeit. Und diesen
Leuten kurz vor ihrem Ende nochmal zu zeigen, was sie hätten haben können, auf daß sie die
letzten Momente zähneknirschend verbringen, das ist wahre Gerechtigkeit.
(Dieser Auszug wurde der Abhandlung „Gibt es eine Hölle?” von Denny R. Walter entnommen)
Denny R. Walter denny_r._walter@web.de
In der obigen Aussage von D. Walter:
„Ich meine, in wie weit wäre es denn eine freie Wahl, wenn ich bei
einer der beiden Alternativen damit rechnen müßte, ewig gequält zu werden?”
lässt sich die völlig falsche Einschätzung des Wesensinhaltes einer freien
Entscheidung erkennen. Hier wird die freie Wahl bei der Entscheidung mit der Qualität der
Alternativen verwechselt.
Eine freie Wahlmöglichkeit liegt immer dann vor, wenn zwei oder mehrere Alternativen zur Verfügung
und damit zur Auswahl stehen – unabhängig von der Qualität dieser Alternativen für die wählende
Person. Dabei kann es sich naturgemäß entweder um zwei schlechte Alternativen, um zwei gute
Alternativen oder um eine gute und eine schlechte Option handeln, zwischen welchen gewählt werden
kann – wie bei der Entscheidung ewiges Leben oder ewige Verdammnis.
Wie nun leicht zu erkennen, gibt es in dem, im obigen Kommentar verwendeten Beispiel nur negative
Alternativen: entweder der Überfallene verliert sein Geld oder er bekommt Schläge. Es ist also
eine Wahl zwischen zwei Übeln. Die anschließende Aussage des Autors:
„Wenn ich zu jemandem sage: ,Gib mir Dein Geld oder ich hau Dir eine
rein, hab ich ihm dann eine freie Wahl gelassen? Eben nicht”
ist daher absolut falsch. Natürlich hatte er eine freie Wahl – wenn auch zwischen
der sprichwörtlichen „Pest und Cholera”.
Nachdem aber bei der Frage „ewiges Leben oder ewige Verdammnis” zwischen zwei qualitativ
gegensätzlichen Alternativen zu wählen ist, ist dieses Beispiel für unser Thema völlig
ungeeignet. Wenn man es schon verwenden wollte, hätte man den Überfallenen vorher warnen müssen,
nicht in die Nähe des Kommentators zu kommen, da er sonst mit Sicherheit ausgeraubt wird. Dann
hätte er die freie Wahl gehabt hinzugehen oder fernzubleiben.
Und dann versteigt sich der Autor zur Behauptung:
„Wie kann man dann also behaupten, es wäre eine freie, zwanglose
Entscheidung, ob man Gott gehorcht, wenn man bei einer dieser beiden Möglichkeiten bestraft wird
und ewig zu leiden hat?”
Mit dieser Geisteshaltung würde er dann auch dem Richter, der ihn für den von ihm
oben als Beispiel geschilderten Überfall bestrafen würde, sagen, dass er sich zwischen Ehrlichkeit
und Verbrechen nicht frei und zwanglos entscheiden konnte, weil er für dieses Verbrechen jetzt
bestraft wird und ins Gefängnis muss. Hier zeigt sich nicht nur eine absolut falsche Sicht einer
freien Entscheidung sondern auch eine völlige Fehleinschätzung von Recht und Unrecht.
Die letzten Aussagen schließlich von D. Walter im obigen Auszug:
„Nein, den Menschen, die sich gegen Gott entschieden haben, ein
gnädiges Ende zu geben, das bedeutet wahre Barmherzigkeit. Und diesen Leuten kurz vor ihrem Ende
nochmal zu zeigen, was sie hätten haben können, auf daß sie die letzten Momente zähneknirschend
verbringen, das ist wahre Gerechtigkeit.”
lässt zudem auch noch die Unkenntnis des Autors über Barmherzigkeit und
Gerechtigkeit Gottes erkennen. Manche Schriftausleger meinen, den Geschwistern in den Gemeinden von
der unendlichen und bedingungslosen Liebe Gottes predigen zu müssen. Man argumentiert in diesem
Zusammenhang mit der Tatsache, dass Gott in seiner Liebe seinen einzigen Sohn am Kreuz sterben
ließ, um die Sünder zu retten. Das ist natürlich – dem Herrn sei Dank – völlig richtig. Doch das
ist ja nur der eine Teil der Geschichte. Das sind sozusagen die „good news”. Wer sich wirklich
für die Hintergründe von Gottes Handeln interessiert, wird sich weitere Fragen stellen:
o Warum müssen Sünder errettet werden? Genügt die angeblich „unendliche und
bedingungslose Liebe” Gottes nicht, um sie alle taxfrei ins Himmelreich
eingehen zu lassen?
o Warum musste ausgerechnet der Sohn Gottes am Kreuz sterben, um die Sünder zu retten?
Ist diese „unendliche und bedingungslose Liebe” Gottes zu seinem Sohn
geringer als zu den Sündern?
o Und schließlich: wovor müssen die Sünder errettet werden? Ist Gott nicht
allmächtig, so dass er in seiner „unendlichen und bedingungslosen Liebe”
alle Menschen vor allen Gefahren beschützen kann?
(Siehe auch den Diskurs 30: „Warum musste Jesus am
Kreuz sterben?”)
Und erst hier wird klar, was diese Sonnescheinprediger gerne überspringen, weil sie
mit den Antworten auf diese Fragen eingestehen müssten, dass eine echte Bekehrung zum wahren
Christentum weit mehr ist als „Sag ja zu Jesus”. Es sind die „bad news” von welchen diese
Prediger nicht gerne sprechen, über welche uns die Bibel jedoch nicht im Unklaren lässt.
o Die Sünder müssen gerettet werden, weil nach der Gerechtigkeit Gottes jedes
Vergehen gegen seine Gebote – also jede Sünde – als Strafe den Tod des
Sünders zur Folge hat. Im Alten Bund hat Gott in seiner Gnade gestattet,
dass stellvertretend für das Leben des Sünders, das Leben eines Tieres geopfert werden darf.
Röm 1,28 Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis
festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt:
1,29 erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord,
Streit, List, Tücke; 1,30 Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige,
Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame, 1,31 Unverständige, Treulose, ohne
natürliche Liebe, Unbarmherzige. 1,32 Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, daß die,
die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern
haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun. Röm 1,28–32;
Röm 6,23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe
Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Röm 6,23;
o Der Sohn Gottes musste am Kreuz sterben, weil Gott im Neuen Bund der
vielen Opfer überdrüssig war und in seiner Liebe den Menschen dennoch eine
Möglichkeit anbieten wollte, gerettet zu werden. Doch die Gerechtigkeit
Gottes forderte auch hier ein angemessenes Opfer für die Schuld aller Sünder dieser Welt. Und
um dieser Gerechtigkeit Gottes Genüge zu tun, gab es keine andere
Möglichkeit, als dass sich Gott selbst in seinem Sohn Jesus Christus als
Loskaufopfer für alle Menschen darbrachte.
Jh 3,16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen
eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Jh 3,16;
Hbr 9,13 Denn wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer
jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinheit des Fleisches heiligt, 9,14 wieviel mehr
wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als Opfer ohne Fehler Gott
dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dient!
Hbr 9,13–14;
Hbr 9,26 – sonst hätte er oftmals leiden müssen von Grundlegung der
Welt an –; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter offenbar geworden, um durch
sein Opfer die Sünde aufzuheben. 9,27 Und wie es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben,
danach aber das Gericht, 9,28 so wird auch der Christus, nachdem er einmal geopfert worden ist,
um vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Male ohne Beziehung zur Sünde denen zum Heil
erscheinen, die ihn erwarten. Hbr 9,26–28;
o Wer nun dieses Loskaufopfer für seine eigenen Sünden annimmt und an
den Sohn Gottes als seinen Heiland und Retter glaubt, ist errettet. Wer es nicht annimmt oder
zurückweist, ist beim Gericht wegen seiner unvergebenen Sünden schuldig und geht in die ewige
Verdammnis.
Jh 3,18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht
glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Jh 3,18;
Jh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn
nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Jh
3,36;
Wie man sieht, genügt es nicht nur „ja” zu Jesus zu sagen. Ich muss erkennen,
dass ich ein Sünder und nach der Gerechtigkeit Gottes in Ewigkeit verloren bin. Ich muss erkennen,
dass ich mich weder selbst, noch dass mich sonst irgend etwas auf dieser Welt vom Zorn Gottes
erretten kann. Nur der Glaube an den Sohn Gottes und die Annahme seines Loskaufopfers für meine
Sünden ist die einzige Möglichkeit, der Verdammnis zu entrinnen.
Und so können wir auch erkennen, dass die Liebe und Barmherzigkeit Gottes weder unendlich noch
bedingungslos ist. Das wäre eine blinde Liebe und eine falsche Barmherzigkeit. Die Liebe Gottes
endet dort, wo seine Gerechtigkeit beginnt. Daher hat uns Gott in seiner Liebe und Gnade im
Kreuzestod seines Sohnes eine Möglichkeit angeboten, durch die Annahme dieses stellvertretenden
Opfers für unsere Sünden vor seiner Gerechtigkeit bestehen zu können. Wenn also Gott seinen
einzigen und geliebten Sohn dahingegeben und aus Liebe zu den Menschen geopfert hat, um sie zu
erretten, hat er das getan, weil seine Gerechtigkeit dieses Opfer für die Sünden der Menschen
erforderlich machte.
Wenn nun Gott in seiner Gerechtigkeit sogar seinen Sohn nicht schonen konnte, wieso kann dann
irgendjemand glauben, dass Gott jenen Menschen, welche sein Angebot ausgeschlagen und sich geweigert
haben, dieses Loskaufopfer seines Sohnes anzunehmen, eine Barmherzigkeit erweisen und ihnen ein
gnädiges Ende bereiten würde? Wer die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit Gottes in seinem Erdenleben
zurückweist, kann dann im Gericht nur mehr mit der absoluten Gerechtigkeit Gottes rechnen.
Und was wäre das auch für eine Gerechtigkeit gegenüber den christlichen Überwindern, welche in
Verfolgung und Not ausharrten und auf Gott vertrauten, wenn die Gottlosen und Götzendiener, die
sich gegen Gott erhoben haben und das Volk Gottes verfolgt und gepeinigt haben, dann im Gericht mit
einem schnellen „gnädigen Ende” ohne Strafe davonkommen würden? Warum sollte Gott den
Verfluchten und Kumpanen Satans gegenüber gnädig sein, wenn diese sein Volk auf Erden gequält und
getötet haben? Genau das wäre die absolute Ungerechtigkeit! Nicht umsonst rufen sie Seelen der
Märtyrer in Off 6,9:
Bis wann richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?
Off 6,9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar
die Seelen derer, die geschlachtet worden waren um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses willen,
das sie hatten. 6,10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Bis wann, heiliger und
wahrhaftiger Herrscher, richtest und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?
Off 6, 9–10;
Und die göttliche Antwort ist nicht etwa der Hinweis auf ein schnelles Ende ihrer
Mörder, sondern es heißt: „Und es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kurze Zeit abwarten
sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet seien, die ebenso wie sie getötet
werden sollten”.
Off 6,11 Und es wurde ihnen einem jeden ein weißes Gewand gegeben; und
es wurde ihnen gesagt, dass sie noch eine kurze Zeit abwarten sollten, bis auch ihre Mitknechte und
ihre Brüder vollendet seien, die ebenso wie sie getötet werden sollten. Off 6,11;
Es wird hier also keine falsche Barmherzigkeit geben, sondern absolute
Gerechtigkeit. Gott wird das Blut der Seinen an ihren Mördern rächen. Und das wird kein „gnädiges
Ende” und „schnelles Auslöschen”, sondern ewige Qual und Verdammnis fernab von Gott sein.
Abschließend noch ein Kommentar von dem Prediger und Pastor Wilhelm Busch über die Hölle:
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Die Hölle ist der Ort, wo man Gott wirklich endgültig los ist. Da werden Sie
nicht mehr eingeladen. Da ruft Sie nichts mehr. Da wollen Sie vielleicht beten, aber dann
können Sie nicht mehr. Da wollen Sie vielleicht den Namen Jesus anrufen, aber er fällt Ihnen
nicht mehr ein. Sie brauchen die Botschaft, die ich Ihnen sage, nicht anzunehmen. Sie können's
lassen, sich zu Jesus zu bekehren. Aber machen Sie sich klar, dass Sie damit die Hölle wählen!
Sie haben die völlige Freiheit!
Wilhelm Busch (1897–1966) war Jugendpfarrer in Essen, Evangelist, Prediger, Schriftsteller und
Autor.
Dieser Auszug ist dem Buch „Jesus unser Schicksal”, von W. Busch, Schriftenmissions–Verlag
Gladbeck/Westfalen entnommen. ISBN 3–7958–0364–0
(Siehe auch den Diskurs 55: „Warum lässt Gott das
Leid zu?”)