Leben wir in der Endzeit? / Artikel Walter Hink,
00 2001-01-28
Wurde Israel 1948 von Gott gesammelt? /
Replik Walter Hink, 00, 2002-06-17
Antidiskriminierungsgesetze: Der Anfang der Wehen?
/ Informationsdienst TOPIC 00, 2008-08-06
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Der größte Tag in der Geschichte Israels neuerer Zeitrechnung war eine Nacht!
Es war die Nacht vom 14. auf den 15 Mai 1948, dem 4. Ijjar des Jahres 5708 nach jüdischer
Zeitrechnung. Atemlose Stille herrschte im Museum von Tel Aviv, als Ben Gurion, der spätere
erste Ministerpräsident des neuen Staates Israel, die Unabhängigkeitserklärung vorlas. In
tiefer Ergriffenheit proklamierte er vor den Ohren der erstaunten Weltöffentlichkeit in
feierlicher Form die Wiederherstellung des Staates Israel. Er sagte unter anderem:
„Zweitausend Jahre haben wir auf diese Stunde gewartet, und nun ist es geschehen. Wenn die
Zeit erfüllt ist, kann nichts Gott widerstehen”.
Prophetie wird Geschichte, Verheißung wird Wirklichkeit. Eine schicksalhafte Entscheidung war
gefallen. Das jüdische Volk, das im Laufe vieler Generationen unendliches Leid erduldet hatte,
war aus der Knechtschaft in die Freiheit getreten. Gläubige Kenner des Wortes Gottes sehen
darin zweifelsohne die Erfüllung prophetischer Verkündigung von der Rückkehr Israels in sein
Land. (...)
Israel wurde zum ertragreichen Agrarland. Die einheimische Lebensmittelerzeugung deckt zum
großen Teil den Bedarf. Seit der Staatengründung 1948 stieg die landwirtschaftliche Produktion
um mehr als das Sechsfache. Seit vielen Jahren werden Zitrusfrüchte und Steinobst in viele
Länder der Welt exportiert. Weltberühmt – und sicherlich auch Ihnen wohlbekannt – sind
Israels Jaffa-Orangen und Grapefruits.
Als die Jünger Jesu ihren Meister nach „Zeichen seiner Zukunft und des Endes der Weltzeit”
fragten (Mat 24,3), gab er ihnen den Hinweis:
„Am Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter
gewinnt, so merket ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet, so
merket, daß er nahe vor der Tür ist” (Matth 24,32-33).
Alle Zeichen unserer Zeit in Verbindung mit Israels Erneuerung, Wiederaufbau und
Wiederanpflanzung deuten auf dieses Feigenbaum-Gleichnis hin. Israel grünt buchstäblich, nicht
nur landschaftlich, sondern auch politisch. Der Sommer ist also nahe. Das ist kein
jahreszeitlicher, sondern ein weltgeschichtlicher Sommer. So ist es keineswegs endzeitliche
Schwärmerei, sondern Ausdruck biblischen Erkenntnis, wenn wir aus der Tatsache der zu neuem
Leben erwachten Nation Israel schließen:
Wir leben in der Endzeit! Wir leben tatsächlich in der Zeit kurz vor der Rückkehr Jesu Christi
zur Erde!
+)Der Auszug ist dem Artikel „Israels Bedeutung in der Endzeit” von Walter Hink auf der
Website von Urchristen - Christadelphian entnommen.
(http://www.christadelphian.de/)
Hier geht es wieder einmal um die Staatengründung in Israel 1948 und ihren
Zusammenhang mit den Prophezeiungen auf die Sammlung und Rückführung des Volkes Israel in der
Bibel.
Wenn Ben Gurion oben mit seiner Aussage zitiert wird: „Wenn die Zeit erfüllt ist, kann nichts
Gott widerstehen”, so muss man natürlich uneingeschränkt zustimmen. Die Frage stellt sich nur,
ob damals die Zeit erfüllt war.
Vergleicht man alle jene Prophezeiungen, welche sich auf die Sammlung Israels in der Endzeit
beziehen, so kann man feststellen, dass keines der verheißenen Kennzeichen, wie z. B.
- die Israeliten werden sich bekehren zum Herrn ihren Gott (Hos
3,4-5)
- sie werden rein sein von all ihren Sünden (Hes 36,33)
- der Geist Gottes wird über sie ausgegossen sein (Jes 32,14-15.44,1-5)
- sie werden in den Geboten Gottes wandeln und danach handeln (Hes 11,19-21)
- ein jeder wird heilig heißen, der aufgeschrieben ist, zum Leben in Jerusalem (Jes 4,2-3)
- Israel wird Haupt unter den Völkern sein (5Mo 28,1; Jer 31,7-9)
weder damals noch bis heute eingetreten ist.
Das heutige Volk Israel ist, wie Röm
11,25 schon sagt, verstockt. Und zwar so lange, bis „die
Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist”. Solange also der Heilsweg Gottes mit den
nichtisraelitischen Völkern nicht beendet ist, wird sich das Volk Israel nicht bekehren und
demzufolge auch nicht die von Gott verheißene Rückkehr in sein Land stattfinden können.
Was seit der Staatsgründung in Israel passiert, ist eine, von menschlichem Willen und Streben
getragene und betriebene Zusammenführung. Das heutige Volk Israel unterscheidet sich in keiner
Weise von den heidnischen Völkern. Es war und ist nicht der Herr, ihr und unser Gott, der sie
geführt hat (Jer
16,15.31,8 etc.). Der Allmächtige hat in Israel weder in der Politik, noch in
der Wirtschaft und in manchen Bereichen nicht einmal in der Religion Einfluss oder Stellenwert.
Viele der heutigen Juden in Israel sind zwar der Herkunft nach, nicht aber der Verheißung nach
Juden. Obendrein ist ein großer Teil der Bevölkerung Israels – speziell die große Masse der
russischen Einwanderer - faktisch religionslos. Es treffen daher auch die alttestamentlichen
Schriftstellen zu, welche das Land Israel in der Endzeit wohl von Menschen bewohnt sehen, jedoch
über die Menschen in Jerusalem klagen, dass sie den Herrn ihren Gott nicht erkennen wollen und
Götzen (Politik, Wirtschaft, Finanz etc.) anbeten.
Und daher ist es nicht erstaunlich, dass auch diese „Sammlung” seit 1948 nicht den
Prophezeiungen der Schrift entspricht. Diese Rückführung geschah durch Theodor Herzl und
seine Zionisten, welche dieses Projekt – sehr erfolgreich – betrieben haben. Die endzeitliche
Sammlung des Volkes Israel wird jedoch durch eine andere Person erfolgen.
Christus wird Jakob zurückbringen und Israel zu seinem Gott versammeln.
Jes 49,1 Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merket
auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im
Schoß der Mutter war. 49,2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mit dem
Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem
Köcher verwahrt. 49,3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich
verherrlichen will. 49,4 Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst
und unnütz, wiewohl mein Recht bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott ist.
49,5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass ich
Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde, - darum bin ich vor dem
HERRN wert geachtet, und mein Gott ist meine Stärke -, 49,6 er spricht: Es ist zu wenig, dass du
mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern
ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seiest mein Heil bis an die Enden der Erde.
Jes 49, 1- 6;
Der obige Text aus Jes 49,1-6 sagt uns, wer Israel zurückbringen und zu seinem Gott
versammeln wird. Es ist unser Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes und der Messias Israels, welcher
nicht nur zum Licht der Heiden geworden ist, sondern in dieser letzten Zeit auch zum Erlöser des
Volkes Gottes aus Israel werden wird. Er wird die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und sie
bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist.
Das augenscheinlichste Kennzeichen dafür, dass diese Rückführung seit 1948 nicht die von Gott
verheißene Sammlung ist, ist der Umstand, dass Israel seit Anbeginn um dieses Land gegen die
Palästinenser kämpfen muss und Tausende von Menschen in diesem bereits fünfzig Jahre dauernden
Krieg auf beiden Seiten getötet worden sind! Das kann nicht der Wille Gottes sein und das ist auch
nicht der Wille Gottes, wie es in der diesbezüglichen Verheißung im AT, bei Hosea 1,7 heißt:
Doch ich rette sie nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg.
Hos 1,7 Aber über das Haus Juda erbarme ich mich und rette sie durch
den HERRN, ihren Gott. Doch ich rette sie nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg,
durch Pferde und durch Reiter. Hos 1, 7;
Die Sammlung der Juden, die ihnen ihr Gott verheißen hat, wird nicht durch Kampf
und Krieg erfolgen – und sie wird vor allem keine fünfzig Jahre dauern.
Eine eingehende Erörterung dieses Themas findet sich im Diskurs 08 und speziell im Kapitel 09.
(Siehe auch den Diskurs 08: „Die Sammlung Israels:
bereits seit 1948 oder erst in der Endzeit?”)
(Siehe auch Kapitel 09: „Die Heimkehr der Erlösten”.)
Und nun schildert der Autor des oben zitierten Artikels die sicherlich beachtliche
Leistung der heutigen Israeliten, welche die landwirtschaftliche Produktion seit 1948 um mehr als
das Sechsfache gesteigert und insbesondere durch den Export von Zitrusfrüchten und Steinobst
weltberühmt wurden.
Diese Fakten bringt er dann in Zusammenhang mit einer Aussage des Herrn in Mt 24,32-33.
So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist.
Mt 24,32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig
schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
24,33 So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist. Mt
24,32-33;
Und er schließt daraus, dass daher der „Sommer” – also die Endzeit – nahe
ist und meint:
„Wir leben in der Endzeit! Wir leben tatsächlich in der Zeit kurz vor
der Rückkehr Jesu Christi zur Erde!”
Wir wollen uns daher den gesamten Kontext dieses Herrenwortes ansehen, um die
Hintergründe besser zu erkennen und den Zusammenhang besser zu verstehen. Beginnen wir mit der
Fragestellung der Jünger am Beginn dieses Textes, in Mt 24,3:
Was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?
Mt 24,3 Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für
sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner
Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Mt 24, 3;
Sie wollten also die Zeichen wissen, welche bei der Wiederkunft des Herrn und der
„Vollendung des Zeitalters” – also dem Ende der weltlichen Reiche und der Aufrichtung des
Friedensreiches des Messias - zu erkennen wären.
Und dann nennt ihnen der Herr einige Zeichen dieser Zeit:
Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.
Mt 24,4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch
niemand verführe! 24,5 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der
Christus! Und sie werden viele verführen.
24,6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn
es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 24,7 Denn es wird sich Nation gegen Nation
erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort
sein.
24,8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. Mt 24, 4- 8;
Folgende weltweiten Ereignisse sind also die Kennzeichen für den Beginn dieser
letzten Zeit vor der Wiederkunft des Herrn:
- Es werden viele Verführer im Namen Christi kommen.
- Man wird von Kriegen und Kriegsberichten hören.
- Nation wird sich gegen Nation und Staat gegen Staat erheben.
- Es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.
Dies alles ist aber noch nicht das Ende, sondern es ist erst der Anfang der Wehen,
wie der Herr in Mt 24,8 sagt. Nach diesen Ereignissen prophezeit der Herr eine schwere Zeit für die
Gläubigen.
Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten.
Mt 24,9 Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch
töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen. 24,10
Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen;
24,11 und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; 24,12 und
weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; 24,13
wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden. 24,14 Und dieses Evangelium des Reiches
wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird
das Ende kommen. Mt 24, 9-14;
- Sie werden als Christen von aller Welt gehasst, ausgeliefert und getötet
werden.
- Es wird viele Kollaborateure geben, die sie verraten werden.
- Es werden viele falsche Propheten kommen und die Menschen verführen.
- Weil die Gesetzlosigkeit zur Norm wird, wird die Liebe erkalten.
- Dennoch wird bis zum Ende das Evangelium gepredigt werden.
Es ist also die Zeit der Trübsal für die Gläubigen und es wird nicht viele geben,
welche sich durch diese Zeit hindurch retten können. Doch wie es scheint, gibt es dann noch eine
Steigerung dieser Bedrängnis. Wenn der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte steht (damit
dürfte der Tempel in Jerusalem gemeint sein) wird die „Große Trübsal” anbrechen.
Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist.
Mt 24,15 Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch
Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht - wer es liest, der merke
auf! -, 24,16 dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen; 24,17 wer auf dem Dach ist, soll
nicht hinabsteigen, um die Sachen aus seinem Haus zu holen; 24,18 und wer auf dem Feld ist, soll
nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. 24,19 Wehe aber den Schwangeren und den
Stillenden in jenen Tagen! 24,20 Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am
Sabbat! 24,21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht
gewesen ist und auch nie sein wird. 24,22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde
kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.
24,23 Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht!
24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen
und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. 24,25 Siehe, ich habe
es euch vorhergesagt. 24,26 Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste! so geht nicht
hinaus! Siehe, in den Kammern! so glaubt es nicht! 24,27 Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und
bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. 24,28 Wo das Aas ist, da
werden sich die Adler versammeln. Mt 24,15-28;
- Der Gräuel der Verwüstung wird an heiliger Stätte stehen.
- Es wird eine große Bedrängnis sein, wie sie noch nie gewesen ist und
nie wieder sein wird.
- Die Gläubigen werden überhastet flüchten müssen.
- Falsche Christusse und falsche Propheten werden große Wunder tun.
(Siehe auch Kapitel 03: „Die Große Trübsal”
Und der Herr warnt die Gläubigen dieser letzten Zeit, sie sollen sich nicht von
Aussagen irreführen lassen, dass der Christus schon gekommen sei. Wenn der Herr kommt, wird er
weder in der Wüste noch in einer Kammer kommen, sondern wie der Blitz am Himmel wird dann die
Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Doch noch ist es nicht die Zeit dieser Ankunft. Nach dieser
Bedrängnis wird zuerst eine große Finsternis auf diese Erde hereinbrechen und die Kräfte dieser
Welt werden ins Wanken geraten.
Die Sonne wird verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben.
Mt 24,29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne
verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel
fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Mt 24,29;
Also:
- Die Sonne wird verfinstert werden und der Mond nicht scheinen.
- Die Sterne werden vom Himmel fallen.
- Die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden
Und erst dann wird das Zeichen des Menschensohnes wie ein Blitz am Himmel
erscheinen.
Sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels.
Mt 24,30 Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel
erscheinen; und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden, und sie werden den Sohn
des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. 24,31
Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten
versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen
Ende. Mt 24,30-31;
- Das Zeichen des Sohnes des Menschen wird am Himmel erscheinen.
- Sie werden den Herrn auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
- Alle Völker der Erde werden wehklagen.
- Er wird seine Engel aussenden, um seine Auserwählten aus der ganzen Welt
einzusammeln.
Das sind nun alle diese Geschehnisse, welche sich – vom Anfang der Wehen bis zur
Wiederkunft des Herrn – ereignen werden. Und weil ihm die Jünger möglicherweise angsterfüllt
und sprachlos gegenüberstanden und sich vielleicht eine genauere Zeitangabe erwartet hatten, gibt
ihnen der Herr einen Hinweis.
So sollt auch ihr,wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist.
Mt 24,32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig
schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
24,33 So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist.
Mt 24,32-33;
Er sagt ihnen, dass ebenso, wie sie an den weichen, saftigen Zweigen eines
Feigenbaums im Frühling erkennen, dass der Sommer nahe ist, werden die Gläubigen in der Endzeit
auch am Fortschreiten dieser Ereignisse erkennen können, dass die Wiederkunft des Herrn und
ihre Erlösung nahe ist.
Das ist also mit dem „dies alles” in der Aussage des Herrn: „So sollt auch ihr, wenn ihr dies
alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist” gemeint.
Wie wir sehen, sind dies weder Aussagen auf
„Israels Erneuerung, Wiederaufbau und Wiederanpflanzung”
noch auf den Umstand, dass
„Israel grünt buchstäblich, nicht nur landschaftlich, sondern auch
politisch”,
vielmehr ist hier überhaupt nicht von Israel die Rede, sondern es sind genau diese
weltweiten Ereignisse der Endzeit, welche der Herr uns prophezeit hat, die wir beobachten sollen, um
dann zu erkennen, ob diese letzte Zeit angebrochen ist oder nicht.
Dieser Text aus Mt 24,32-33, welcher sich auf
- Kriege, Hungersnöte, Erdbeben
- Hass unter den Nationen
- Verfolgung der Christen
- eine große Trübsal, wie sie noch nie dagewesen ist
bezieht, hat daher mit der im eingangs zitierten Artikel herausgestellten
wirtschaftlichen Entwicklung Israels in den letzten 50 Jahren überhaupt nichts zu tun. Die Deutung
dieser Aussage auf Israel hat ihre Grundlage nicht im biblischen Kontext, sondern einzig und allein
in einer willkürlich symbolischen Sicht des Feigenbaumes als „Israel”.
Nun mag es schon sein, dass in manchen Texten Israel als Feigenbaum dargestellt wird. Hier in Mt
24,32-33 ist jedoch der Feigenbaum ganz einfach ein Feigenbaum und nichts anderes. Dies lässt sich
– wie man sieht - sehr einfach durch das Lesen der 31 vorangehenden Verse feststellen.
Und dort erkennen wir auch, dass es in jener Generation, welche die Wiederkunft des Herrn erleben
wird, für den Herrn zwei Gruppen von Menschen geben wird. Einerseits die Gläubigen, welche gemäß
den obigen Texten aus Mt 24 in einer derart großen Drangsal leben werden, wie wir Heutige sie uns
kaum vorstellen können, geschweige denn, dass davon in unserer Zeit irgend etwas erkennbar wäre.
Andererseits aber auch die Ungläubigen, welche sich diesen Tag besser nicht herbeiwüschen sollten,
wie uns die unteren Schriftstellen zeigen:
Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen?
Mal 3,2 Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird
bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines Schmelzers und wie das Laugensalz
von Wäschern sein. 3,3 Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird
die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, so dass sie Männer werden, die
dem HERRN Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen. 3,4 Dann wird die Opfergabe Judas und
Jerusalems dem HERRN angenehm sein, wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den Jahren der
Vergangenheit. Mal 3, 2- 4;
Wenn der Herr die Blutschuld Jerusalems hinweggespült hat durch den Geist des Gerichts.
Jes 4,2 An jenem Tag wird der Spross des HERRN zur Zierde und zur
Herrlichkeit sein und die Frucht des Landes zum Stolz und zum Schmuck für die Entkommenen Israels.
4,3 Und es wird geschehen: Wer in Zion übriggeblieben und wer in Jerusalem übriggelassen ist,
wird heilig heißen, jeder, der zum Leben aufgeschrieben ist in Jerusalem. 4,4 Wenn der Herr den
Kot der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschuld Jerusalems aus dessen Mitte hinweggespült hat
durch den Geist des Gerichts und durch den Geist des Ausrottens, 4,5 dann wird der HERR über
der ganzen Stätte des Berges Zion und über seinen Versammlungen eine Wolke schaffen bei Tag
und Rauch sowie Glanz eines flammenden Feuers bei Nacht; denn über der ganzen Herrlichkeit wird ein
Schutzdach sein. Jes 4, 2- 5;
Die Aussage des Autors, dass wir „(…) kurz vor der Rückkehr Jesu Christi auf
die Erde” leben, ist also kein Ausdruck biblischer Erkenntnis, sondern doch eher endzeitliche
Schwärmerei. Wenn wir allerdings die Prophezeiungen des Herrn im Hinblick auf das Schicksal der
Gläubigen in dieser zukünftigen Zeit berücksichtigen und andererseits auch den Ernst der obigen
beiden Texte aus dem AT in Betracht ziehen, müssen wir froh und dankbar sein, dass wir alle –
Heiden und Israeliten – noch in der Zeit der Gnade leben, wo der Herr Geduld mit uns hat und
barmherzig ist und wo noch viele von uns sich zum Herrn bekehren können.
Es ist keine Frage, dass die Endzeit der gottgewollte Abschluss aller menschlichen Macht hier auf
Erden sein wird. Doch wie uns schon Paulus unten in 2The 2,1-4 sagt, sollten wir uns davor hüten,
jenen Leuten Glauben zu schenken, welche diesen Tag vor der Zeit herbeireden wollen. Sie wissen
nicht, was sie sich und ihren Kindern damit antun würden.
Lasst euch nicht erschrecken durch ein Wort, als ob der Tag des Herrn da wäre.
2The 2,1 Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn
Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, 2,2 dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn
erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort, noch durch Brief, als
seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. 2,3 Dass niemand euch auf irgendeine
Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der
Mensch der Gesetzlosigkeit geoffenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; 2,4 der sich
widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so
dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei. 2The 2, 1- 4;
Zusammenfassung: |
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Sie beginnen Ihren Negativ-Kommentar mit der Aussage: „Vergleicht man alle
jene Prophezeiungen, welche sich auf die Endzeit beziehen, so kann man feststellen, dass keines
der verheißenen Kennzeichen, wie z. B. Hosea 3,4.5; Hesekiel 36,33; Jesaja 32,14.15; Jesaja
44,1-5; Hesekiel 11,19-21; Jesaja 4,2.3; Jeremia 31,7-9 weder damals noch heute eingetreten ist.
Nirgendwo in meinem ganzen Artikel habe ich behauptet, dass irgend eine der von Ihnen genannten
Bibelstellen bereits am Volk Israel erfüllt ist. Sie beginnen also Ihren Kommentar mit einer
unsachlichen Unterstellung! Ist das fair? Mir ist gut bekannt, dass die genannten Bibelstellen
erst dann erfüllt sein werden, wenn das Volk Israel seinen Messias, Jesus Christus, nach seiner
Rückkehr zur Erde erkennen wird (Sach 12,10). Und weil Jesus noch nicht zur Erde zurückgekehrt
ist, kann das Volk Israel als Ganzes sich noch nicht so verhalten, wie Sie es durch die oben
genannten Bibelstellen erwarten. Das ist aber Ihr Fehler und nicht etwa eine Fehlinterpretation
durch mich, denn ich habe das in meinem ganzen Aufsatz nicht behauptet.
Was aber muss geschehen, bevor Jesus Christus zur Erde zurückkehrt? Hätte er etwa vor 100
Jahren zurückkehren können, als es noch keinen Staat Israel mit der Hauptstadt Jerusalem gab?
Natürlich nicht! Denn Jesus kommt nach Israel und zwar auf den Ölberg zurück, um im letzten
großen Weltkrieg um Israel und um seine Hauptstadt Jerusalem auf der Seite Israels zu stehen.
Bitte lesen Sie einmal ganz in Ruhe die Vorhersagen Gottes durch den Propheten Sacharja in den
Kapiteln 12 bis 14. – Bevor Jesus zur Erde zurückkehrt, muss es also ein Volk Israel im Land
Israel mit der Hauptstadt Israels Jerusalem geben! Haben Sie das in Ihrem Eifer, mich
kritisieren zu wollen, übersehen? Sie behaupten ferner, dass meine Ausführungen darüber, dass
das Land Israel ein ertragreiches Agrarland wurde, obwohl dieser Landstrich vor 1948 nur aus
Wüste, karges Bergland und Sumpfgebiete bestand und dass die Städte Israels wieder neu
aufgebaut werden gemäß der Verheißung Gottes, nichts mit Gottes Vorhersagen zu tun haben. –
Ja haben Sie noch nie Hesekiel 36 gelesen? Hier ist von der Wiederheimführung des Volkes Israel
(Hes 36,24), die Bepflanzung des Landes Israel (Hes 36,8.9.29.30.34.35) und vom Wiederaufbau der
Städte Israels die Rede (Hes 36,33). Und es wird auch gesagt, warum Gott das tut: Nicht weil
Israel bereits ein heiliges Volk ist, nein! Sondern um Seines heiligen Namens willen und um
Seinen Eid zu halten, den Er Israels Vorvätern geschworen hat, tut Gott dies alles (Hes
36,22.32). Sie behaupten, diese Sammlung der Juden, der Wiederanbau des Landes Israel und der
Wideraufbau der Städte Israel würde keine fünfzig Jahre dauern. Wo steht das in der Heiligen
Schrift??? Wie lange braucht man, um ein Land wieder fruchtbar zu machen, Städte wieder
aufzubauen? Eines steht fest: Gott hat Geduld! Er hat auch Zeit – offensichtlich mehr Geduld
und Zeit als Sie! Und was die Ausgießung des Geistes Gottes über Sein Volk Israel betrifft, so
lassen alle die von mir zitierten Bibelstellen keinen Zweifel daran, dass dies erst nach dem
großen Weltkrieg um Jerusalem erfolgen wird, dann, wenn Jesus bereits zur Erde zurückgekehrt
ist und von Israel als Messias anerkannt ist. Bitte lesen Sie dazu Hesekiel 39,25-29.
Dadurch, dass Sie meinen, die Rückkehr des Volkes Israel in sein Land vor den Augen der
Generationen die von 1948 bis jetzt leben als Werk Gottes zu leugnen, verschenken Sie Gottes
besten Trumpf, den Er uns bei unserer heutigen Evangeliumsverkündigung gegeben hat. An der
Heimführung Israels in unserer Zeit haben wir den besten, weil handgreiflichen Beweis, dass die
Bibel wirklich die Offenbarung Gottes über Seine Absichten und deshalb wahr ist! Sie schreiben
„Was seit der Staatsgründung in Israel passiert, ist eine von menschlichen Willen und Streben
getragene und betriebene Zusammenführung.” So scheint es wohl Ihnen, oberflächlich
betrachtet. Bedauerlicherweise fügen Sie dann hinzu: „Es war und ist nicht der HERR, ihr und
unser Gott, der sie geführt hat.” In diesem Punkt sind wir allerdings völlig anderer Meinung
als Sie! Ohne Gottes Hilfe – allein durch jüdisches Streben – würde es keinen Staat und
keine neue Nation Israel im Land ihrer Väter geben!
1. Es war der Allmächtige, der durch Sein Werkzeug Theodor Herzl 1897 den
Gedanken in den Herzen der Juden wachrüttelte, es könnte nach fast 2000-jähriger weltweiter
Zerstreuung wieder eine Heimat für die Juden geben. So wurde der heute von den Feinden Israels
als „Rassismus” verurteilte Zionismus gegründet. Er ist unserer Meinung nach die Erfüllung
des Wortes Gottes, nach dem Er „viele Fischer” senden werde, die die Juden aus den Völkern
der Welt herausfischen sollten, um sie in das Land Israel zu bringen (Jer 16,16).
2. Es war der Allmächtige, der durch den Ersten Weltkrieg die Möglichkeit
schuf, dass nicht Uganda in Afrika das neue Siedlungsgebiet für Juden wurde, wie es die UNO
vorschlug, sondern dass durch die Mandatshoheit Englands das Land „Palästina” in deren
Einflussbereich gelang. So konnte der englische Lord Balfour seine Erklärung formulieren, dass
das ehemalige Land Israel zu einer Heimstätte für die Juden werden sollte.
3. Es war der Allmächtige, der durch den Zweiten Weltkrieg und durch Adolf
Hitlers Judenverfolgung auf grausame Weise die Juden aus Europa hinaustrieb und so Gottes Wort,
nach dem Er „viele Jäger” senden würde, um die Juden zu jagen, erfüllte (Jer 16,16).
Davor lebten die deutschen Juden in Wohlstand und Bequemlichkeit als Deutsche in Deutschland.
Grausam wurden sie aufgeschreckt, 6 Millionen brutal ermordet und der Rest rettete sein Leben
durch Flucht, einige nach Israel, die Mehrzahl nach Amerika.
4. Es war der Allmächtige, der die Juden in Amerika reichlich segnete, so
dass sie ihre armen Verwandten im Land Israel finanziell unterstützen konnten, vor allen bei
der Beschaffung von Waffen, mit denen sie sich gegen die Angriffe der übermächtigen – weil
überreichen – arabischen Nachbarn.
5. Es war der Allmächtige, der Israel bei den inzwischen stattgefundenen
fünf Kriegen beistand! Haben wir bereits vergessen, auf welch wunderbare Weise Gott 1948 Israel
beim Unabhängigkeitskrieg und 1956 beim Sinaikrieg zum Überleben verhalf? Ohne Gottes Hilfe
hätten die übermächtigen 500 Millionen Ägypter und die reichen Araber diese gerade mal 4
Millionen schlecht bewaffneten Juden tatsächlich „ins Meer geworfen”, wie es Nasser damals
lautstark ankündigte. Wunder Gottes waren es, die das kleine Häuflein Israelis und ihr neu
erworbenes Land am Leben erhielt. Seit die Juden wieder in einem eigenen Land Israel wohnen
dürfen, wohnen sie „in Sicherheit”. Sicherheit ist ein relativer Begriff, vor allem für
Juden. Im eigenen Land konnten sie sich endlich wieder ihrer Haut wehren und sich verteidigen.
Das ist Sicherheit! Zweitausend Jahre lang, so lange sie als ungern gesehene Fremdlinge unter
anderen Völkern wohnten, konnte man sie durch politische Übergriffe brutal nachts aus ihren
Betten holen und mit ihnen tun, was man wollte. Sie waren solchen Übergriffen hilflos
ausgeliefert. Kaum jemand hat sich für sie eingesetzt. Es ist genau das passiert, was Gott
vorausgesagt hatte (5.Mose 28,64-67)! Fragen Sie Juden, ob sie sich jetzt im Lande Israel trotz
Terrorismus durch die Palästinenser und trotz der bereits stattgefundenen Kriege sicherer
fühlen als damals zerstreut in den Ländern und sie werden Ihnen mit „Ja!” antworten.
Bevor Jesus Christus wieder zur Erde zurückkehren und endgültig die Juden von
ihren Feinden befreien kann, mussten die Juden wieder in ihrem Lande wohnen und Jerusalem wieder
ihre Hauptstadt sein, wie es Hesekiel 37 ankündigt. Wie anders sollten sonst Gottes Voraussagen
in Sacharja 12,1-6 und Sacharja 14,1-5 in Erfüllung gehen? Ihre Ausführungen sind zwar
interessant und nachdenkenswert Doch wer die Geschichte Israels von Anfang an gründlich gelesen
und die letzten 100 Jahre besonders aufmerksam verfolgt hat, dem ist unsere Sichtweise des
Wortes Gottes glaubwürdiger als das, was Sie vorschlagen. Seit dem ersten Weltkrieg haben sich
so viele sichtbare Führungen der Juden durch die Hand Gottes und Beeinflussungen der
Entscheidungen politischer Führer durch Gottes Geist angehäuft, dass man nicht mehr von Zufall
oder von Menschenwerk sprechen kann. Gott steht trotz der Zwistigkeiten im Nahen Osten, die alle
nur „Geburtswehen” für das Kommen des Messias und die Errichtung des Reiches Gottes sind,
auf der Seite Israels. Wer das nicht erkennen kann, verschließt seine Augen vor Gottes Wunder,
und – was noch schlimmer wiegt – er leugnet Gottes Heilshandeln mit Seinem Volk Israel, das
Gott zum Zeugnis vor den Augen aller Völker der Welt durchführt (Hesekiel 36,23; Hes 38,16;
Hes 39,23-29!). Übrigens, dieses deutliche Endzeitzeichen Gottes durch Seine Wiedereinsammlung
Israels ist nicht mein Spekulieren mit der Attraktivität dieses Themas (wieder so eine
überhebliche Unterstellung Ihrerseits) und auch nicht Panikmach oder Schwärmerei, sondern das
Erkennen dieses Endzeitzeichens soll dazu mahnen, dass die Zeit der Entscheidung für Gottes
Heilsangebot in Christus durch Glauben und Taufe abläuft. Ist Christus zur Erde zurückgekehrt,
ist die Zeit dieser Gnade vorbei! Bitte lesen Sie dazu 1.Thessalonicher 5,1-11!
Walter Hink: Walter.Hink@t-online.de /http://www.christadelphian.de/nord/who.htm
Es würde den Leser sicherlich langweilen, wollte ich noch einmal alle jene
Argumente vorbringen, welche oben, im Kommentar zum Artikel, bereits gesagt wurden. Wer diesen
Kommentar gelesen hat, kennt die Antworten. Nach der Schrift wird die von Gott verheißene Sammlung
Israels nicht vor dem Kommen des Herrn stattfinden, wie dies Walter Hink behauptet. Es ist gerade
umgekehrt: zuerst kommt der Herr und er ist es, der Israel dann in sein Land sammeln wird.
Zwei Dinge sollen hier wegen ihres Nachweischarakters aber dennoch aufgezeigt werden. Einerseits die
Aussage des Propheten Jesaja, dass es der Messias, Jesus Christus ist – und kein Theodor Herzl -,
der Jakob zu seinem Gott zurückbringen und Israel zu ihm sammeln soll:
Dass ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde.
Jes 49,5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu
seinem Knecht bereitet hat, dass ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt
werde, - darum bin ich vor dem HERRN wert geachtet, und mein Gott ist meine Stärke -, 49,6 er
spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die
Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht,
dass du seiest mein Heil bis an die Enden der Erde. Jes 49, 5- 6;
Und eine diesbezügliche Aussage des Herrn selbst:
Ihr werdet mich nicht wieder sehen, bis ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!»
Mt 23,37 Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und
steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne
ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! 23,38 Siehe, euer Haus
wird euch öde gelassen; 23,39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis
ihr sprecht: «Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!» Mt 23,37-39;
Wenn nun W. Hink in seiner obigen Replik völlig richtig feststellt :
„Mir ist gut bekannt, dass die genannten Bibelstellen erst dann
erfüllt sein werden, wenn das Volk Israel seinen Messias, Jesus Christus, nach seiner Rückkehr zur
Erde erkennen wird”
so ist der Hintergrund ja bekanntermaßen, dass das Volk Israel diesen Jesus
Christus sowohl als seinen Messias und erst recht als den Sohn Gottes und seinen Herrn absolut
ablehnt. Und nun haben wir aber die Aussage des Herrn in Jh 14,6:
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und
das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. 14,7 Wenn ihr mich erkannt habt,
werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Jh 14,
6- 7;
Nachdem alle mosaisch gläubigen Israeliten Jesus Christus als den Sohn Gottes und
ihren Herrn - ja sogar als ihren Messias - ablehnen, haben sie nach den Aussagen des Herrn hier
oben, in der Zeit zwischen Tod bzw. Auferstehung des Herrn und seiner Wiederkunft, keine
Möglichkeit zu Gott zu kommen. Erst beim zweiten Kommen des Herrn, wenn sie auf ihn blicken und
bitter über ihn weinen werden, wird das Volk Israel wieder mit seinem Gott versöhnt sein.
Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt.
Sach 12,10 Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von
Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken,
den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt,
und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint. Sach 12,10;
Nachdem der Herr Jesus von sich selbst sagt: „Ich bin die Wahrheit”, ist demnach
eine wie auch immer geartete Interaktion des Volkes Israel mit seinem Gott bis zu diesem Zeitpunkt
nach der Schrift auszuschließen. Der augenscheinlichste Beweis dafür ist die Zerstörung des
Tempels und damit auch des Altars in Jerusalem vor fast zweitausend Jahren. Seit damals hat Israel -
außer einer Bekehrung zu Jesus Christus - keine Möglichkeit mehr, zu seinem Gott zu kommen. Und
nachdem der Vater den Aussagen seines Sohnes nicht zuwiderhandeln wird, weil er alles dem Sohn
übergeben hat, wie der Herrn unten, in Mt 11,25-27 sagt, hat sich seitdem auch Gott des Volkes
Israel nicht mehr angenommen. Alles, was hier als „Handeln Gottes mit dem Volk Israel” gedeutet
wird, hat einen völlig anderen Ursprung
Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater.
Mt 11,25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater,
Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es
Unmündigen geoffenbart hast. 11,26 Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. 11,27 Alles
ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch
erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und der, dem der Sohn ihn offenbaren will. Mt
11,25-27;
Schließlich noch zu dem obigen Argument von W. Hink:
„Fragen Sie Juden, ob sie sich jetzt im Lande Israel trotz Terrorismus
durch die Palästinenser und trotz der bereits stattgefundenen Kriege sicherer fühlen als damals
zerstreut in den Ländern und sie werden Ihnen mit ‘Ja’ antworten”,
muss man sich fragen, ob es diese Sicherheit im Lande ist, welche die Juden nun
durch dieses ganze Land eine 350 Kilometer lange und etwa 8 Meter hohe Schutzmauer um geschätzte
350 Millionen Dollar errichten lässt?
Die Politiker in Israel wissen jedenfalls wo es für ihre Kinder sicherer ist,
nämlich im Ausland, vornehmlich in den USA. Dort leben u. a. bereits die Kinder von Ex-Premier
Barak, Industrieminister Milo, Verteidigungsminister Ben-Eliezer, Ex-Minister Arens und des
Ex-Staatspräsidenten Herzog. Der Enkel von Staatsgründer Ben Gurion lebt in New York.
(Siehe auch den Diskurs 08: „Die Sammlung Israels:
bereits seit 1948 oder erst in der Endzeit?)
In der Zusammenfassung weiter oben, aus dem Jahre 2001, wurde festgestellt: „Solange wir als Christen in der Verkündigung des Evangeliums in den meisten Teilen der Welt so frei und ungehindert wie in der heutigen Zeit agieren können, leben wir – dem Herrn sei Dank – gewiss nicht in der Endzeit.” Wenn das auch für die damalige Zeit galt, heute, sieben Jahre später, hat sich an der Situation offensichtlich doch einiges geändert. Durch die weltweit immer mehr platzgreifenden Antidiskriminierungsgesetze sollen zwar vordergründig Minderheiten geschützt werden, tatsächlich ist es aber der Versuch, dadurch - sozusagen durch die Hintertür - unliebsame Zeitgenossen mundtot zu machen. Und dass wir Christen in der Endzeit diesem Personenkreis zugezählt werden, wird uns nicht zuletzt von unserem Herrn Jesus Christus in seiner Endzeitrede prophezeit.
Ihr werdet von allen Nationen gehaßt werden um meines Namens willen.
Mt 24,6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht
zu, erschreckt nicht! Denn es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 24,7 Denn es wird
sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und
Erdbeben da und dort sein. 24,8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. 24,9 Dann
werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen
gehaßt werden um meines Namens willen. 24,10 Und dann werden viele verleitet werden und
werden einander überliefern und einander hassen; 24,11 und viele falsche Propheten werden
aufstehen und werden viele verführen; 24,12 und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt,
wird die Liebe der meisten erkalten; 24,13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden.
Mt 24, 6-13;
So berichtet Ulrich Skambraks in seinen TOPIC-Informationen von einigen
Gerichtsurteilen, welche das Nahen der vom Herrn oben prophezeiten „Gesetzlosigkeit” durchaus
erkennen lassen:
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
„Was den Schutz der freien Rede betrifft, ist Kanada inzwischen zu einem Witz
geworden!” Diese ernüchternde, aber auch erschreckende Feststellung äußerte vor Kurzem der
australische Jura-Professor James Allen von der Queensland-Universität.
Wie sehr Allen recht hat, zeigen Fälle aus der letzten Zeit. Derzeit sieht sich der Journalist
Mark Steyn vor dem „Menschenrechtstribunal” der kanadischen Provinz British-Columbien
angeklagt. Steyn hatte einen Artikel geschrieben, in dem er darauf hinwies, dass der Islam
aufgrund des Geburtenüberhanges seiner Gläubigen den wohlhabenden, aber recht kinderarmen
Westen überrollen und einnehmen werde. Diese Aussage wurde Steyn zum Verhängnis. Muslime
klagten den Journalisten vor dem „Menschenrechtstribunal” wegen Beleidigung an (der Prozess
ist noch nicht abgeschlossen). Eine solche Anklage ist nicht „ohne”. Denn ein Verfahren vor
dem „Menschenrechtstribunal” verkehrt alle Rechtsprinzipien. Während der Kläger alle
Gerichtskosten vom Staat bezahlt bekommt, muß der Beklagte - auch wenn er den Prozess gewinnt -
seine Gerichtskosten selbst bezahlen. Diese Maßnahme soll im Zusammenhang mit den kanadischen
Antidiskriminierungsgesetzen dazu beitragen, Kritiker von sexuellen Ausrichtungen (z.B.
Homosexualität) oder Weltanschauungen rechtzeitig mundtot zu machen.
Wer sich demnach in Kanada traut, etwas Kritisches zu sagen, riskiert ein Verfahren vor dem „Menschenrechtstribunal”.
So wurde der Jugendpastor Stephen Boission im November 2007 verurteilt, weil er sich in einem
Leserbrief kritisch zur Homosexualität geäußert hat. Das Tribunal sah es als erwiesen an,
dass dieser Leserbrief „Hass und Verachtung” gegenüber Schwulen schüre, und verurteilte
den Christen Boission zu einer Geldstrafe von 7.000 kanadischen Dollar und zu einem
Entschuldigungsbrief in der Zeitung.
Auch, wenn diese beiden Fälle aus deutscher Sicht im fernen Kanada angesiedelt sind, haben sie
durchaus auch hierzulande Bedeutung. Denn angelsächsische Länder, wie die USA, Kanada, England
etc. sind mit ihren scharfen Antidiskriminierungs-Gesetzen modellgebend auch für die
europäische Antidiskriminierungs-Politik.
(Quelle: Freundesbrief der EAD 6/8)
Die britische Kinderschutzbehörde The National Children’s Bureau (NCB)
hat jetzt einen 366-seitigen Maßnahmenkatalog herausgegeben, der Rassismus bei Kleinkindern
bekämpfen soll. Falls ein dreijähriges Kind im Kindergarten auf scharfe Sachen mit „Bäh”
oder „Igitt” reagiert, könnte dies eine rassistische Äußerung sein, die darauf abzielt,
fremdartige Speisen abzulehnen. Besonders achten sollten Erzieher darauf, wenn Kleinkinder
rassistische Schimpfwörter verwendeten. Kindergärten sollten „so viele Zwischenfälle wie
nur möglich” den Behörden melden, heißt es im NCB-Katalog.
(Quelle: Spiegel Online 08.07.08)
(Entnommen dem Informationsdienst TOPIC / Herausgeber: Ulrich Skambraks - Kreuztal bei Siegen)
Wie nun der Autor des ersten obigen Artikels zurecht befürchtet, haben diese
Vorfälle „auch hierzulande Bedeutung”. In einer Veröffentlichung in www.publichrist.de
meint der Jurist Thomas Zimmermanns in seinem Gutachten für den Arbeitskreis Religionsfreiheit der
Evangelischen Allianz über „Das Antidiskriminierungsgesetz und seine Folgen”:
- Das Regelwerk des in Deutschland in Diskussion stehenden
Antidiskriminierungsgesetzes ist ein Eingriff in die Privatautonomie. Auch christliche
Gemeinschaften könnten betroffen sein.
- Insgesamt ist das Antidiskriminierungsgesetz das Musterbeispiel eines
Gesetzes, in dem sich Ideologie über Recht und Sachverstand erhebt.
- Man sieht am Beispiel dieses Gesetzes, wie weit die gesetzgeberische
Souveränität der EU-Staaten bereits eingeschränkt ist und ihre Gesetzgebung durch EU-Gremien
bestimmt wird.
- Antidiskriminierungsgesetze können zu Mitteln werden, Meinungs-,
Glaubens- und Gewissensfreiheit von Christen einzuschränken.
- In Schweden trat im Herbst 2002 ein Antidiskriminierungsgesetz in Kraft,
in dem u. a. jede ablehnende Äußerung gegen Homosexualität und Homosexuelle mit Freiheitsstrafe
bis zu vier Jahren bedroht ist. Dies soll auch dann gelten, wenn Homosexualität unter Berufung auf
die Bibel als Sünde bewertet wird. Das Gesetz hat dazu geführt, dass der Pastor einer
Pfingstkirche, Ake Green, der in einer Predigt Homosexualität als „Krebsgeschwulst” in
der Gesellschaft bezeichnet hatte, angeklagt und in erster Instanz zu einem Monat Gefängnis
verurteilt wurde. Auf seine Berufung hin wurde er vom Hauptgericht in Götz freigesprochen. Eine auf
religiösen Texten beruhende Predigt könne nicht als Hetze gegen Teile der Bevölkerung verstanden
werden. Das Urteil ist jedoch nicht rechtskräftig; außerdem planen einflussreiche politische
Kreise eine Verschärfung des Gesetzes. Dann wäre es für Christen nicht mehr möglich, Sünde beim
Namen zu nennen, ohne sich straf- und zivilrechtlicher Verfolgung auszusetzen.
In diesen Antidiskriminierungsgesetzen sind u.a. kritische Aussagen über andere
Religionen und die Ablehnung fremder Bräuche strafbar. Nachdem aber Religionen aus weltlicher Sicht
im Prinzip nichts anderes als Ideologien sind, kann man natürlich auch die anderen Ideologien, wie
Faschismus, Kommunismus, Marxismus etc. etc. aus diesem Diskriminierungsverboten nicht
ausnehmen. Wer sich daher z.B. kritisch über den Faschismus äußert, würde sich ebenso der
Diskriminierung einer politischen Minderheit strafbar machen, wie jemand, der den Islam als
terroristische Religion bezeichnet.
Und nachdem in diesen Antidiskriminierungsgesetzen auch und insbesondere die „Kritik von sexuellen
Ausrichtungen” bei Strafe verboten ist, wird es in Zukunft - mit der vehementen Befürwortung
höchster politischer Kreise – auch nicht mehr möglich sein, derartige „sexuelle Ausrichtungen”,
wie die sexuellen Praktiken des Sadismus', Masochismus', der Sodomie und vor allem auch der Pädophilie
und Kinderpornographie strafrechtlich zu verfolgen und zu verurteilen. Das heißt, die Welt versinkt
in einem Sumpf von sexueller Perversion und unbeschränkter sexueller Triebbefriedigung. Und damit
wären wir bei Sodom und Gomorra. - Und seinen Folgen.
Doch zuvor werden alle diejenigen nach diesen Gesetzen verfolgt und bestraft werden, welche dieses
Treiben kritisieren und als unbiblisch verurteilen. An dieser Verfolgung der Christen um des Wortes
Gottes willen werden dann aber nicht nur die Gottlosen und Nichtchristen teilnehmen, sondern auch
alle jene „Gläubigen” in den Gemeinden, bei denen „auf das Steinige gesät ist”. Sie werden
schnell die Seiten wechseln und mithelfen ihre ehemaligen Glaubensbrüder und -schwestern an die
Behörden auszuliefern.
Wenn Bedrängnis entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, nimmt er sogleich Anstoß
Mt 13,20 Bei dem aber auf das Steinige gesät ist, dieser ist es, der
das Wort hört und es sogleich mit Freuden aufnimmt; 13,21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern
ist nur ein Mensch des Augenblicks; und wenn Bedrängnis entsteht oder Verfolgung um des Wortes
willen, nimmt er sogleich Anstoß. Mt 13,20-21
Und sogar seine eigenen Hausgenossen werden des Christen Feinde sein, wie uns der Herr sagt. Doch wer seinen Glauben und seinen Herrn nicht bekennt vor den Menschen, den wird auch der Herr nicht bekennen vor dem Vater.
Des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
Mt 10,32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu
dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 10,33 Wer aber mich
vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln
ist. 10,34 Meint nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht
gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 10,35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu
entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer
Schwiegermutter; 10,36 und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
10,37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter
mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig 10,38 und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir
nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 10,39 Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer
sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. Mt 10,32-39;
Das ist nun die Nachricht an alle Prediger eines Wohlstandevangeliums, welche den
Geschwistern in den Gemeinden und in Vorträgen „Gesundheit und Wohlergehen” (Healing,
Prosperity and Family Well Beeing) versprechen und dann als „nächstes größtes
Ereignis der Weltgeschichte für die Gläubigen die Entrückung” noch vor all diesen
Bedrängnissen propagieren. Sie sind blinde Führer und unter den Geschwistern sind leider nur sehr
wenige bereit, diese Aussagen anhand der Schrift nachzuprüfen und die Wahrheit zu erkennen.
Tatsächlich steht uns - Gläubigen und Ungläubigen - die größte Katastrophe bevor, welche die
Menschheit je erlebt hat und je erleben wird, mit weltweiten nationalen Kriegen, Erdbeben,
Dürrekatastrophen, Hungersnöten, Seuchen und Milliarden von Toten: Die Große Trübsal in der
Herrschaft des ersten Antichristen.
(Siehe auch den Diskurs 71: „Ist das nächste
größte Ereignis der Weltgeschichte für die Gläubigen die Entrückung?”)
Dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird.
Mt 24,21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang
der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird. 24,22 Und wenn jene Tage nicht
verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen
werden jene Tage verkürzt werden. 24,23 Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der
Christus, oder dort! so glaubt es nicht! 24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche
Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die
Auserwählten zu verführen. 24,25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Mt 24,21-25;
Dies ist in Wahrheit das „nächste größte Ereignis der Weltgeschichte”. Nachdem in dieser größten Katastrophe aller Zeiten kein Mensch überleben würde, wird der Herr diese Tage verkürzen, um die Auserwählten, welche im Glauben in dieser Drangsal ausgeharrt haben, zu retten. Und dann - erst dann, nach dieser Bedrängnis - wird der Herr zur Entrückung der Seinen kommen.
Gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird den Sohn des Menschen kommen auf den Wolken des Himmels.
Mt 24,29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die
Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel
fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. 24,30 Und dann wird das Zeichen
des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes,
und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht
und Herrlichkeit. 24,31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie
werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu
ihrem anderen Ende. Mt 24,29-31;
Wir tun daher gut daran, die Entwicklungen in der Welt sehr genau zu beobachten und
zu prüfen, ob wir Anhaltspunkte dafür finden, dass damit Prophezeiungen der Schrift erfüllt
werden. Wie allerdings das alte Sprichwort sagt, macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. So wird
auch die Staatengründung Israels im Jahre 1948, wie bereits weiter oben erwähnt, als Erfüllung
der Prophezeiung auf die Sammlung Israels durch Gott gedeutet, ohne die Begleitumstände und
-bedingungen im Kontext dieser Verheißung zu berücksichtigen.
Auch Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts haben viele Ausleger Hitler als den Antichrist
gedeutet. Und sie hatten viele Argumente für sich. Wie Off 6,2 prophezeit, zog er aus siegend und
um zu siegen. Innerhalb kürzester Zeit haben die deutschen Truppen ganz Mitteleuropa - teilweise
sogar ohne Kampf, weil diese Länder sich ergeben haben (z.B. Belgien) - besiegt und besetzt. Wie
Off 6,3 sagt, wurde der Frieden - zumindest in Europa und nach der Allianz mit den Japanern auch in
Asien - von der Erde genommen. Und diese Kämpfe wurden zum Teil auch in Afrika ausgetragen. Wie Off
6,4 sagt, schlachteten die Menschen einander ab. Insgesamt haben sechzig Millionen Menschen im
zweiten Weltkrieg den Tod gefunden. Und schließlich dauerte die Herrschaft der Nazis auch etwa
sieben Jahre. Doch wie wir heute wissen, war das nur die ganz normale Machtgier des Menschen und ein
Bruchteil dessen, was uns tatsächlich erwartet.
Wenn uns daher Mt 24,6-13 und die Parallelstelle in Off 6,4-6 für die Endzeit weltweite nationale
Kriege, Erdbeben, Dürrekatastrophen, Hungersnöte, Seuchen und Milliarden von Toten prophezeien,
muss man die Auswirkungen der hier diskutierten Antidiskriminierungsgesetze - wenn sie denn im
deutschsprachigen Raum tatsächlich kommen - beobachten und beurteilen, aber über den Beginn einer
Endzeit lässt sich damit noch kein Nachweis führen.
Auch hier wird es wichtig sein, alle Ereignisse weltweit im Auge zu behalten, wie Kriege in Afrika
und Asien, Erdbeben und Tsunamis in aller Welt, eine mögliche Finanz- bzw. Weltwirtschaftskrise mit
Verteuerung der Lebensmittel und Hungersnöten in manchen Ländern und - last but not least - die
Entwicklung der Klimaerwärmung, welche ebenfalls in den Ländern rund um den Äquator zu vermehrten
Dürreperioden und damit zu Hungersnöten und Kriegen führen könnte.
Als die Jünger den Herrn fragten, wann denn die Endzeit kommen würde und was die Zeichen sein
werden, hat ihnen Jesus einen interessanten Hinweis gegeben. Er verglich die Endzeit mit dem Sommer
und die Ereignisse, welche ihr vorausgehen werden, mit dem Ausschlagen der Bäume - also mit dem
Frühling.
So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, daß das Reich Gottes nahe ist.
Lk 21,29 Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen: Seht den Feigenbaum und
alle Bäume! 21,30 Wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, daß
der Sommer schon nahe ist. 21,31 So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, daß das
Reich Gottes nahe ist. 21,32 Wahrlich, ich sage euch, daß dieses Geschlecht nicht vergehen
wird, bis alles geschehen ist. Lk 21,29-32;
Auch wenn dieses Gleichnis von Vertretern einer „Sammlung Israels 1948” wegen des Feigenbaums gerne auf Israel gedeutet wird, meint der Herr hier nicht den „Feigenbaum” Israel, sondern schlicht und einfach - wie er es auch sagt - alle Bäume. Wenn sie ausschlagen, erkennen wir, dass der Sommer nahe ist. Und weiter heißt es: So erkennt ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Und mit dem „dies”, welches wir geschehen sehen, meint der Herr die von ihm vorher prophezeiten Ereignisse auf Erden.
Seht zu, daß ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's, und die Zeit ist nahe gekommen!
Lk 21,8 Er aber sprach: Seht zu, daß ihr nicht verführt werdet!
Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's, und die Zeit ist nahe gekommen!
Geht ihnen nicht nach! 21,9 Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören werdet, so
erschreckt nicht! Denn dies muß vorher geschehen, aber das Ende ist nicht sogleich da. 21,10 Dann
sprach er zu ihnen: Es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich;
21,11 und es werden große Erdbeben sein und an verschiedenen Orten Hungersnöte und Seuchen; auch
Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel wird es geben. 21,12 Vor diesem allem aber werden sie
ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse
überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen. Lk 21,
8-12;
Und hier haben wir die bereits weiter oben erörterten Kriege, Erdbeben,
Hungersnöte und Seuchen, aber auch - und das wird oft überlesen - die Warnung in Lk 21,8 vor
Verführern und dann in Lk 21,12 eine Prophezeiung, welche zwar am Ende dieser Aufzählungen
aufscheint, doch durch den Hinweis „Vor diesem allen” zeitlich an erster Stelle und damit ganz
am Beginn der endzeitlichen Ereignisse zu sehen ist. Die aller ersten Anzeichen der Endzeit werden
daher einerseits Verführungen durch falsche Christusse sein, die vorgeben, dass die Endzeit bereits
eingetreten ist und sie selbst der wahre Christus seien. Das zweite untrügliche Kennzeichen des
Anfangs der Wehen aber ist die Verfolgung, Festnahme, Verurteilung und Einkerkerung der Christen
weil sie Christen (um meines Namens willen) sind. Wir können also davon ausgehen, dass die Endzeit
dann begonnen hat, wenn wir als wahre Christen wegen unsres Christseins von der staatlichen
Obrigkeit verurteilt und eingesperrt wurden.