Wer ist „der, welcher jetzt zurückhält” aus 2The
2,7? / Anonym 00, 2011-08-19
Wird der Heilige Geist vor dem Antichristen
hinweggenommen werden? / Buch W.J. Ouweneel, Seite 102)
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Sehr geehrter Hr. Horak! Zunächst danke ich Ihnen für Ihre so gründliche
Internetseite Immanuel.at. Seit einigen Monaten lese ich staunend darin, vergesse aber immer
wieder meine Fragen, weil ich mich direkt schon wieder an der nächsten interessanten Thematik
festgebissen habe.
So habe ich mich nun entschlossen einfach einmal mit einer Frage anzufangen zu folgender
Bibelstelle:
2.Thessalonicher 2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es
sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist;
Sie zitieren diese Bibelstelle in ihrem Zusammenhang in verschiedenen Artikeln. Nur gehen Sie
auf "den, der jetzt zurückhält", nicht ein. Diese Stelle war, wenn ich mich recht
erinnere, für Dave Hunt u.a. ein Indiz dafür, dass die Entrückung vor der großen Trübsal
stattfinden muss. Für Dave Hunt (ich glaube es war Dave Hunt) war nämlich "der, der
jetzt zurückhält" der heilige Geist in Form der Gemeinde, die erst aus dem Weg (also
entrückt) sein muss, bevor der Antichrist sich im Heiligtum des Tempels positionieren kann.
Ich habe vor einigen Jahren "die Okkulte Invasion" von Dave Hunt gelesen. Wenn ich
jetzt das Zitat in seinem Buch suchen wollte, würde ich wahrscheinlich nie dazu finden, einfach
einmal zu beginnen, Ihnen meine Fragen zu stellen. Ich bin sehr begierig nach Ausführungen wie
den Ihren, denn so gut erklärt und belegt bekommt man selten etwas. Möglicherweise ist es auch
die Argumentation von Roger Liebi gewesen und nicht die von Dave Hunt. Damals forschte ich
nämlich nach Indizien dafür, ob die Zeichen- und Wunderbewegung heute zur Verführung gehört,
oder von Jesus Christus ausgeht. Dazu las ich mehrere Autoren. Egal von wem, diese Argumente
haben mich beruhigt, mich und meine Kinder in der Zukunft nicht in der großen Trübsal zu
befürchten.
Wer ist also in Ihren Augen „der, welcher jetzt zurückhält”?
Es ist doch der Antichrist, der von diesem jetzt zurückgehalten wird, oder erliege ich auch an
dieser Stelle einem Missverständnis?
Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort und hoffe, Ihnen dann auch noch weitere Fragen stellen zu
dürfen. Mein Problem ist, dass ich hastig, viel aufnehmen will und danach nicht mehr alle meine
Fragen sortiert bekomme. Ferner finde ich dann die Stellen nicht mehr, auf die ich mich gerne
beziehen würde. Aber ich bin auch keine Wissenschaftlerin oder Theologin und habe auch noch nie
wirklich wissenschaftlich oder analytisch gearbeitet. Damals, als ich Dave Hunt las, hatte er
mich durch seine Argumentation überzeugt von der Entrückung vor der Trübsal. Auch blieb mir
das Argument bis heute hängen, dass wenn sie heiraten, und mahlen und schlafen, es keine
Bedrängniszeiten sein können, sondern Zeiten des Friedens, wenn die Entrückung stattfindet,
sonst würden sie nicht ihren normalen Gewohnheiten nachgehen. Wenn es sich um Zeiten der
Christenverfolgung handeln würde, dann wären die Christen sicher schon in irgendwelchen KZs
und würden nicht neben einem Nichtchristen im Bett liegen oder mahlen… Auch die Tatsache,
dass Er kommt, wie ein Dieb, hielt Dave Hunt nicht in Zeiten für möglich, wo die Seinen ihn
sehnlichst erwarten, aufgrund ihrer Pein. Aber vielleicht kommt er ja nur für die Ungläubigen
wie ein Dieb?
(…) Mir hat man seit meiner Bekehrung halt immer gesagt; der Herr Jesus könnte jeden Tag
wieder kommen und uns entrücken. Es würden da keine Voraussetzungen mehr fehlen. Das ist auch
die Lehrmeinung meiner FeG.
Die Besucherin will anonym bleiben.
Danke für Ihren Besuch bei Immanuel.at, Ihre freundlichen Worte und Ihren Kommentar. Sie sehen das völlig richtig, diese Bibelstelle wird bei Immanuel.at öfter zitiert, aber aufgrund fehlender neuer Erkenntnis nicht weiter erklärt. Bei der Interpretation des Textes von 2The 2,1-12 ist ja gerade dieser Vers, 2The 2,7, schon seit dem vorigen Jahrhundert sehr umstritten. Im Zusammenhang mit Ihrer Anfrage und der neuerlichen Befassung nach mehreren Jahren, hat sich aber nun eine neue Sichtweise ergeben, welche einerseits die bisherige umstrittene Auslegung widerlegen und eine schriftgemäßere Deutung anbieten kann. Zur besseren Übersicht hier einmal der Bibeltext:
Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit offenbart sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist.
2The 2,1 Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn
Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, 2,2 dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn
erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als
seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. 2,3 Dass niemand euch auf irgendeine Weise
verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch
der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich widersetzt und
sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in
den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei. 2,5 Erinnert ihr euch nicht, dass ich
dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? 2,6 Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er
zu seiner Zeit geoffenbart wird.
2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis
der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist; 2,8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart
werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die
Erscheinung seiner Ankunft; 2,9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit
jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge 2,10 und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit
für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Errettung nicht
angenommen haben. 2,11 Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der
Lüge glauben, 2,12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern
Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit. 2The 2, 1-12;
Um die Frage der Besucherin bezüglich Vers 2The 2,7 zu beantworten, müssen wir
aber erst einmal den Kontext dieser Bibelstelle beachten. Paulus schreibt den Thessalonichern hier
anscheinend aufgrund eines Berichts, der ihn erreicht hat. Demnach sollen in Thessaloniki Gerüchte
verbreitet worden sein, welche behaupten, der Tag der Wiederkunft des Herrn mit der Entrückung der
Seinen sei bereit da. Nachdem man für diese betrügerischen Behauptungen sogar einen angeblichen
Brief des Paulus mit dieser Aussage zitierte, waren die christlichen Gläubigen in Thessaloniki
verständlicherweise verwirrt und geängstigt, da die Entrückung - wie sie meinten - bereits
erfolgt sei und sie ja offensichtlich nicht mitentrückt wurden.
Wenn man nun den Text genau liest, ist zu erkennen, dass Paulus hier die Geschwister beruhigt und bestätigt, dass dieser Tag der Wiederkunft des Herrn und der Entrückung der Gläubigen noch nicht gekommen ist. Und zum Beweis schildert er ihnen dann einen genauen Ablauf dieser endzeitlichen Ereignisse.
Der Tag der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm.
2The 2,1 Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn
Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, 2,2 dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn
erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als
seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. 2The 2, 1- 2;
Nachdem Paulus die Thessalonicher warnt, sich ja nicht - durch welche "Botschaften" auch immer - verführen zu lassen, beweist er ihnen, dass dieser Tag noch gar nicht da sein kann, da zuvor noch ein unverkennbares und unübersehbares Ereignis stattfinden muss: der Abfall (von Gott) - die große Trübsal - muss zuerst kommen und mit ihm der Mensch der Gesetzlosigkeit - der Antichrist - geoffenbart werden.
Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens;
2The 2,3 Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser
Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit
geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich widersetzt und sich überhebt
über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes
setzt und sich ausweist, dass er Gott sei. 2The 2, 3- 4;
Der Tag des Offenbarwerdens unseres Herrn Jesus Christus.
1Kor 1,4 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade
Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus: 1,5 In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden,
in allem Wort und aller Erkenntnis, 1,6 wie denn das Zeugnis des Christus unter euch gefestigt
worden ist. 1,7 Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbarwerden
unseres Herrn Jesus Christus erwartet, 1,8 der euch auch festigen wird bis ans Ende, so dass ihr
untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus. 1,9 Gott ist treu, durch den
ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. 1Kor 1, 4-
9;
So wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.
Lk 17,24 Denn wie der Blitz blitzend leuchtet von einem Ende unter dem
Himmel bis zum anderen Ende unter dem Himmel, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.
Lk 17,24;
Es muss also zuerst der Antichrist und die Große Trübsal kommen, bevor der Herr zur Entrückung wiederkehrt. Das ist der eindeutige Beweis dafür, dass es daher keine Entrückung vor der Großen Trübsal (Prätribulationismus) gibt, sondern, dass auch die Gemeinde Christi durch die Große Trübsal gehen muss. Auch unser Herr offenbart uns in seiner Endzeitrede in Mt 24 und 25 genau diese Reihenfolge:
Nach der Bedrängnis jener Tage werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken.
Mt 24,29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird
die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom
Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. 24,30 Und dann wird das
Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des
Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit
großer Macht und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem
Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von
dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende. Mt 24,29-31;
Wie uns der Text oben: „sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den
Wolken des Himmels” besagt, geht es auch hier um die Wiederkunft des Herrn. Und die Verheißu8ng
im Anschluss: „Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine
Auserwählten versammeln”, bestätigt uns, dass es sich auch hier um die Wiederkunft des Herrn zur
Entrückung der Seinen handelt.
Und hier sagt uns nun der Herr in Mt 24,29, daß er „gleich nach der Bedrängnis jener Tage”
– also nach der Großen Bedrängnis/Trübsal, welche er in Mt
24,21 ankündigt - kommen wird. Es ist also für den aufmerksamen Bibelleser schon gar nicht
besser zu beweisen, dass die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung nach der Großen
Trübsal erfolgen wird und nicht vorher.
(Siehe auch Diskurs 106: „Die
falschen Lehren in den christlichen Gemeinden.”)
Es ist daher auch unverantwortlich von manchen Predigern in den christlichen
Gemeinden, dass sie aufgrund ihrer Bequemlichkeit, die Bibel selbst zu studieren – denn
Absicht möchte ich hier gar nicht unterstellen –, die Geschwister in die Irre führen, indem
sie einfach das nachplappern, was ihnen andere seit fast hundert Jahren vorgeplappert haben.
Die große Gefahr dabei ist ja, dass der Antichrist (die griechische Vorsilbe „anti” kann
ja sowohl „gegen” als auch „anstatt” bedeuten) als „Anstattchristus” kommen wird. Er
wird behaupten der echte Christus, der echte Messias zu sein und wird unseren Herrn Jesus Christus
als Betrüger und Gotteslästerer beschimpfen, wie das die Juden ja bereits seit fast 2000 Jahren
tun, seitdem es Kaiphas, ihr Hohepriester, bei der Verurteilung des Herrn zum Tod, das erste Mal
ausgesprochen hat (Mt
26,63-66). Aber auch die Antitrinitarier unserer Zeit bemühen sich bereits fleißig, die
Göttlichkeit unseres Herrn zu leugnen und ihn als Mensch "Jeschua" zu deklassieren, was
der Antichrist später natürlich gerne bestätigen wird.
(Siehe auch Diskurs 107: „Die geleugnete, die
falsche katholische und die echte biblische Dreieinigkeit.”)
Christus Jesus, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein.
Phil 2,5 Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus
war, 2,6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich
zu sein. 2,7 Aber er machte sich selbst zu nichts und nahm Knechtsgestalt an, indem er
den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, 2,8 erniedrigte
er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. 2,9 Darum hat Gott ihn auch
hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, 2,10 damit in dem Namen Jesu
jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, Phil 2, 5-10;
Das ist der Antichrist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus (der in Gestalt Gottes war) im Fleisch gekommen ist.
2Jh 1,7 Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die
nicht bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der
Antichrist. 1,8 Seht euch vor, dass ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen
Lohn empfangt. 1,9 Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott
nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn. 1,10 Wenn jemand zu euch kommt
und bringt diese Lehre nicht, so nehmt ihn nicht ins Haus und grüßt ihn auch nicht. 1,11 Denn wer
ihn grüßt, der hat teil an seinen bösen Werken. 2Jh 1, 7-11;
Das ist der Antichrist, der leugnet, dass Jesus der Christus ist.
1Jh 2,22 Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass
Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 1Jh 2,22;
Und dann werden alle jene christlichen Geschwister in den FeGs und anderen Gemeinden, die, wie uns die Kommentatorin oben schreibt, von ihren Predigern gelehrt wurden: „der Herr Jesus könnte jeden Tag wieder kommen und uns entrücken - es würden da keine Voraussetzungen mehr fehlen”, diesen falschen Christus mit Freuden begrüßen und als den Sohn Gottes anbeten. – Übrigens auch die Juden, welche ihn als ihren Messias bejubeln werden.
Ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge.
2The 2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur
offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist; 2,8 und dann wird der
Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und
vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; 2,9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit
des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge. 2The 2, 7- 9;
Und ebenso, wie heute falsche Prediger den Geschwistern in den Gemeinden einreden, dass die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 die "Sammlung Israels durch Gott" war und damit biblische Prophezeiungen, welche sich erst am Beginn des Tausendjährigen Reiches unseres Herrn Jesus Christus ereignen werden, in die Gegenwart verschieben, wird dann vielleicht auch der Antichrist mit der Zeitverschiebung operieren und verkünden, dass die Entrückung verschoben ist, bis er auf Erden alles "geregelt" hat. Und sie werden ihm alle glauben, denn er wird Wunder über Wunder und Zeichen über Zeichen bewirken und die ganze Welt wird staunen.
Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben,
2The 2,9 ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt
mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge. 2,10 und mit jedem Betrug der
Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu
ihrer Errettung nicht angenommen haben. 2,11 Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft
des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, 2,12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit
nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit. 2The 2, 9-12;
Schließlich finden wir bei genauer Betrachtung dieses Textes von Paulus auch noch einen weiteren unwiderlegbaren Hinweis dafür, dass die Wiederkunft des Herrn und damit die Entrückung erst nach der Großen Trübsal erfolgen wird. In Vers 8 des hier diskutierten Textes prophezeit Paulus, dass der Gesetzlose - der Antichrist - von unserem Herrn Jesus Christus bei seiner Ankunft vernichtet wird.
Der Gesetzlose, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes bei seiner Ankunft;
2The 2,8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der
Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner
Ankunft; 2The 2, 8;
Wenn also der Antichrist bei der Wiederkunft des Herrn zur Entrückung vom Sohn
Gottes beseitigt wird, muss der Antichrist ja davor die Welt beherrscht haben und damit die Große
Trübsal stattgefunden haben. Und damit haben wir wieder den Beweis, dass die Große Trübsal und
der Antichrist zeitlich vor der Wiederkunft des Herrn und der Entrückung einzuordnen sind.
Bei all diesen biblischen Beweisen wäre es also tatsächlich eine Art "Irrwahn", wie
Paulus oben schreibt, zu glauben - und zu predigen -: „der Herr Jesus könnte jeden Tag wieder
kommen und uns entrücken - es würden da keine Voraussetzungen mehr fehlen” und damit die Zeit
der Großen Trübsal für die Gläubigen zu unterschlagen und das Erscheinen des Antichrists den
Geschwistern zu verheimlichen.
(Siehe auch Diskurs 71: „Ist das nächste größte
Ereignis der Weltgeschichte für die Gläubigen die Entrückung?”)
Nachdem wir aber davon ausgehen, dass die meisten Prediger dies nicht wissentlich
falsch verkündigen, wollen wir versuchen zu ergründen, wieso sich - trotz zahlreicher biblischer
Gegenbeweise - eine derartige Sicht so lange halten und fast weltweit verbreiten konnte. Ein
Beispiel dafür ist vielleicht das von der Kommentatorin zitierte Argument des amerikanischen
Predigers und Autors vieler Bücher Dave Hunt (sollte sie es tatsächlich bei ihm gelesen
haben). Sie schreibt oben:
„(…) als ich u.a. Dave Hunt las, hatte er mich durch seine
Argumentation überzeugt von der Entrückung vor der Trübsal. Auch blieb mir das Argument bis heute
hängen, dass wenn sie heiraten, und mahlen und schlafen, es keine Bedrängniszeiten sein können,
sondern Zeiten des Friedens, wenn die Entrückung stattfindet, sonst würden sie nicht ihren
normalen Gewohnheiten nachgehen. Wenn es sich um Zeiten der Christenverfolgung handeln würde, dann
wären die Christen sicher schon in irgendwelchen KZs und würden nicht neben einem Nichtchristen im
Bett liegen oder mahlen …”
Die Begründung von Dave Hunt, „dass, wenn sie heiraten, und mahlen und schlafen, es keine
Bedrängniszeiten sein können, sondern Zeiten des Friedens” scheint nun doch etwas verwunderlich.
Denkt der Autor etwa, dass die Menschen in der Großen Trübsal nicht essen und nicht schlafen
werden? Und weil er schon die KZs erwähnt: auch in den Konzentrationslagern der Nazis haben die
Menschen natürlich gegessen und geschlafen. Und auch geheiratet wurde im KZ (Heiraten
im KZ)!
Gerade das Argument, dass Gläubige mit Ungläubigen im Bett liegen, belegt ja, dass dies Zeiten
sind, in welchen man sich seinen Bettnachbar nicht aussuchen kann - wie auch einst in den KZs. Warum
sagt wohl der Herr in Lk 21,12:
Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen.
Lk 21,10 Dann sprach er zu ihnen: Es wird sich Nation gegen Nation
erheben und Königreich gegen Königreich; 21,11 und es werden große Erdbeben sein und an
verschiedenen Orten Hungersnöte und Seuchen; auch Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel wird
es geben. 21,12 Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen,
indem sie euch an die Synagogen(!) und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und
Statthalter zu führen um meines Namens willen. Lk 21,10-12; (Siehe auch Mt
10,17-18)
Sind das etwa "Zeiten des Friedens" für die Gläubigen? Oder wer
sollen denn diese Bedrängten dann sein? Vielleicht Juden? Sicher nicht! Um des Namens Christi
willen können nur Christen gehasst und verfolgt werden. Und dann sagt der Herr noch: „Und
wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der
Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.” Diese "Auserwählten", das ist
die Endzeitgemeinde in der Großen Trübsal (Mt
24,22-31).
Und ihnen sagt der Herr, wenn sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke, so sollen sie
aufblicken und ihre Häupter empor heben, weil ihr Erlösung naht. Das heißt ja, dass sie davor
ihre Häupter vor Angst und Verzweiflung gesenkt hielten und der Ankunft des Herrn entgegenharrten.
Deshalb werden das mit Sicherheit keine "Zeiten des Friedens" sein.
Wenn diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.
Lk 21,27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in
einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. 21,28 Wenn aber diese Dinge anfangen zu
geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht. Lk 21,27-28;
(Siehe auch die Tabelle 19: „Die Verfolgung der
Christen in der Endzeit.”)
Doch diese Gleichnisse des Herrn in Lk
17,26-29.34-35
haben vor allem den Sinn, den Jüngern - und der Endzeitgemeinde - den Vorgang der Entrückung
näher zu erklären. Die Wiederkunft des Herrn wird zwar plötzlich erfolgen aber weltweit sichtbar
sein wie ein Blitz, der „leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum anderen” (Lk
17,24). Und dies wird die Ungläubigen ähnlich überraschen, wie die Zeitgenossen Noahs die
Flut und jene Lots die Vernichtung von Sodom überrascht hat: sie werden in ihrem Unglauben
dahinleben und nichts derartiges erwarten. Wie wir sehen, gibt es also auch keine "unsichtbare
Wiederkunft des Herrn", wie uns das manche - insbesondere amerikanische - Prediger einreden
wollen!
Und am Ende seiner Erklärung, in Lk
17,37, fragen dann die Jünger den Herrn etwas verwirrt „Wo, Herr?”, also wo sollen sie sich
hinbegeben, damit sie auch mitgenommen werden. An der Antwort des Herrn erkennen wir nun zweierlei.
Einerseits sieht es so aus, als hätte er ihre Frage gar nicht registriert, sondern von etwas ganz
anderem gesprochen, wenn er sagt: „Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Geier”. Und dennoch
war es genau die Antwort, welche die Jünger – viel mehr aber die Gläubigen der Endzeit
– wissen müssen.
Es scheint, als ob ihnen der Herr damit sagen wollte: „Denkt nicht, dass ihr irgendeinen Ort
aufsuchen müsst. Wenn Gott alle eure Haare gezählt hat und jeden Sperling auf dem Dach kennt,
meint ihr nicht, dass er auch euch und euren Leib unter allen anderen Menschen erkennen kann? Wenn
ich komme, werde ich meine Engel aussenden, um die Meinen einzusammeln. Und ebenso wie die Geier
instinktiv wissen, wo das Aas zu finden ist, werden auch die Engel wissen, wo die Gläubigen zu
finden sind”.
(Siehe auch Diskurs 12: „Muss die Endzeitgemeinde
zur Entrückung einen Bergungsort aufsuchen?”)
Die falsche Sicht des Prätribulationismus' (Wiederkunft des Herrn und Entrückung
der Gemeinde noch vor der Großen Trübsal) hat ihren Ursprung sicherlich einmal in der
Bequemlichkeit mancher Ausleger. Diese falsche Deutung wurde einmal aufgestellt und dann - leider -
von vielen Auslegern mehr oder weniger ungeprüft übernommen. Der Grund hiefür ist natürlich in
erste Linie die Ersparnis an Zeit und Bibelstudium.
Aber es gibt noch einen weiteren, viel schwerwiegenderen Grund. Viele Ausleger sind gleichzeitig
auch Autoren und Prediger und lassen sich für ihre Predigten, Bücher, Vorträge, Kurse und
Seminare auch angemessen bezahlen. Und nun ist es eine Binsenweisheit, dass man mehr Bücher
verkauft, mehr Zuhörer, Kursteilnehmer etc. gewinnt, wenn man dem Publikum "good news",
also frohe Botschaften überbringt. Die Botschaft, dass sie eventuell in eine Große Trübsal gehen
müssten, ist aber natürlich keineswegs "froh". Und daher hat man - ungeachtet der
biblischen Befunde - nach Argumenten gesucht, welche gegen eine solche Auffassung sprechen.
Genau das ist aber der Grund, warum uns Paulus gebietet, uns nicht für unsere Predigten bezahlen zu
lassen, sondern mit unseren eigenen Händen zu arbeiten, wie er es auch selbst praktiziert hat.
Wir ermahnen euch, eure eigenen Geschäfte zu tun und mit euren Händen zu arbeiten, damit ihr niemanden nötig habt.
1The 4,9 Was aber die Bruderliebe betrifft, so habt ihr nicht nötig,
daß man euch schreibt, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben; 4,10 das tut ihr
ja auch gegen alle Brüder in ganz Mazedonien. Wir ermahnen euch aber, Brüder, reichlicher
zuzunehmen 4,11 und eure Ehre darein zu setzen, still zu sein und eure eigenen Geschäfte zu
tun und mit euren Händen zu arbeiten, so wie wir euch geboten haben, 4,12 damit ihr anständig
wandelt gegen die draußen und niemanden nötig habt. 1The 4, 9-12;
Wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch beschwerlich zu fallen.
2The 3,7 Denn ihr selbst wißt, wie man uns nachahmen soll;
denn wir haben unter euch nicht unordentlich gelebt, 3,8 noch haben wir von jemand Brot umsonst
gegessen, sondern wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch
beschwerlich zu fallen. 2The 3, 7- 8;
Paulus - er war Zeltmacher von Beruf (Apg
18,3-5) - besteht also darauf, dass solche Leute nach seinem Vorbild ihrem eigenen, weltlichen
Beruf nachgehen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und nicht den Geschwistern in den Gemeinden
beschwerlich fallen sollen. Wenn sie leitende Funktionen oder Lehre und Predigt in der Gemeinde
ausüben, dann sollte das kostenlos geschehen. Die Ansicht „Was nichts kostet ist nichts wert”
ist rein weltlicher Provenienz und dokumentiert die Dummheit und die Unfähigkeit der Weltmenschen,
die Dinge nach ihrem Inhalt zu beurteilen und die wahren Werte zu erkennen.
Unter Christen jedoch gilt für Leiter, Lehrer und Prediger das einfache Prinzip: Wenn sie ihre
Erkenntnis vom Heiligen Geist haben, dann haben sie es kostenlos erhalten und sollten es auch
kostenlos weitergeben; wenn ihre Erkenntnis jedoch nicht vom Heiligen Geist ist, dann sollten sie es
für sich behalten und nicht auch noch andere Geschwister damit belästigen.
Bei dem Deutungsversuch nun, die Gemeinde nicht durch die Große Trübsal "gehen zu
lassen", ist man dann - wie meistens bei solchen Versuchen - von einer Fehlinterpretation in
eine andere geraten. Im ersten Brief an die Thessalonischer schreibt Paulus vom "Zorn
Gottes":
Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt.
1The 5,9 Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum
Erlangen des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus. 1The 5, 9;
Und daraus wird nun zwar völlig richtig abgeleitet, dass die Gläubigen der Endzeit
nicht den "Tag des Herrn und des Zornes Gottes" miterleben müssten. Doch dann wird -
wieder entgegen den Aussagen der Schrift - der Tag des Herrn und des Zornes Gottes mit der Großen
Trübsal gleichgesetzt und schon hat man ein zwar biblisch falsches aber für die Zustimmung im
Publikum sehr attraktives Argument, um die Entrückung vor diesen "Zorn Gottes" und der
vermeintlichen Großen Trübsal zu verlegen.
Tatsächlich sind die Große Trübsal und der Tag des Zornes Gottes zwei völlig voneinander
getrennte Zeitperioden der Endzeit. Die Große Trübsal umfasst das Auftreten des Antichrists in Off
6,1-2 (1. Siegel), dann die Große Trübsal selbst mit ihren Katastrophen in Off
6,3-8 (2.-4. Siegel) und die Wiederkunft des Herrn zur Entrückung in Off
6,12-14 (6. Siegel). Der Beweis dafür ist die Parallelität der Ereignisse von Mt 24 mit Off 6
und 7 und vor allem die Aussage von Off 7,9-17, wo die Endzeitgemeinde aus der Großen Trübsal
kommend von Johannes bereits im Himmel gesehen wird:
(Siehe auch Diskurs 61: „Ist die Große Trübsal
identisch mit dem Tag des Herrn und des Zornes Gottes?”)
Diese sind es, die aus der großen Trübsal kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes.
Off 7,9 Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, die
niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem
Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen.
7,10 Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und
dem Lamm! 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen
Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an 7,12 und sagten: Amen!
Den Lobpreis und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und
die Stärke unserem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
7,13 Und einer von den Ältesten begann und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern
bekleidet sind - wer sind sie, und woher sind sie gekommen? 7,14 Und ich sprach zu ihm: Mein
Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die aus der großen Trübsal kommen, und
sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes. 7,15 Darum sind
sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt,
wird über ihnen wohnen.
7,16 Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie
fallen noch irgendeine Glut; 7,17 denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten
und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen. Off
7, 9-17;
Es sind Menschen aus allen Nationen der Welt und sie stehen nach der Entrückung im
Himmel, vor dem Thron Gottes. Und von ihnen sagt einer von den Ältesten: „Diese sind es, die aus
der großen Trübsal kommen”. Wenn diese Menschen aus allen Nationen also aus der Großen Trübsal
kommen, dann waren sie zwangsläufig zuvor in der Großen Trübsal und können daher nicht vor der
Großen Trübsal entrückt worden sein. Auch das ist eine Bibelstelle, welche die Vertreter einer
Entrückung vor der Großen Trübsal nicht gelesen oder umgedeutet haben. Und dann schreiben sie
auch noch Bücher und halten Predigten zu diesem Thema.
(Siehe auch: Diskurs 862: „18 Argumente für eine
Entrückung vor der Großen Trübsal - und ihre Widerlegung.”)
Im Gegensatz zum Tag des Zornes Gottes mit seinen Posaunen- und Schalengerichten,
scheint aber die Große Trübsal - die ersten vier Siegel der Offenbarung - noch keine Gerichte
Gottes zu beinhalten. Es sind eher jene weltweiten Katastrophen, welche der Mensch durch seine
Macht- und Profitgier und den Raubbau an unserem Planeten selbst verursacht hat. Der Kampf um die
letzten Ressourcen führt dann offenbar zu jenen Kriegen, in welchen sich „ein Volk gegen das
andere und ein Königreich gegen das andere erheben” wird (Mt
24,7) und wo „die Menschen einander schlachten” (Off
6,4) werden.
(Siehe auch: Diskurs 05: „Die Parallelität der
Ereignisse von Mt 24 und Off 6 und 7.”)
Anschließend an die Große Trübsal und die Wiederkunft des Herrn mit der
Entrückung beginnt der Tag des Herrn/Zornes Gottes in Off
6,15-17 bzw. 8,1-6
(7. Siegel), beinhaltet die Posaunen- und die Schalengerichte in Off
8,7 und 16,1
und findet sein Ende mit der 7. Zornesschale (Off
16,17). Und die Verheißung des Paulus, oben in 1The 5,8: "Denn Gott hat uns nicht zum Zorn
bestimmt", meint nun genau diesen Tag des Zornes Gottes. Dieser ist nicht für die Gläubigen
der Endzeit bestimmt, weil sie lange davor, nach der Großen Trübsal, bei der Wiederkunft des Herrn
entrückt werden sollen.
(Siehe auch Tabelle 14: „Die Offenbarung - nach
Ereignissen gegliedert.”)
Mit der in der obigen Analyse erarbeiteten Erkenntnis, dass die Große Trübsal und der Tag des Zornes Gottes zwei getrennte Ereignisse in der Endzeit sind, speziell aber der biblischen Tatsache, dass die Wiederkunft des Herrn und die Entrückung der Gemeinde erst nach der Großen Trübsal erfolgen wird - können wir uns nun der Interpretation dieser schwierigen Stelle in 2The 2,5-7 zuwenden. Hier noch einmal der Text dieser Verse:
Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit offenbart sich erst, bis der, welcher zurückhält, aus dem Weg ist.
2The 2,5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich dies zu euch sagte, als
ich noch bei euch war? 2,6 Und jetzt wißt ihr, was zurückhält, damit er zu
seiner Zeit geoffenbart wird. 2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur
offenbart es sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist. 2The 2, 5- 7;
Paulus hat sich hier nicht sehr deutlich ausgedrückt und die Sache, um die es ihm
ging, nicht eindeutig bezeichnet. Der Grund dafür dürfte einerseits der Umstand sein, dass Paulus
den Thessalonichern diese Zusammenhänge bereits bei einem früheren persönlichen Aufenthalt
erklärt hat, wie er in Vers 5 schreibt. Andererseits könnte es sein, dass Paulus eine
detailliertere Beschreibung gar nicht für nötig erachtete, weil diese Aussagen ohnehin
selbsterklärend sind, wie wir weiter unten sehen werden.
Aus dieser angeblich "verhüllten" Darstellung schließt aber nun die erste der zwei
"Standardinterpretationen", dass Paulus dies absichtlich nicht schriftlich erwähnt hat,
weil er mit der aufhaltende Sache, das "Was" im Vers 6 (im Griechischen sächlich), die
Ordnung des römischen Staates und mit der aufhaltenden Person, das "Welcher" in Vers 7,
den römische Kaiser gemeint hat und Komplikationen mit den römischen Behörden vermeiden wollte.
Bei dieser Deutung muss man allerdings das Römische Reich neu "auferstehen" lassen, um
seine Existenz in der Endzeit zu erklären.
Doch mit einem derartigen Hintergrund hätte Paulus ja davon ausgehen müssen, dass das Römische
Reich "das" und der römische Kaiser "der", den Gesetzlosen Zurückhaltende
gewesen wäre. Was hier die Vertreter dieser Interpretation wohl übersehen, ist der Umstand, dass
sowohl das Römische Reich, als auch die römischen Kaiser offensichtlich selbst satanische
Hintergründe hatten und daher gar kein Interesse daran haben konnten, das antichristliche
Machtgefüge und seinen Herrscher in irgendeiner Weise zurückzuhalten.
Ganz im Gegenteil, wenn man sich die Weltgeschichte der letzten zweitausend Jahre ansieht, versuchen
die Herrscher dieser Welt - von den römischen Kaisern bis zu Hitler in unserer Zeit - immer wieder
eine solche Weltherrschaft hervorzubringen. Dank dem Wirken des Heiligen Geistes ist es ihnen bisher
aber noch nicht gelungen.
(Siehe auch Diskurs 1042: „Sind alle Regierungen
der Welt von Gott eingesetzt?”)
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Die Verse 6 und 7 (von 2The 2 / Anm. FH) besagen, daß es heute noch eine
„zurückhaltende Macht” in der Welt gibt, sowohl eine Person („er”) als auch eine Sache
(„was”), die die volle Entfaltung des Bösen (den Abfall, die Offenbarung des Antichristen)
zurückhält. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht, bezüglich der Frage, was mit dem „Zurückhalter”
gemeint ist. Es hat keinen Sinn, alle diese Vorschläge hier zu besprechen. Es gibt u. E. nach
nur eine Erklärung, die zeigen kann, was das „was” von Vers 6 als auch der „der” von
Vers 7 ist. Das erste ist die Gemeinde und das zweite ist der Heilige Geist, der seit dem
Pfingsttag in der Gemeinde wie in einem Tempel wohnt. Wenn der Tempel von der Erde weggenommen
ist, wird auch der Heilige Geist nicht mehr in Person auf der Erde wohnen. Die Gemeinde und der
Heilige Geist, der in ihr wohnt, bilden die einzig denkbare Macht, die die volle Entfaltung des
Bösen zurückhalten kann, und die (wie es wörtlich heißt) „aus dem Weg ist”, von der
Bühne verschwindet.
(W. J. Ouweneel, Das Buch der Offenbarung CLV)
Die zweite gängige Interpretation, hier oben von W. J. Ouweneel vertreten, geht
davon aus, dass "das Zurückhaltende" die christliche Gemeinde in der Welt und "der
Zurückhaltende" der Heilige Geist in den Gläubigen ist. Und man argumentiert, dass die
Gemeinde und mit ihr der Heilige Geist, vor der Großen Trübsal entrückt werden und dann der
Antichrist freie Bahn hätte.
In der Analyse weiter oben haben wir jedoch nachgewiesen, dass die Gemeinde tatsächlich erst nach
der Großen Drangsal entrückt wird. Und wie wir weiter unten noch anhand der Bibel beweisen werden,
wird der Heilige Geist nicht nur während der Großen Trübsal, sondern auch noch lange nach der
Entrückung nach der Großen Trübsal auf Erden sein. Die obige Interpretation von W. J. Ouweneel
auf die Gemeinde als die "Zurückhaltende" und den Heiligen Geist als den
"Zurückhalter" kann daher nicht richtig sein.
Gleich im nächsten Vers, 2The 2,8, sagt ja Paulus, der Herr selbst wird bei seiner Wiederkunft zur
Entrückung diesen Antichristen "vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft" und
damit auch die Große Trübsal beenden. Die Gemeinde wird also erst am Ende der Großen Drangsal und
der Herrschaft des Antichrists entrückt und damit kann die Gemeinde - weder in der Großen Trübsal
noch danach (da sie dann schon im Himmel sind) - irgendeine zurückhaltende Funktion ausüben.
Ganz im Gegenteil, wenn wir uns die Aussagen des Herrn über die Große Trübsal ansehen, erkennen
wir, dass gerade die Gläubigen in dieser Herrschaft des Antichrists der größten Bedrängnis
ausgesetzt sein werden.
Denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln;
Mt 10,17 Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an
Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln; 10,18 und auch vor Statthalter und
Könige werdet ihr geführt werden um meines Namens, ihnen und den Nationen zum Zeugnis. 10,19 Wenn
sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch
in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 10,20 Denn nicht ihr seid die
Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet. 10,21 Es wird aber der Bruder
den Bruder zum Tode überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die
Eltern und sie zu Tode bringen. 10,22 Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens
willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. Mt 10,17-22;
Man wird sie um des Namens Christi willen hassen, verfolgen, überliefern und in den
Synagogen geißeln. Einige von ihnen wird man sogar töten. Und diesen Gläubigen in der Großen
Trübsal sagt der Herr in Mt 10,19-20, dass sie nicht besorgt sein sollen, was sie in dieser
Situation reden sollten. Es wird der Heilige Geist sein, der aus ihnen spricht und ihren
lügnerischen Anklägern Antwort geben wird. Und das ist nun wieder der Beweis dafür, dass auch der
Heilige Geist in der Großen Trübsal mit und bei den Gläubigen ist. Was wäre das auch für ein
"Beistand", der die Gläubigen in ihrer größten Bedrängnis allein lässt?
Wenn nun die Vertreter einer Interpretation auf das Römische Reich und den römischen Kaiser ihre
Deutung auf das Wort "jetzt" in 2The 2,7 begründen, weil ja gerade zu Lebzeiten des
Paulus das Römische Reich die damalige Welt beherrscht hat, gilt dieses Argument natürlich auch
für den Heiligen Geist. Der Herr sagt den Jüngern;
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen.
Jh 14,26 Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden
wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt
habe. Jh 14,26;
Wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden.
Jh 16,7 Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, daß
ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber
hingehe, werde ich ihn zu euch senden. Jh 16, 7;
Nach der Himmelfahrt Jesu ist also der Heilige Geist auf die Erde gekommen. Und
damit war auch er zu Lebzeiten des Paulus, zur Zeit dieses zweiten Briefes an die Thessalonicher,
bereits auf Erden. Und beim Heiligen Geist scheint es viel realistischer, dass er das Offenbarwerden
des Gesetzlosen, des Antichristen, zurückhält. Nachdem uns nun aber die falsche Interpretation
einer entrückten Gemeinde vor der Großen Trübsal nicht mehr behindert, sieht es ganz so aus, als
ob der zweite Teil dieser alten "Standardinterpretation", nämlich, dass der
Zurückhaltende in 2The 2,7 der Heilige Geist ist, durchaus richtig wäre.
Wer aber ist das "Was", in 2The 2,6, das zurückhält? Wenn man diese Aussagen des Paulus
in 2The 2,6-7 nicht mutwillig trennen will, erscheint es ziemlich eindeutig, dass Paulus hier gar
nicht von zwei verschiednen Subjekten spricht. In beiden Fällen ist schlicht und einfach ein und
dieselbe Person gemeint. Nämlich der Heilige Geist.
Wobei mit dem "Was" das Wirken (auch im Griechischen Neutrum! Phil 2,13) des Heiligen
Geistes in den Menschen gemeint ist, was zurückhält. Und zwar sowohl in den Gläubigen, als
auch in den Ungläubigen, um bei diesen Letzteren die Ausreifung der Saat des Bösen und den
Auftritt des Antichristen mit der Großen Trübsal vor der von Gott bestimmten Zeit zurückzuhalten.
Und andererseits mit dem "welcher zurückhält" die Person des Heiligen Geistes selbst mit
seinem Wirken als der Zurückhaltende fungiert. Wenn wir uns jetzt diese Aussage des Paulus noch
einmal ansehen, scheint diese Interpretation - auch von den logischen Zusammenhängen her - viel
treffender.
Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit offenbart sich erst, bis der, welcher zurückhält, aus dem Weg ist.
2The 2,5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich dies zu euch sagte, als ich
noch bei euch war? 2,6 Und jetzt wißt ihr, was zurückhält (das
Wirken des Heiligen Geistes in den Menschen), damit er zu seiner Zeit geoffenbart wird.
2,7 Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur offenbart es sich nicht, bis
der, welcher jetzt zurückhält (der Heilige Geist), aus dem Weg
ist; 2,8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird
durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft; 2,9 ihn,
dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und
Wundern der Lüge. 2The 2, 5- 9;
Der Vater wird euch den Heiligen Geist senden, der bleibt bei euch und wird in euch sein.
Jh 14,15 Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; 14,16 und
ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch sei in
Ewigkeit, 14,17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht
sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Jh
14,15-17;
Und nachdem der Heilige Geist auch bis heute und weiterhin auf Erden ist, wie uns
der Herr oben verheißt, können wir damit auch die Frage, wieso der Antichrist bis zum heutigen Tag
und weiter bis zum Beginn der Großen Trübsal zurückgehalten wird, ohne Schwierigkeiten
beantworten. Der Heilige Geist ist nach der Himmelfahrt des Herrn Jesus, zu Pfingsten, auf die Erde
gekommen und ist im Geist jedes Menschen wirksam. Im Geist der Gläubigen zur Heiligung, im Geist
der Gottlosen hält er die Ausreifung der Saat des Bösen zurück. Wenn die von Gott bestimmte Zeit
des Gesetzlosen/Antichristen gekommenen ist, wird der Heilige Geist als Zurückhalter im Geist der
Gottlosen weggetan werden und die Gesetzlosigkeit nimmt ihren freien Lauf.
Wie nun die Prophezeiungen des Herrn, weiter oben, in Mt 10,17-22, beweisen, wird vor der Großen
Trübsal weder die Gemeinde entrückt werden, geschweige denn der Heilige Geist die Erde verlassen,
sondern sowohl die Gemeinde als auch der Heilige Geist werden in dieser Zeit der Bedrängnis auf
Erden sein. Die Endzeitgemeinde wird demzufolge erst nach der Großen Trübsal entrückt. Der
Heilige Geist jedoch wird auch danach noch auf Erden sein, wie wir in den Prophezeiungen der
Offenbarung erkennen können.
Wir haben in Off 11,3-12 - also lange nach der Entrückung in Off
6,12-14/Mt
24,29-31 - die Prophezeiung auf die zwei Zeugen Gottes, welche 1260 Tage in Jerusalem weissagen
werden und Macht haben, verschiedene Plagen über die Erde zu bringen und alle zu töten, die ihnen
schaden wollen. Dies alles dürfte aber ohne das Wirken des Heiligen Geistes in diesen zwei Zeugen
nicht möglich sein.
Diese haben die Macht, die Erde zu schlagen mit jeder Plage, sooft sie nur wollen.
Off 11,3 Und ich werde meinen zwei Zeugen Vollmacht geben, und sie
werden 1260 Tage weissagen, mit Sacktuch bekleidet. 11,4 Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei
Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 11,5 Und wenn jemand ihnen schaden will, so geht
Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand ihnen schaden will, muß er ebenso
getötet werden. 11,6 Diese haben die Macht, den Himmel zu verschließen, damit während der
Tage ihrer Weissagung kein Regen falle; und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu
verwandeln, und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, sooft sie nur wollen.
11,7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, wird das Tier, das aus dem Abgrund
heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen und wird sie überwinden und sie töten. 11,8 Und ihr Leichnam
wird auf der Straße der großen Stadt liegen, die, geistlich gesprochen, Sodom und Ägypten heißt,
wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde. 11,9 Und viele aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und
Nationen sehen ihren Leichnam drei Tage und einen halben und erlauben nicht, ihre Leichname ins Grab
zu legen. 11,10 Und die auf der Erde wohnen, freuen sich über sie und frohlocken und werden
einander Geschenke senden, denn diese zwei Propheten quälten die auf der Erde Wohnenden. 11,11 Und
nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist des Lebens aus Gott in sie, und sie stellten
sich auf ihre Füße; und große Furcht befiel die, welche sie schauten. 11,12 Und sie hörten
eine laute Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: Steigt hier herauf! Und sie stiegen in den Himmel
hinauf in der Wolke, und es schauten sie ihre Feinde. Off 11, 3-12;
Nachdem diese zwei Zeugen am Ende ihres Zeugnisses von dem vom Satan wiedererweckten
- nunmehr dämonischen - Antichristen (Tier aus dem Meer) getötet und 3 1/2 Tage auf den Strassen
Jerusalems liegen werden (Off
11,3-8), kann man den Schluss ziehen, dass erst mit der Auferweckung dieser beiden Zeugen nach 3
1/2 Tagen und ihrer Auffahrt in den Himmel (Off
11,11-12) auch der Heilige Geist die Erde verlässt. Auf jeden Fall gibt es mit dem Beginn der
darauffolgenden Schalengerichte (Zornesschalen Gottes) keinen biblischen Nachweis mehr, dass der
Heilige Geist - sei es jetzt in den Menschen oder überhaupt - auf Erden noch anwesend wäre.
(Siehe auch Diskurs 86: „Der erste und der zweite
Antichrist.”)