Ist der Islam eine friedliche Religion? /
Schrift Joachim Siegerist 00, 2001-10-06.
Der Islam und die Frauen. / Replik Myriam
Prager 00, 2002-12-06
Mein Schleier, meine Freiheit. / Glosse
Friederike Leibl /Österreichische Tageszeitung „Die Presse” 00, 2004-01-19
Ist Allah identisch mit dem Gott der Juden und
Christen? / Replik Christian Bollmeyer 00, 2004-03-27
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Wir werden belogen, wenn uns in staatlicher und leider auch in kirchlicher
Propaganda. untergejubelt werden soll, daß der Islam eine friedliche Religion ist und nur
einige böse Fundamentalisten – unter Mißbrauch des Koran – ein schmutziges
Terror-Geschäft betreiben.
Über eines müssen wir gar nicht erst diskutieren. Mit den anständigen und friedlichen Moslems
in Deutschland können wir alle in Eintracht leben. Aber das hat nur einen simplen Grund: Die
meisten Christen sind nicht mehr richtige Christen und die meisten in Deutschland lebenden
Moslems sind keine richtigen Moslems. Würden die Moslems streng nach ihrem Koran
leben.......armes Deutschland. Wir kämen nicht mehr zur Ruhe.
Koran-Unterricht in deutschen Schulen, islamische Gebetsräume in Fabriken, Schulen und
Universitäten. Selbst in einer katholischen Kapelle auf dem Frankfurter Flughafen liegt ein
moslemischer Gebetsteppich – ausgerichtet gen Mekka. Immer wenn ich in Frankfurt bin, schimpfe
ich deswegen mit dem katholischen Geistlichen dort. Seine Ausrede: „Bischof Kamphaus hat es
angeordnet”. Was die Sache noch schlimmer macht. Ich bin als evangelischer Christ ein
Anhänger des derzeitigen Papstes. Aber als ich ihn in einer Moschee beten und den Koran küssen
sah, dachte ich im stillen: „Hat der nicht mehr alle Tassen im Schrank – oder hat er den
Koran nie gelesen?”.
Zur Fundamentierung seiner Macht führte Mohammed, der uns als „Friedenfürst” vorgeführt
werden soll, in der Zeit von 610 bis 632 nach Christus genau 66 Kriege. Denken Sie nicht auch an
die grauenvollen Bilder von New York, wenn Sie im Koran die im Westen unbekannte 2. Koran-Sure,
25 lesen, in der es heißt: „So fürchtet das Feuer, das Menschen und Steine verzehrt, das
für die Ungläubigen bereit ist ....” oder denken Sie an die Tausende – nicht mehr zu
bergenden – Opfer unter den New Yorker Trümmern und lesen Sie die 2. Koran-Sure,40, in der es
wörtlich heißt: „Die welche nicht glauben und unser Zeichen (den Koran) verleugnen, werden
Bewohner des Höllenfeuers sein und darin verbleiben”.
(Joachim Siegerist, Die Deutschen Konservativen e. V., 22053 Hamburg).
In der Anlage zur obigen Schrift befindet sich eine Aufstellung von insgesamt 131
Zitaten aus den Suren des Koran (Übersetzung und Verszählung von Ludwig Ullmann, Goldmann–Verlag:
Der Koran), welche nach der Auffassung J. Siegerists gegen „Nicht-Muslime” gerichtet sind.
Einige dieser Koranzitate sollen nun hier mit Texten aus der Bibel verglichen
werden.
Koran:
„Es gibt keinen Gott außer Allah. Und Mohammed ist sein Prophet”,
Wer nicht bereit ist, dieses muslimische Glaubensbekenntnis zu sprechen, steht unter
dem Fluch Allahs und ist der ewigen Hölle verfallen.
Bibel:
„Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin
Gott, und sonst keiner mehr”. Jes 45,22;
Wer nicht bereit ist dieses christliche Glaubensbekenntnis anzunehmen, kann nicht
gerettet werden und ist dem ewigen Feuer verfallen.
Koran: 2. Sure, 7, 8:
Den Ungläubigen – harte Strafe wartet ihrer.
Bibel: Psalm 1,5:
Die Gottlosen bestehen nicht im Gericht.
Koran: 2.Sure, 25:
so fürchtet das Feuer, das Menschen und Steine verzehrt, das für die
Ungläubigen bereitet ist.
Bibel: Matthäus 25,41:
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht von mir, Verfluchte in das
ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!
Koran: 2. Sure 40:
Die, welche nicht glauben und dieses Zeichen (den Koran) verleugnen, werden
Bewohner des Höllenfeuers sein und darin verbleiben.
Bibel: Matthäus 25,46:
Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige
Leben.
Koran: 2.Sure 162:
Die aber, welche leugnen und als ungläubige Leugner sterben, die trifft
Allahs Fluch
Bibel: Johannes 8,24:
Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr
nicht glauben werdet, daß ich es (der Gesandte des Vaters) bin, so werdet ihr in euren Sünden
sterben.
Koran: 3. Sure, 119:
Gläubige! Schließt keine Freundschaft mit solchen, die nicht zu eurer
Religion gehören. Sie lassen nicht ab, euch zu verführen und wünschen nur euer Verderben. Ihren
Haß haben sie bereits mit dem Mund ausgesprochen; aber noch weit Schlimmeres ist in ihrer Brust
verschlossen.
Bibel: 2. Timotheus: 3,1-5:
3,1 Dies aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten
werden; 3,2 denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig,
Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3,3 lieblos, unversöhnlich, Verleumder,
unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, 3,4 Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das
Vergnügen liebend als Gott, 3,5 die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen.
Und von diesen wende dich weg!
Koran: 5. Sure 52:
O, Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden, denn sie sind nur
einer des anderen Freund (gegeneinander). Wer von euch sie zu Freunden nimmt, der ist einer von
ihnen. Ein ungerechtes Volk leitet Allah nicht.
Bibel: 2.Korinther 6,14:
Geht nicht unter fremdartigen Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung
haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?
Koran: 39. Sure, 60:
- und hast dich hochmütig betragen und warst ein Ungläubiger.
Bibel: 1. Thessalonicher 1,9:
Denn sie selbst erzählen (...) wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt
habt, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen.
Koran: 59. Sure, 4,16:
Den Ungläubigen soll das Höllenfeuer sein, in welchem sie ewig bleiben.
Bibel: Offenbarung 21,8:
Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mördern und
Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit
Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod.
Koran: 72. Sure, 18, 24:
Wer aber Allah und seinen Gesandten ungehorsam ist, für den ist das
Höllenfeuer bestimmt und ewig soll er darin bleiben.
Bibel: Johannes 3,36:
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht,
wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.
Koran: 74. Sure, 32:
Und nur Engel haben wir über das Höllenfeuer gesetzt, - damit die
Schriftbesitzer (Juden und Christen) sich von der Wahrheit dieses Buches überzeugen. So entlässt
Allah in Irrtum, wen er will, und leitet recht, wen er will. Die Heerscharen deines Herrn kennt nur
er allein, und diese (Lehre von der Hölle) ist nur eine Ermahnung für die Menschen.
Bibel: 2.Korinther 4,3-4:
4,3 Wenn aber unser Evangelium doch verdeckt ist, so ist es nur bei denen
verdeckt, die verloren gehen. 4,4 den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt (Satan)
den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus,
der Gottes Bild ist, nicht sehen.
Wie man sieht, gibt es – zumindest bis hierher – teilweise überraschende
Übereinstimmungen in den Aussagen von Bibel und Koran und man wäre fast geneigt anzuzweifeln, ob
der eingangs zitierte Autor als evangelischer Christ auch seine Bibel gelesen hat.
Die Ähnlichkeit dieser Texte kann und soll auch nicht bestritten werden. Allerdings müssen wir uns
fragen, woher diese Parallelität kommt. Und hier zeigt sich bei näherer Betrachtungsweise, dass
derartige Aussagen nicht nur in Islam und Christentum große Ähnlichkeit besitzen, sondern dass es
in allen Religionen – ob mono- oder polytheistisch - derartige Verhaltensregeln mit u. a. auch
Belohnung für die Gläubigen und Bestrafung der Ungläubigen gibt.
Aufgrund der Bemerkung von J. Siegerist, dass „einige böse Fundamentalisten – unter
Mißbrauch des Koran – ein schmutziges Terror-Geschäft betreiben”, erhebt sich allerdings die
Frage, ob es möglich wäre, auch die Bibel – unter christlichen radikalen Gruppen wie z. B. der
IRA in Nordirland – als Grundlage zur Terrorausübung zu zitieren.
Und hier ist es recht interessant festzustellen, dass J. Siegerist dies – indirekt – bejaht. Als
Begründung, warum es seiner Meinung nach aber dennoch nicht zu einer derartigen Eskalation kommt,
schreibt er nämlich:
„Die meisten Christen sind nicht mehr richtige Christen und die
meisten in Deutschland lebenden Moslems sind keine richtigen Moslems. Würden die Moslems streng
nach ihrem Koran leben.......armes Deutschland. Wir kämen nicht mehr zur Ruhe”.
Aufgrund der hier im ersten Satz ausgesprochenen Diagnose muss man allerdings
ergänzend fragen: Würden die Christen streng nach ihrer Bibel leben.... was wäre dann? Abgesehen
davon, dass die Behauptung „die meisten Christen sind nicht mehr richtige Christen” doch eher
fragwürdig ist, weil der Autor nicht definiert, was er unter „richtige Christen” versteht,
impliziert diese Folgerung den Schluss, dass seiner Meinung nach das „richtige” Christentum
genauso eine potentielle Gefahr für die Gesellschaft wäre, wie der Islam. Ist das tatsächlich so?
Die Beantwortung dieser Frage könnte dann vielleicht auch eine Antwort auf die Fragestellung im
Titel dieses Diskurses: „Ist der Islam eine friedliche Religion?” bringen.
Während bisher die eher übereinstimmenden Aussagen beider Religionen hervorgestrichen wurden,
wollen wir uns nun mit den Unterschieden befassen.
Hier wäre zuallererst das spirituelle Fundament, die Autorität der Quellen zu nennen. Während
sich der Islam auf Allah und seinen Gesandten Mohammed beruft, bekennt sich das Christentum
zu dem - ursprünglich nur jüdischen - Gott Jahwe und seinem Sohn Jesus Christus.
Der Name „Allah” (arab. „der Gott”) war schon den vorislamischen
Arabern – wahrscheinlich als der Name eines Mondgottes – bekannt und wurde erst im Islam zum
Eigennamen des einzigen Gottes.
Mohammed (arab. „der Gepriesene”) wurde in Mekka um 570 geboren und starb am 8. 6. 632 in
Medina. Die von ihm zwischen 610 und 632 gestiftete Religion – der Islam (arab. „Ergebung” –
nämlich in den Willen Gottes) – ist nach wissenschaftlicher Ansicht eine Neustiftung. Von den
Anhängern des Islam wird sie jedoch als eine Erneuerung der Religion Abrahams gesehen, von der die
Menschheit entweder völlig abgefallen ist oder nur zum Teil (Juden, Christen) die Reste der
Uroffenbarung bewahrt haben.
Der Koran (arab. „Rezitationsstück”) gilt bei den Muslimen als die, dem Propheten
Mohammed zuteil gewordenen Offenbarungen Gottes. Die vielfachen Parallelen zu Erzählungen und
Aussprüchen des AT und NT beruhen nicht, wie der Islam behauptet, auf Resten einer Uroffenbarung,
welche im Islam überliefert wird, während deren weiterer Inhalt nach islamischer Ansicht im AT und
NT verfälscht wurde, sondern darauf, dass Mohammed aus den ihm unvollkommen und oft auch unrichtig
bekannt gewordenen israelitischen und christlichen Texttraditionen einiges übernommen hat. So hat
er beispielsweise die „Dreieinigkeit” der Christen irrtümlich auf Gottvater, Christus und Maria
bezogen und deshalb die Christen als Polytheisten und Götzenanbeter bezeichnet.
Wenn man nun die Aussagen des Koran mit jenen des NT vergleicht, zeigt sich als das
hervorstechendste Merkmal der Umstand, dass im Koran Allah – durch seinen Propheten Mohammed –
die Muslime immer wieder auffordert, die Ungläubigen zu bekämpfen. Also z. B.:
- zu verfolgen (4. Sure 105)
- zu bekämpfen (8. Sure 40; 9. Sure 3, 12, 29; 48. Sure 17)
- zu töten und zu kreuzigen (5. Sure 34)
- die Köpfe abzuschlagen (8. Sure 13; 47. Sure 5)
Im NT hingegen gibt es keine einzige derartige Aufforderung an die Christen. Im
Gegenteil, es wird nicht nur die Rache verboten, weil sie allein in Gottes Hand liegt, es wird auch
die Feindesliebe an zahlreichen Stellen geboten.
Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen Menschen in Frieden!
Röm 12,17 Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid bedacht auf das,
was ehrbar ist vor allen Menschen! 12,18 Wenn möglich, soviel an euch ist, lebt mit allen
Menschen in Frieden! 12,19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn! Denn
es steht geschrieben: «Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.»
12,20 «Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken!
Denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.» 12,21 Laß dich nicht vom
Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten! Röm 12,17-21;
So laßt uns nun dem nachstreben, was dem Frieden dient.
Röm 14,19 So laßt uns nun dem nachstreben, was dem Frieden,
und dem, was der gegenseitigen Erbauung dient. Röm 14,19;
Wir kennen Gott, der gesagt hat: Mein ist die Rache, ich will vergelten.
Hbr 10,30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: «Mein ist die Rache,
ich will vergelten»; und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten.» Hbr 10,30;
Jagt dem Frieden mit allen nach.
Hbr 12,14 Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung,
ohne die niemand den Herrn schauen wird; Hbr 12,14;
Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen.
Lk 6,27 Aber euch, die ihr hört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut
wohl denen, die euch hassen; 6,28 segnet, die euch fluchen; betet für die, die euch beleidigen!
6,29 Dem, der dich auf die Backe schlägt, biete auch die andere dar; und dem, der dir den Mantel
nimmt, verweigere auch das Untergewand nicht! 6,30 Gib jedem, der dich bittet; und von dem, der dir
das Deine nimmt, fordere es nicht zurück! Lk 6,27-30;
Sogar das oberste Gebot im christlichen – und übrigens auch im jüdischen –
Glauben beinhaltet neben dem Gebot der Liebe zu Gott auch das Gebot der Liebe zum Nächsten.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Mt 22,35 Und es fragte einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, und
versuchte ihn und sprach: 22,36 Lehrer, welches ist das größte Gebot im Gesetz?
22,37 Er aber sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. »22,38 Dies ist das größte und erste
Gebot.
22,39 Das zweite aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»
22,40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Mt 22,35-40;
Bei der Gegenüberstellung dieser christlichen Gebote der Feindesliebe zum Umgang
des Islam mit seinen Feinden zeigt sich eine gewisse Ähnlichkeit mit der Erzählung von König
Salomo und den beiden Müttern. Beide Frauen behaupteten, das Kind sei das ihre. Die Vorgangsweise
bei der Urteilsfindung, wer wirklich die echte Mutter war, hat König Salomo berühmt gemacht:
Und der König sprach: Holt mir ein Schwert!
1Kg 3,24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und man
brachte das Schwert vor den König. 3,25 Und der König sprach: Zerschneidet das lebende Kind in
zwei Teile und gebt der einen die eine Hälfte und der anderen die andere Hälfte!
3,26 Da sagte die Frau, deren Sohn der lebende war, zum König, denn ihr Innerstes wurde erregt
wegen ihres Sohnes, sie sagte also: Bitte, mein Herr! Gebt ihr das lebende Kind, aber tötet
es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mir noch dir soll es gehören, zerschneidet es!
3,27 Da antwortete der König und sprach: Gebt der ersten das lebende Kindchen und tötet es ja
nicht! Sie ist seine Mutter. 1Kg 3,24-27;
Und ebenso wie König Salomo daran, dass die eine Frau lieber auf das Kind
verzichtete, als es töten zu lassen, die Liebe der wahren Mutter erkannte, können auch wir hier
auf völlig objektive Weise jenen wahren Gott erkennen, dessen Liebe es verbietet, Menschen töten
zu lassen - auch wenn sie nicht an ihn glauben.
Wenn wir uns einige weitere wichtige Gebote des Koran ansehen, so stoßen wir natürlich auf die
Verpflichtung für jeden gläubigen Muslim, fünf Mal am Tag zu beten. Dabei müssen vor dem Gebet
rituelle Waschungen durchgeführt werden.
Diese rituellen Waschungen gleichen jenen, welche zu Jesu Zeiten in Israel die Schriftgelehrten und
Pharisäer an ihren Bechern und Schüsseln vorgenommen haben und wofür sie der Herr tadelte:
Sie reinigen das Äußere, inwendig aber sind sie voller Raub und Unenthaltsamkeit.
Mt 23,24 Ihr blinden Führer, die ihr die Mücke seiht, das Kamel aber
verschluckt! 23,25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr reinigt das
Äußere des Bechers und der Schüssel, inwendig aber sind sie voller Raub und Unenthaltsamkeit.
23,26 Blinder Pharisäer! Reinige zuerst das Inwendige des Bechers, damit auch sein Auswendiges rein
werde.
23,27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr gleicht übertünchten Gräbern,
die von außen zwar schön scheinen, inwendig aber voll von Totengebeinen und aller Unreinigkeit
sind. 23,28 So scheint auch ihr von außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr
voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Mt 23,24-28;
Was nützt es einem Menschen, wenn er sich äußerlich reinigt, in seinem Herzen
aber Gedanken an Hass, Mord und Totschlag hat, welche er dann gleich nach dem Freitagsgebet, beim
Verlassen der Moschee, in die Tat umsetzt? Wenn es stimmt, dass in den abrahamitischen Religionen
– also Judentum, Christentum und Islam – der selbe eine und einzige, allmächtige Gott angebetet
wird, haben alle diese Gebete – trotz ritueller Waschungen – keinerlei Effekt, solange im Herzen
der moslemischen Gläubigen nicht Friede und Barmherzigkeit eingekehrt sind.
Es bringt auch nichts, fünf Mal am Tag in Richtung Mekka zu beten. Gott ist nicht in Mekka! Doch
Gott ist auch nicht in Moscheen, Synagogen oder Kirchen, sondern er lässt sich nur in Herz und Hirn
(im Geist) des Menschen finden.
Auch müssen wir nicht über Lautsprecher von Minaretten oder vor dem Kirchenaltar irgendwelche
Gebetsformeln herunterleiern. Gott hört uns auch ohne Lautsprecher! Allerdings nur dann, wenn wir
uns selbst, d. h. persönlich, mit unseren eigenen Worten und in aller Stille, im Geist an ihn
wenden. Unser Gott ist kein Gott der Massen, er ist ein Gott jedes einzelnen Menschen, ganz
persönlich.
Das will uns auch der Herr Jesus vermitteln, wenn er sagt, dass bei jedem von uns selbst die Haare
des Hauptes alle gezählt sind.
Ihr seid wertvoller als viele Sperlinge.
Mt 10,29 Werden nicht zwei Sperlinge für ein paar Pfennige verkauft?
Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater. 10,30 Bei euch aber sind
selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. 10,31 Fürchtet euch nun nicht! Ihr seid
wertvoller als viele Sperlinge.
10,32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen
vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 10,33 Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den
werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Mt 10,29-33;
Und wenn wir im Gebet auf die Stimme Gottes in unserem Geist hören, dann wird er
uns zu seinem Sohn führen, wie es dieser auch verheißen hat:
Jeder, der von dem Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.
Jh 6,44 Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich
gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 6,45 Es steht in den Propheten
geschrieben: «Und sie werden alle von Gott gelehrt sein.» Jeder, der von dem Vater gehört und
gelernt hat, kommt zu mir. Jh 6,44-45;
Doch hier haben wir einen weiteren gravierenden Unterschied zwischen Islam und
Christentum. Wer für die Christen der Sohn Gottes – Jesus Christus - ist, ist für die Muslime
bestenfalls einer der Propheten, wie auch Mohammed einer war. Vergleicht man nun Mohammed mit
Christus, fällt auf, dass Mohammed 66 blutige Kriege mit Tausenden von Toten geführt hat, um
Menschen zu seinem Gott zu bekehren, während Jesus Christus – für eben diesen Zweck – selbst
am Kreuz gestorben ist.
Wie man sieht, sind dies diametral entgegengesetzte Verhaltensweisen, die aus einem völlig
konträren Gottesverständnis resultieren. Während der Gott des Islam seine Gläubigen zu Krieg,
Mord und Totschlag auffordert, befiehlt der Gott des Christentums seinen Gläubigen, sogar ihre
Feinde zu lieben und hat nach christlichem Glauben in seinem Sohn selbst sein Leben für sie
hingegeben.
Man könnte nun schlussfolgern, dass eben der Gott des Christentums nichts mit Allah
und umgekehrt zu tun hätte. Doch hier sollten wir vorsichtig sein. Zum Einen hat gerade dieser Gott
- Jahwe – dem Abraham nicht nur in seinem Sohn Isaak - dem Sohn seiner Frau Sarah und Urvater der
Israeliten - sondern auch in seinem ersten Sohn Ismael - dem Sohn der Magd Hagar und Urvater der
Araber - viele Nachkommen und ein großes Volk verheißen.
Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Nachkomme ist.
1Mo 21,12 Aber Gott sprach zu Abraham: Laß es nicht übel sein in
deinen Augen wegen des Jungen und wegen deiner Magd; in allem, was Sara zu dir sagt, höre auf ihre
Stimme! Denn nach Isaak soll dir die Nachkommenschaft genannt werden. 21,13 Doch auch den Sohn
der Magd werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Nachkomme ist. 1Mo 21,12-13;
Und ebenso wenig, wie man den Israeliten ihre Abstammung von Abraham und ihre
Verheißungen streitig machen kann, kann man auch bei den Ismaeliten – also den Arabern – weder
ihre Abkunft, noch diese Verheißung Gottes leugnen. Noch dazu, wo es in der Schrift einzelne
Hinweise gibt, dass im Millennium – neben vielen aus den Nationen – auch alle Semiten, also
sowohl Israeliten als auch Araber, den einen und einzigen Gott, den Allmächtigen, anbeten werden.
Zum Zweiten jedoch, haben gerade wir Christen allen Grund, die verirrten Schafe unseres Gottes zu
suchen. Sind wir doch selbst erst durch die Gnade und das Opfer unseres Herrn Jesus Christus in die
Lage versetzt worden, umzukehren und unserem Gott zu dienen. Und auch in unserer Geschichte des
Christentums hat es Zeiten gegeben, in welchen die Offenbarung verdunkelt und die Christen zu
Mördern und Totschlägern geworden waren. Ob das nun die Kreuzzüge, die Inquisition oder die
Gegenreformation waren – um nur einige zu nennen. Und das alles im Namen Gottes!
Und nun meint J. Siegerist in seiner Schrift:
„Nun gibt es natürlich immer wieder reichlich Zeitgenossen, die mit
der These hausieren gehen: ‚Die Christen waren im Mittelalter nicht besser’. Wer bestreitet
heute noch Verbrechen von Christen in dieser Zeit? Selbst der Papst hat sich dazu bekannt. Aber es
gibt da einen fundamentalen Unterschied. Wer im Namen der Christenheit Verbrechen verübt hat,
verstieß elementar gegen die Bibel und die christliche Lehre. Wer aber im Koran bestimmte
Scheußlichkeiten verübt, der hält sich nur an das, was im Koran steht und von Mohammed gelehrt
wurde.”
Das ist natürlich richtig und kann nicht bestritten werden. Allerdings machte es
für die damaligen Opfer dieser christlichen Mörder – wie z. B. auch der christlichen Eroberer
Nord- und Südamerikas, welche die eingeborenen Indianer bzw. Indios zu Tausenden hingemetzelt haben
– keinen Unterschied, ob sie mit oder gegen die Bibel ermordet wurden. Und nachdem bis heute in
keinem einzigen der christlichen Länder der Welt die zehn Gebote Gottes in den Verfassungsrang
erhoben wurden, geht die obige Argumentation am Kern des Problems völlig vorbei. Es ist völlig
irrelevant, ob die amerikanischen Terroropfer des 11. September von den moslemischen Attentätern
gemäß den Aussagen des Koran oder die in Afghanistan und im Irak von den Amerikanern getötete
Zivilbevölkerung im elementaren Widerspruch zur Bibel und zur christlichen Lehre getötet wurden.
Im Endeffekt sind sie alle tot. Und das zählt!
Wenn wir als Christen der Überzeugung sind, dass wir in der Bibel das Wort Gottes und damit die
Wahrheit und den rechten Weg haben und wir kümmern uns keinen Deut darum, dass dort steht „Du
sollst nicht töten” und „Liebe deine Feinde”, und bringen unsere Feinde um, dann sind die
Moslems, welche sich strikte an den – leider falschen - Koran halten, wo es heißt „Tötet sie”,
in ihrer Haltung mit Sicherheit konsequenter. Denn sie tun das Falsche, weil sie den rechten Weg
nicht kennen. Wir hingegen sagen, dass wir den rechten Weg kennen und tun trotzdem das Gegenteil.
Und ebenso wenig, wie wir als Christen hier für unser eigenes Verhalten Gott die Schuld geben
können, können wir auch für das Verhalten der Moslems nicht Gott verantwortlich machen. Ja mehr
noch, wir können diese Schuld – die es zweifelsfrei gibt – auch nicht nur den Moslems selbst
zuschreiben. Die Ursache dieses falschen Verhaltens der Moslems sind die Aussagen des Koran. Und
diesen Koran hat ein irregeleiteter Mensch zusammengestellt. Der Islam hat daher nur den falschen
Propheten und nicht den falschen Gott.
Wir müssen daher davon ausgehen, dass der Gott Abrahams, der Gott der Juden und der Christen,
tatsächlich auch der Gott des Islam ist. Und ebenso, wie er sich der Christenheit nach ihren
unglaublichen Irrungen wieder erbarmt hat, kann er sich auch seiner verirrten Schafe aus dem Islam
erbarmen und sie auf seinen Weg der Liebe und Barmherzigkeit zurückbringen.
Abschließend sei noch ein rein optischer Vergleich zwischen Islam und Christentum, anhand eines
erst unlängst erschienenen Bildes, aufgezeigt:
Nehmen wir einmal an, wir hätten die Möglichkeit und könnten etwa dem Apostel
Paulus im ersten Jahrhundert dieses obige Bild zeigen und ihn informieren, dass eine der beiden
abgebildeten Personen sich in 2000 Jahren als ein Nachfolger Jesu Christi bezeichnen wird, der
andere aber der Führer eines Volkes sein wird, dessen Religion in vielen Ländern die Christen
verfolgt.
Beim Betrachten des Bildes wird dem Paulus vielleicht das Gleichnis des Herrn vom reichen, in Purpur
und Prunk gekleideten Mann und dem armen Lazarus in den Sinn kommen, ebenso wie manches andere
Herrenwort über die Pharisäer und Schriftgelehrten und er wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den
einfach gekleideten, freundlich lächelnden Mann als den Christen und die in Gold und Purpur
gehüllte Person mit der edelsteinbesetzten Doppelkrone als den Widersacher des Christentums nennen.
Und das sollte uns Christen auch zu denken geben!
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Durch Zufall bin ich auf Ihre Website gestoßen und habe Ihren Artikel über den
Islam gelesen. Dabei kann man über weite Teile den Eindruck gewinnen, Sie selbst wären Moslem.
Erst Ihre Feststellung am Ende, dass der Islam wohl den richtigen Gott, aber den falschen
Propheten hat, rückt dann diese Sicht wieder zurecht, da ein Moslem für eine solche
Äußerung, besonders in moslemisch regierten Staaten, nach dem Gesetz des Islam (Scharia) mit
der Todesstrafe zu rechnen hat. (Zuletzt passiert in Nigeria, anlässlich der geplanten
Miss-World-Wahl, welche von den Moslem verhindert wurde.)
Was nun die Moslemproblematik bei uns hier in Westeuropa betrifft, wundert es mich als
Atheistin, dass das Christentum hier nicht stärker Flagge zeigt. Im Islam werden große Teile
der Bevölkerung, nämlich die Frauen, unterdrückt und tyrannisiert. Sie dürfen fast nicht in
die Öffentlichkeit, wenn, dann nur mit Schleier und Umhang. Es werden ihnen die einfachsten
Grundrechte, wie das Recht auf Schulbildung, das Recht auf Arbeit usw. aberkannt, geschweige
denn ein politisches Wahlrecht. Sie dürfen nur ihrem Macho zuhause den Haushalt führen und
seine Kinder gebären. Das kann doch nicht im Einklang mit dem christlichen Glauben stehen –
oder?? Und das will man nun mit dem Beitritt eines in der Mehrheit moslemischen Landes wie die
Türkei in die EU hereinholen.
Es hat den Anschein, als ob die leitenden Männer in der EU mit diesen Verhältnissen
liebäugeln, um sich gern auch selbst mit bis zu vier Frauen verheiraten zu können. So scheint
es auch erklärbar, dass Ihnen bisher kein Mann auf Ihren Artikel etwas entgegnet hat. Oder sind
die Männer bei uns einfach zu feige – oder zu blöde?? – um sich mit diesem Thema
intellektuell auseinander zu setzen?
Myriam Prager Myriam.Prager@aon.at
Zuerst einmal bin ich doch etwas erstaunt, dass von Ihnen die Verhinderung der Miss
World Wahl durch die Moslems kritisiert wird. Gerade bei solchen Events wird ja ausschließlich der
weibliche Körper beurteilt, ohne Berücksichtigung von Seele und Geist. Und eigentlich hätte ich
angenommen, dass man in Kreisen von Frauenrechtlerinnen zumindest auf dieser Ebene ein gewisses
Verständnis für den Islam haben könnte.
Hinsichtlich der Bekleidungsvorschriften für Frauen im Islam, gibt es auch im Christentum – was
Sie als Atheistin nicht wissen können – einen recht plausiblen Hintergrund, auf welchen ich dann
weiter unten auch noch eingehen möchte.
Was nun die Politiker in der EU anlangt, sind diese – wie mir scheint – an einer Vielweiberei,
wie sie der Islam gestattet, nicht interessiert. Denn dann müsste man ja die „Ehemaligen” in
der Familie behalten und für sie bis ins hohe Alter hinein sorgen. Bei uns im Westen macht man das
nicht parallel, sondern seriell. So ist z. B. ein guter Teil der Spitzenpolitiker in Deutschland und
Österreich auch mit bis zu vier Frauen verheiratet. Allerdings nach westlicher Manier: nicht
nebeneinander, sondern nacheinander.
Die von Ihnen schließlich so bezeichnete „Blödheit” der Männer bei uns, ist bei näherer
Betrachtung vielleicht der Grund, warum den Frauen im Westen schon viel mehr (wenn auch in manchen
Bereichen noch immer zu wenig) Rechte eingeräumt werden, als im Islam. Oder denken Sie, man hätte
eine Angleichung der Frauenrechte mit „gescheiten” Männern wie Bin Laden aus Saudi Arabien oder
Khamenei aus dem Iran erreicht?
Derartige Attribute werden bei uns im Westen den Männern von radikalen Frauengruppen meist pauschal
zugedacht. Auch die Einschätzung, dass Männer „sexbesessene Monster” wären, kommt aus diesen
Kreisen. Zugegeben, dass es einige Ausnahmen geben wird. Aber auf die überwiegende Mehrheit der
Männer trifft das natürlich nicht zu. Es wird immer kritisiert, wenn ein Mann einer schönen Frau
nachsieht. Und das wird dann als abartig dargestellt. Aber ist es das wirklich?
Nun muss man allerdings als Mann eingestehen, dass ein derartiges Verhalten – nämlich, dass sie
einem schönen Mann nachsehen würde - bei einer Frau eher selten anzutreffen ist. Wobei jetzt hier
schwer zu sagen ist, ob sich die Frauen hier mehr in der Gewalt haben als Männer, oder ob sie
tatsächlich von männlichen „Reizen” nicht zu beeindrucken sind. Deshalb soll hier ein anderes,
für Frauen eher nachvollziehbares Beispiel angeführt werden.
In einer eleganten Gesellschaft mit einer Anzahl schöner Frauen - die natürlich die Aufmerksamkeit
der Männer auf sich ziehen - trägt eine dieser Damen der Gesellschaft ein phantastisches
Brillantkollier im Wert von einigen Millionen Euro. Und hier bin ich mir nun ziemlich sicher, dass
die Blicke aller anwesenden Damen im Saal – offen oder etwas verstohlen – immer wieder zu diesem
kostbaren und attraktiven Schmuckstück hin wandern. Und wenn es wirklich die Eine oder Andere geben
sollte, welche dieser Anblick völlig kalt lässt, würde ich die Behauptung wagen, dass es sich
dabei um einen verkleideten Mann handeln muss.
Ähnlich wie die Faszination der Frauen im Hinblick auf qualitativ hochwertigen Schmuck, ist nun
auch jene der Männer im Hinblick auf Frauen. Und auch hier würde ich darauf tippen, dass Männer,
welche eine schöne Frau nicht ansehen möchten, entweder homosexuell veranlagt oder überhaupt
Eunuchen sind. Nun geht es aber bei der Beziehung zwischen Frauen und Männern ja nicht nur um die
äußere Erscheinung, sondern auch und vor allem um die inneren, geistig-seelischen Kapazitäten.
Und hier kann man natürlich argumentieren: ebenso wie sich mit etwas Menschenkenntnis ein mieser
Charakter an seinem Aussehen und Benehmen erkennen lässt, erkennt man auch einen geistig und
seelisch edlen Menschen an seinem Habitus. Aber wer macht sich heute schon die Mühe, etwas
Menschenkenntnis zu erwerben?
Und weil das so ist, dass die Menschen ihr Urteilsvermögen verloren - oder besser gesagt, gar nicht
erst erworben haben, fallen sie immer wieder auf Betrüger und Lügner in allen Lebensbereichen
herein. Aufgrund dieser Erfahrungen und aus Angst, noch dramatischere seelische Verletzungen
erleiden zu müssen, gehen sie in Liebesdingen keine tieferen Bindungen mehr ein, sondern suchen nur
den kurzen sexuellen Kontakt oder meiden überhaupt das andere Geschlecht. Damit entgehen ihnen aber
auch jene positiven seelischen Erfahrungen, welche ihr Urteilsvermögen entwickeln und stärken
könnten. Und weil das so ist ... siehe oben.
Für Aussteiger aus diesem Teufelskreis könnte folgende Empfehlung nützlich sein: die Erfahrungen,
welche man im Umgang mit Menschen gemacht hat, dürfen nicht vergessen werden. Es hilft nichts, wenn
ich heute auf einen Betrüger hereinfalle, das Erlebte nicht bedenke sondern verdränge und vergesse
und daher morgen dem selben Typ Mensch auf dem Leim gehe. Enttäuschungen und Glückserlebnisse –
beides ist wichtig und vonnöten. Und im Laufe der Zeit und durch trial and error, entwickelt sich
dann eine Art „sechster Sinn” bei der Beurteilung von neuen Bekanntschaften. Eben die
Menschenkenntnis.
Nun möchte ich aber zu der weiter oben angekündigten christlichen Komponente im Zusammenhang mit
den Bekleidungsvorschriften bei muslimischen Frauen kommen. Wir haben in der Bibel – als letztes
der zehn Gebote – das Gebot:
Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten.
2Mo 20,17 Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du
sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder
sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Nächsten gehört. 2Mo 20,17;
Diese Gebot ist die Voraussetzung für das siebte Gebot:
2Mo 20,14 Du sollst nicht ehebrechen. 2Mo 20,14;
Und obwohl wir uns heute in christlichen Landen darüber alterieren, dass erst
unlängst zwei Frauen in verschiedenen islamischen Staaten aufgrund der Scharia wegen Ehebruchs zum
Tod durch Steinigung verurteilt wurden, sollten wir doch nicht die Geschichte unserer eigenen
Religion vergessen. Auch im AT haben wir die Forderung:
Der Ehebrecher und die Ehebrecherin müssen getötet werden.
3Mo 20,10 Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn ein Mann
Ehebruch treibt mit der Frau seines Nächsten, müssen der Ehebrecher und die Ehebrecherin
getötet werden. 3Mo 20,10;
Nun mag man meinen, das gelte wohl für die Juden, aber doch nicht für das
Christentum, dessen Basis doch das NT ist. Und hier wird mit Recht auf die Episode hingewiesen, in
welcher der Herr eine Ehebrecherin vor den Steinen der wütenden Juden rettete.
Jesus aber sprach zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!
Jh 8,3 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau,
die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte 8,4 und sagen zu ihm: Lehrer,
diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 8,5 In dem Gesetz aber hat uns Mose
geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? 8,6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen,
damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem
Finger auf die Erde. 8,7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu
ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.
8,8 Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde. 8,9 Als sie aber dies hörten,
gingen sie einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Älteren; und er wurde allein gelassen
mit der Frau, die in der Mitte stand. 8,10 Jesus aber richtete sich auf und sprach zu ihr: Frau, wo
sind sie? Hat niemand dich verurteilt? 8,11 Sie aber sprach: Niemand, Herr. Jesus aber sprach zu
ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr! Jh 8, 3-11;
Allerdings soll uns der Bericht von diesem Ereignis nicht beweisen, dass im
Christentum Ehebruch straffrei sein könnte! Es sind zwei Aussagen, welche in dieser Schriftstelle
wichtig scheinen:
1. Nur ein Mensch, welcher selbst ohne Sünde ist, hätte das Recht, einen
anderen Menschen zum Tode zu verurteilen. Dies haben die Juden in der Episode schließlich auch
begriffen und sind gegangen. Der Einzige, welcher diese Frau nun doch noch hätte verurteilen
können, weil er tatsächlich ohne Sünde war, war der Herr selbst. Doch er sagte ihr: „Auch ich
verurteile dich nicht”.
2. Jesus Christus ist nicht in die Welt gekommen, um die Gesetze des Mose
aufzuheben (Mt 5,17-20). Das Gebot, dass Ehebrecher getötet werden müssen, ist auch im Christentum
gültig. Es gibt also keinen Unterschied in dieser Beziehung zwischen mosaischem Glauben, Islam und
Christentum. Im Unterschied zu den beiden anderen monotheistischen Religionen kennt jedoch das
Christentum das stellvertretende Opfer des Sohnes Gottes für unsere Sünden. Wir könne also unsere
Sünden – auch die des Ehebruchs – im Glauben an das Loskaufopfer unsers Herrn Jesus Christus
vergeben bekommen, wenn wir bereuen und darum bitten.
Daraus können wir nun folgende Konsequenzen ableiten:
Nachdem es nur einem Menschen ohne Sünde gewährt wäre, einen anderen Menschen zum Tode zu
verurteilen, es aber – mit der Ausnahme von Jesus von Nazareth – keinen Menschen je gegeben hat,
noch je geben wird, der ohne Sünde wäre, ist jedes Todesurteil gegen den Willen Gottes. Dass wir
derartige Verurteilungen nun z.B. in der Türkei immer wieder erleben müssen, ist sicher auf den
religiösen, islamischen Hintergrund zurückzuführen. Dass aber in den angeblich so christlichen
USA das Todesurteil nach wie vor verhängt und vollstreckt – und auch noch von vielen „christlichen”
Gruppen befürwortet wird -, ist eine Schande für das Christentum
Obwohl wir nun oben gesehen haben, dass die Strafe für Ehebruch in allen drei Religionen gleich
ist, hat das Christentum hier einen ganz anderen Lösungsansatz. Während Thora und Koran die
Gerechtigkeit des Menschen fordern, besteht das NT zwar auch auf die Erfüllung der Gebote Gottes,
bietet ihnen aber auch Gnade an. Alle Sünden – bis auf eine ganz bestimmte – können dem
Menschen vergeben werden, wenn er bereut und den Tod des Gottessohnes am Kreuz als Loskaufopfer für
seine Sünden annimmt. Trotzdem – oder gerade deshalb – geht die Schuldfrage im Christentum viel
tiefer. Hier wird nicht nur der vollbrachte Ehebruch, sonder auch der „gedachte”, ja mehr noch,
das bloße Ansehen einer Frau verurteilt.
Jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Mt 5,27 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen.
5,28 Ich aber sage euch, daß jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit
ihr begangen hat in seinem Herzen. 5,29 Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlaß zur Sünde
gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, daß eins deiner Glieder umkommt
und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. 5,30 Und wenn deine rechte Hand dir
Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist dir besser, daß eins deiner
Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. 5,31 Es ist aber gesagt: Wer
seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief. 5,32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine
Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, daß mit ihr Ehebruch begangen wird; und
wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch. Mt 5,27-32;
Wenn uns nun der Herr sagt:„Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde
gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt
und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird”, erkennen wir, dass einerseits
schon das begehrliche Ansehen einer Frau Ehebruch ist und dass die Strafe für den nicht vergebenen
Ehebruch auch im Christentum ewige Verdammnis ist.
Und hier haben wir nun auch wieder den Konnex zum Islam. Auch dort hat man die religiöse Gefahr
erkannt, welche dem Mann allein schon durch das bloße Ansehen einer Frau drohen kann. Und während
sich nun die Männer in Judentum und Christentum disziplinieren müssen, damit ihr Herz beim
Betrachten einer Frau nicht auf sündige Abwege gelangt, macht es sich der Koran recht einfach. Er
verbietet einfach den Frauen, sich unter Männern zu zeigen und wenn, dann nur von Kopf bis Fuß
verschleiert. Damit kann gar nicht erst ein Mann in irgendwelche diesbezügliche Versuchungen
kommen.
Das ist also der praktische Hintergrund der Bekleidungsvorschriften für die Frauen im Islam. Es ist
daher nicht blinde Tyrannei und Unterdrückung, sondern purer religiöser und gesellschaftlicher
Selbstschutz der Männer. Und natürlich auch der Frauen, da ja auch jede Frau, welche durch die
Darstellung/Bloßstellung ihres Körpers die Männer auf falsche Gedanken bringt, schon geistigen
Ehebruch mit ihnen begangen hat.
Wer denen, die an mich glauben, Anlaß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.
Mk 9,42 Und wer einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlaß
zur Sünde gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer
geworfen würde. 9,43 Und wenn deine Hand dir Anlaß zur Sünde gibt, so hau sie ab! Es ist
besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu
kommen, in das unauslöschliche Feuer. Mk 9,42-43;
Es ist daher auch sehr verwunderlich, dass viele westliche Frauen sich darüber
beschweren, dass die islamischen Frauen ganz unpassend in Schleier und Mantel durch die Straßen
gehen, während man andererseits überhaupt nichts dagegen zu haben scheint, dass auf derselben
Straße Mädchen mit Miniröcken spazieren gehen, welche gerade die Scham abdecken und mit BHs,
welche auch nur die Brustwarzen umhüllen. Noch verwunderlicher ist es aber, dass westlichen Frauen
(Nonnen), welche aus christlich-religiösen Gründen mit Umhang und Kopfbedeckung auftreten, mit
Achtung und Respekt behandelt werden, während man muslimische Frauen, welche eine ähnliche
Bekleidung aus moslemisch-religiösen Gründen tragen, als unpassend ausgrenzt.
Auch das Argument von westlichen Frauenrechtlerinnen, dass die muslimischen Frauen zu dieser
Bekleidung gezwungen und damit unterdrückt würden, ist in den meisten Fällen falsch. Hier haben
sich schon viele muslimische Frauen dazu geäußert und immer wieder bestätigt, dass sie dies nicht
als Unterdrückung empfinden, sondern es ganz einfach praktizierter Islamismus und damit ihr
persönliches Recht auf Religionsausübung ist, welches hier zum Ausdruck kommt. Ebenso gut könnte
man den katholischen Frauen ihr Recht auf praktizierten Katholizismus vorwerfen, wenn sie sich
bekreuzigen, mit Hut in die Kirche gehen oder überhaupt der katholischen Messe beiwohnen.
Und weil wir gerade beim Thema „Katholizismus” sind: von weltweit 54 Staaten, welche eine
islamische Regierung haben, sind es gerade drei, welche die Scharia als gesetzgebendes Instrument
einsetzen. Vergleichsweise haben wir aber auch im Westen einen Staat, der seine eigenen, von der
demokratischen Norm abweichenden Gesetze praktiziert und seinen Mitgliedern aufzwingt, nämlich den
Vatikanstaat. Die Sonderlehren der katholischen Kirche, wie das Zölibat im Priestertum, das
Fleischverbot am Freitag, der Ausschluss der Frauen von geweihten Kirchenämtern oder das Verbot
Wiederverheirateten die Kommunion zu erteilen sind weder Gebote Gottes noch Lehren der Bibel. Nicht
zuletzt deshalb werden diese katholischen „Gesetze” von einem großen Teil des Kirchenvolks
abgelehnt. Und gerade das sollte aber auch unser Verständnis für den Islam erleichtern, wo sich
auch 51 Staaten gegen die Scharia und die radikale Interpretation des Koran ausgesprochen haben.
Trotzdem muss man objektiverweise zugeben, dass generell im Islam - ob radikal oder gemäßigt -
sichtlich die Frauen Opfer für die Schwächen und zur Rettung ihrer Männer bringen. Und daher kann
man nur hoffen, dass es ihnen ihre Männer auch danken. Wenn nicht, wird es ihnen ihr Gott – der
auch unser Gott ist, wie weiter oben in diesem Diskurs nachgewiesen wurde – genau so sicher
anrechnen, wie jene, die zur Sünde verführen, ihre Strafe erhalten werden.
Diese Opferbereitschaft der Frauen im Islam ist uns aber auch hier im Westen nicht ganz unbekannt:
jede Mutter bringt Opfer für ihren Sohn und jede liebende Frau bringt Opfer für ihren Mann. Nur
jene Frauen, welche weder den einen noch den anderen je hatten, haben hier naturgemäß ein
Verständnisproblem. Und deshalb sollten wir Männer Gott vom Herzen für unsere Mütter und unsere
Frauen dankbar sein.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Die Demonstrationen gegen das geplante Verbot des islamischen Kopftuchs an
französischen Schulen waren gut organisiert - und schwach besucht. Zwar war die weltweite
Abhaltung von Protesten ein eindrucksvolles Zeugnis der internationalen Vernetzung radikaler
Moslem-Verbände. Die geringe Teilnahme, vor allem bei der Hauptveranstaltung in Paris, machte
aber deutlich, dass die große Mehrheit der rund fünf bis sechs Millionen in Frankreich
lebenden Moslems offenbar viel besser mit dem geplanten Gesetz leben können, als es die
Veranstalter wahrhaben wollen.
Es heißt aber auch, dass die Grundidee der Pariser Regierung, der französischen Tradition des
Laizismus Rechnung zu tragen, nicht zur Gänze im Trommelwirbel der Aktivisten untergegangen
ist. Die Trennung von Staat und Religion bedingt eben, dass religiöse Symbole in staatlichen
Institutionen nichts verloren haben. Symbole aller Religionen, nicht nur des Islam.
Die Wut über das Kopftuchverbot ist dort am größten, wo moslemische Frauen gar nicht davon
betroffen sind: In Saudi-Arabien, in Ägypten, im Libanon. Bei Frauen-Protestaktionen, die von
Männern organisiert und hauptsächlich von Männern besucht werden, ist von einem Angriff auf
die moslemische Welt die Rede. In Amman schwenkten verschleierte Frauen Banner mit den Worten
"Mein Schleier ist meine Freiheit".
Eine schweigende Mehrheit von französischen Moslems hat sich eine andere Freiheit genommen:
Jene, sich nicht vor den Karren Radikaler spannen zu lassen. Die Spaltung der moslemischen
Minderheit in Frankreich ist nicht aufzuhalten. Die Botschaft an die Fundamentalisten aber war
ein erster Sieg der Gemäßigten.
Glosse von Friederike Leibl in der österreichischen Tageszeitung „Die Presse” / f.leibl@diepresse.com
http://www.diepresse.com/
Im obigen Artikel der österreichischen Tageszeitung „Die Presse” heißt es: „Die
Trennung von Staat und Religion bedingt eben, dass religiöse Symbole in staatlichen Institutionen
nichts verloren haben. Symbole aller Religionen, nicht nur des Islam.” - Und die Autorin bezieht
sich hier auf das Kopftuchverbot für moslemische Frauen, weil dieses Kopftuch ein religiöses
Symbol ist.
Schön, wenn das tatsächlich so sein sollte, dann müssten zuerst einmal alle katholischen Nonnen
umgekleidet werden. Bei ihnen ist das Tragen ihrer Kopfbedeckung und ihres Umhangs ebenso
religiöses Symbol. Wer meint, diese Frauen seien ja nicht in staatlichen Institutionen anzutreffen,
der möge einmal ein im staatlichen Eigentum befindliches bzw. vom Staat finanziertes oder
unterstütztes Krankenhaus aufsuchen.
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Die obigen Photos von Vertretern der drei monotheistischen Religionen zeigen eine
katholische Ordensfrau, einen orthodoxen Juden und eine Muslima. Man sieht diese Personen täglich
in allen mitteleuropäischen Hauptstädten, wobei man in Wien, der Hauptstadt Österreichs, mit ein
bisschen Glück alle drei zur gleichen Zeit im zweiten Wiener Gemeindebezirk begegnen könnte: die
Ordensfrau, wenn sie das große Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, wo auch katholische
Klosterschwestern arbeiten, verlässt, den orthodoxen Juden, wenn er dort von der Synagoge
heimwärts strebt und die Muslima, wenn sie im nahegelegenen Karmelitermarkt ihre Einkäufe tätigt.
Während nun viele Wiener die katholische Klosterschwester freundlich grüßen und dem orthodoxen
Juden wohlwollend nachblicken, alteriert man sich darüber, dass die Muslima ihre Kleidung aus
religiösen Gründen trägt und verlangt, dass ihr sogar das Kopftuch verboten wird. Offensichtlich
ist für diese Kritiker die Tatsache, dass auch die anderen beiden Personen mit ihrer Kleidung ihre
religiöse Zugehörigkeit zum Ausdruck bringen, intellektuell nicht nachvollziehbar.
So wäre denn auch aus dieser Sicht ein Besuch von Papst Johannes Paul II. oder dem XIV. Dalai Lama
und ihr Zusammentreffen z. B. mit dem Herrn Bundespräsidenten in den Staatsräumen somit nur dann
möglich, wenn die beiden Heiligkeiten ihre Kutte zuhause lassen würden oder man sich im Wiener
Stadtpark treffen würde (wobei ich gar nicht weiß, ob der nicht auch im staatlichen Eigentum ist).
Wer dennoch ein religiöses Symbol an sich trägt, müsste dieses also in der Öffentlichkeit
weglegen oder verbergen. Demnach müsste eine Frau, wenn sie an ihrer Halskette ein Kreuz trägt,
dieses in der Öffentlichkeit verstecken. Trägt sie in eben dieser Öffentlichkeit einen
Stringbikini, wo 70% vom Busen und 95% vom Gesäß in der Öffentlichkeit herumwackeln, dann wird
das beklatscht und photographiert. Nicht, dass ich als Mann irgend etwas dagegen hätte, aber es ist
doch immerhin erstaunlich.
Haben wir nicht im Westen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf Religionsausübung – oder
irre ich mich da? Es wird immer argumentiert, die Religion dürfe sich nicht in den Staat
einmischen. Doch man übersieht dabei, dass diese Medaille zwei Seiten hat. Es darf sich natürlich
auch der Staat nicht in die Religion einmischen! Das tut er aber mit derartigen Verboten ganz
eindeutig.
Auch das von der Autorin etwas abfällig zitierte Spruchband der moslemischen Frauen bei ihrem
Protestmarsch: „Mein Schleier ist meine Freiheit” erinnert doch sehr stark an Protestmärsche
einheimischer Frauen, bei denen der Spruch „Mein Bauch gehört mir” skandiert wurde und man
damit das Recht der Frauen auf Abtreibung begründen wollte. Das Töten von ungeborenen Kindern ist
den Frauen in Österreich mittlerweile innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate erlaubt -
das Kopftuchtragen sollte es nicht sein?
Das Argument schließlich, dass diese moslemischen Frauen unterdrückt würden, weil sie von ihren
Männern zum Tragen des Kopftuches gezwungen werden, ist - abgesehen von Ausnahmefällen hier wie
dort - ebenso unsinnig, wie etwa die Behauptung, dass die Mädchen und Frauen westlicher Prägung
von ihren Männern gezwungen werden, auf den Straßen halbnackt herumzulaufen. Es ist dies der ganz
persönliche Wunsch und das gesetzlich garantierte Recht auf freie Gestaltung des individuellen
Outfits dieser Frauen, welche da wie dort akzeptiert und respektiert werden müssen.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Im Unterschied zu Diskurs 36 vertrete ich allerdings die Auffassung, dass
zwischen dem, was die Moslems unter Allah verstehen und dem Gott wie er uns in der Bibel
gegenübertritt, so wesentliche Unterschiede bestehen, dass zumindest sprachlich Gott und Allah
nicht miteinander gleichgesetzt werden können. Ich weiß, dass das problematisch ist, halte die
Lehre Mohammeds aber persönlich für satanischen Ursprungs (1. Joh. 2, 22f.). Insofern bin ich
mir nicht sicher, ob Gott sich über den Satan anbeten lässt oder nicht die Gebete der
Mohammedaner einen ganz anderen Adressaten haben. Ich werde mich hüten, hier unwissentlich eine
Gotteslästerung zu begehen und habe den Punkt insofern nicht weiter vertieft. Zumindest hat
das, was die Moslems unter Allah verstehen, mit dem Gott der Bibel recht wenig gemein; er ist
nach meinem Kenntnisstand unpersönlich, nicht barmherzig (vgl. im Kontrast dazu 1. Mo. 17, 20;
21, 17ff.) bzw. teilt seine Gnade willkürlich zu (oder auch nicht); die Vorstellung eines
Gottessohns ist in den Augen der Moslems Blasphemie; er befiehlt Dinge, die in diametralem
Gegensatz zu den Aussagen der Bibel stehen und lässt weiterhin zu, dass Mohammed Jesus implizit
als Lügner darstellt. Ist das wirklich noch der Gott Ismaels, oder hat nicht möglicherweise
Mohammed 2000 Jahre später etwas ganz anderes an dessen Stelle gesetzt? Hinzu kommt, dass -
wenn ich Diskurs 36 richtig erinnere - unter dem Namen 'Allah' zumindest zwischenzeitlich
offenbar ein Mondgott angebetet wurde (wofür auch der mohammedanische Halbmond sprechen
würde), der dann mit unserem Gott sicherlich nicht identisch wäre (5. Mo. 4, 19; 17, 3) und
zudem eine auch nur namensmäßige Zuordnung zu 'El Elohim' umso schwieriger wird (wobei
letzteres ein Eigenname ist, im Arabischen Allah jedoch (heutzutage?) eine 'generische'
Bezeichnung sein soll). Andererseits darf man 1. Mo. 17, 8 auch nicht übersehen, was wiederum
nicht hindert, dass auch die Nachkommen Ismaels trotzdem etwas anderes, wenn auch 'Ähnliches'
anbeten können. In jedem Fall war Mohammed ein Lügenprophet.
Christian Bollmeyer, Hamburg / bollmeyer@debitel.net
Zuerst einmal herzlichen Dank für diesen Hinweis, über den ich - um ehrlich zu
sein - im ersten Moment doch etwas erstaunt war. Ich war nämlich der Meinung, dass ich genau diese
Sicht der Dinge in meinen Ausführungen dargelegt habe. Doch dann habe ich mir den Diskurs wieder
durchgelesen und erkannt, dass tatsächlich ein Absatz in meiner Argumentation diesen falschen
Eindruck hervorrufen kann. Ich habe dort im letzten Punkt „Der Gott des Islam” folgendes
geschrieben:
„Man könnte nun schlussfolgern, dass eben der Gott des Christentums
nichts mit Allah und umgekehrt zu tun hätte. Doch hier sollten wir vorsichtig sein. Zum Einen hat
gerade dieser Gott - Jahwe – dem Abraham nicht nur in seinem Sohn Isaak - dem Sohn seiner Frau
Sarah und Urvater der Israeliten - sondern auch in seinem ersten Sohn Ismael - dem Sohn der Magd
Hagar und Urvater der Araber - viele Nachkommen und ein großes Volk verheißen.”
Und hier muss ich Ihnen - schon wieder! - Recht geben: durch die Einfügung von „Allah”
im ersten Satz, kommt hier eine völlig irrige Bedeutung hinein. Es hätte besser heißen sollen:
„mit dem Gott der Araber”. Und hier sind wir auch schon beim springenden Punkt: Natürlich ist
der „Allah” des Koran in keinster Weise identisch mit Jahwe, dem Gott der Juden und Christen.
Wie ich in meinem Beitrag - hoffentlich verständlicher - dargelegt habe, ist ja der Koran nicht „direkt
vom Himmel gegeben worden”, wie das die Mohammedaner immer sehen wollen, sondern Mohammed hat aus
den Schriften der Juden und der Christen jene Teile zusammengetragen, welche er für seine Zwecke
als brauchbar einschätzte und hat damit eine neue „Bibel” - den Koran - zusammengestellt.
Es war also Mohammed - ein falscher Prophet - welcher „Allah”, den ehemaligen Mondgott seines
Stammes, als den Gott aller Araber umfunktioniert und damit schlichtweg erfunden hat und ihm dann
alle jene Äußerungen in den Mund gelegt hat, welche ihm - Mohammed - (macht-) politisch,
gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich von Nutzen schienen. Und daher kann ich auch alle Ihre
Bedenken absolut nachvollziehen und finde sie völlig berechtigt. Lediglich in einem Punkt möchte
ich Ihre Aufmerksamkeit auf jenen Aspekt lenken, welcher gerade auch in dem oben zitierten, von mir
missverständlich formulierten Absatz, zum Ausdruck kommt.
Die Verheißung Gottes an Abraham und Ismael, dem Stammvater der Araber, kann nicht zurückgenommen
werden. Sie gilt bis in unsere Tage und in Ewigkeit (1Mo 17,13). Wenn nun diese Menschen von einem
falschen Propheten in die Irre geführt wurden und gemäß ihrem Koran einen nichtexistenten Gott
anbeten, ist das natürlich ein großer Fehler, der diese Völker in den vergangenen rd. 1400 Jahren
auch immer wieder in ihrer geistigen und sozialen Entwicklung behindert hat.
Allerdings sollten wir - die anderen beiden monotheistischen Religionen, also Juden und Christen -
hier keine Steine werfen. Denn auch im Christentum hat es Zeiten gegeben, in welchem die
(katholischen) Christen zu einem nichtexistenten Gott gebetet haben. Zur Zeit der Kreuzzüge, der
Inquisition, der Raub- und Brandschatzungen der katholischen Päpste, mit welchen diese sich ihre
Macht gesichert haben usw., haben die Machthaber zu Gott gebetet, er möge ihre Verbrechen, ihre
Waffen, ihre Raubzüge segnen. Diesen Gott hat es auch nie gegeben.
Und wenn man sich die Vergangenheit Israels ansieht, die in der Bibel nachzulesen ist, haben auch
die Israeliten immer wieder zu Götzen und falschen Göttern gebetet und wurden dafür von ihrem
Gott bestraft.
Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott.
5Mo 32,18 Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und
vergaßest den Gott, der dich geboren. 32,19 Und der HERR sah es und verwarf sie aus Unwillen
über seine Söhne und seine Töchter. 32,20 Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen,
will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation voller Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen
keine Treue ist. 32,21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott, haben mich
gekränkt durch ihre Nichtigkeiten; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein
Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie kränken. 5Mo 32,18-21;
Wenn daher wir Christen und Juden - wie eingangs Joachim Siegerist in seiner
Argumentation - meinen, dass unsere diesbezüglichen Sünden schon so lange zurückliegen, dass sie
sozusagen nicht mehr relevant sind, dann sollten wir uns fragen, ob z. B. der Gott, an den George W.
Bush glaubt und jener Gott, zu dem die Israeliten beten, welche das palästinensische Volk aus
seiner Heimat vertrieben, sie im eigenen Land in Flüchtlingslager (sic!) umgesiedelt haben und
laufend Palästinenser und unschuldige Frauen und Kinder beschießen und ermorden, ob dieser Gott
tatsächlich existiert.
Und ebenso, wie es heute auch Christen und Israeliten gibt, welche diese Handlungen ihrer
fragwürdigen Glaubensgenossen ablehnen, gibt es mit Sicherheit auch Moslems, welche in ihrem Herzen
mit „Allah” („Gott” - siehe Fußnote [1]),
nicht zu dem Gott des Koran, sondern zu dem Gott Abrahams, als dem allmächtigen Schöpfer des
Himmels und der Erde, beten. Diese Menschen sind die wirklichen Nachkommen Ismaels und ebenso wie
wir Christen und Juden, die Kinder Abrahams.
Um schließlich die Problematik einer vorschnellen Verurteilung der Moslems (der Menschen, nicht
ihrer Religion!!) aufzuzeigen, möchte ich die von Ihnen vorgebrachten Argumente des Christentums
gegen den Islam in ihrer Zielrichtung transponieren und auf die Sicht des mosaischen Judentums gegen
das Christentum anwenden. Das könnte dann etwa wie folgt lauten:
- Zwischen dem, was die Christen unter Gott verstehen und Jahwe wie er uns in der Thora gegenübertritt, bestehen so wesentliche Unterschiede, dass zumindest sprachlich Jahwe und der Gott der Christen nicht miteinander gleichgesetzt werden können.
- Zumindest hat das, was die Christen unter Gott verstehen, mit dem Jahwe der Thora recht wenig gemein;
- Der Jahwe der Thora gebietet „Aug um Aug und Zahn um Zahn” (2Mo
21,24).
Der Gott der Christen sagt „liebe deine Feinde” (Lk 6,35).
- Jahwe gestattet sich von seiner Frau zu trennen und ihr einen
Scheidebrief zu geben (5Mo 24,1).
Der Gott der Christen sagt „Wer seine Frau entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch”
(Mk 10,11).
- Bei den Propheten heißt es: „Wenn ein Gerechter von seiner
Gerechtigkeit umkehrt und Unrecht tut soll er sterben” (Hes 18,24).
Im Christentum hingegen: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, daß er uns
die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit” (1Jh 1,9).
- Die Israeliten bekennen: „Abraham ist unser Vater, wir sind seine
fleischlichen Nachkommen und seine Kinder” (Jh 8,39).
Die Christen aber behaupten: „Die aus Glauben sind, die sind Abrahams Söhne” (Gal 3,7) und „Nicht
die Kinder des Fleisches sind die Kinder Gottes sondern die Kinder der Verheißung werden als
Nachkommenschaft gerechnet” (Röm 9,8).
- Jahwe sagt uns in der Thora: „Der Herr euer Gott ist der alleinige
Gott. Außer ihm gibt es sonst keinen” (5Mo 4,35).
Der Jesus der Christen bezeichnet sich selbst als Sohn Gottes (Mt 26,63-64). Das ist
Gotteslästerung.
- Ist das wirklich noch der Gott Abrahams oder hat nicht möglicherweise
Jesus 1800 Jahre später etwas ganz anderes an dessen Stelle gesetzt?
(Siehe auch die Tabelle 01: „Zeittafel von Adam bis
Jakob.”).
Wie man sieht, hatten wir das alles schon einmal vor 2000 Jahren. Nach christlicher
Überzeugung haben die Juden damals geirrt und irren bis heute und haben ihren eigenen Messias nicht
erkannt und verworfen. Und auch die Moslems, die nun wieder sowohl Christen als auch Juden als „Schriftfälscher”
bezeichnen und sich selbst als die alleinigen Inhaber der Uroffenbarung betrachten, befinden sich
aus christlicher Sicht im Irrtum. Nachdem Mohammed große Teile der jüdischen Thora übernommen
hat, kann der Islam ja fast identische Vorwürfe gegen das Christentum erheben, wie sie oben vom
Judentum zitiert werden.
Wenn nun aber der Begründer des Christentums, der Sohn des dreieinigen Gottes und unser Herr Jesus
Christus, den Anspruch erhebt, „der Weg, die Wahrheit und das Leben” zu sein, gibt es aus
christlicher Sicht seit dem Tod Jesu Christi und bis zu seiner Wiederkunft nur eine Möglichkeit der
Rettung: der Glaube an den Sohn Gottes. Nach der Wiederkunft des Herrn gibt es kein „Glauben”
mehr, sondern nur das Sehen und den Zorn Gottes. Damit gibt es aber für alle Menschen und damit
auch für Juden und Moslems nur die Alternativen, entweder an diesen Jesus Christus zu glauben oder
ewig verloren zu sein. Das wird uns auch im selben Vers noch bestätigt:
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Jh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und
das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Jh 14, 6;
(Siehe auch den Diskurs 38: „Was erwartet Christen
und Juden bei der Wiederkunft des Herrn?”).
Doch dieser Anspruch ist keine Entscheidung des Sohnes, sondern der Wille des
Vaters. Der Wille jenes Gottes, welcher in seinem Sohn den Bund mit den Christen und nach Moses auch
in Abraham und dessen Söhnen Isaak und Ismael den Bund mit den Juden und Moslems geschlossen hat.
Und du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen!
1Mo 17,9 Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen
Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen! 17,10 Dies ist mein
Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: alles, was
männlich ist, soll bei euch beschnitten werden; 17,11 und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut
beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 17,12 Im Alter von
acht Tagen soll alles, was männlich ist, bei euch beschnitten werden, durch eure Generationen, der
im Haus geborene und der von irgendeinem Fremden für Geld gekaufte Sklave, der nicht von deiner
Nachkommenschaft ist; 17,13 beschnitten werden muß, der in deinem Haus geborene und der für dein
Geld gekaufte Sklave! Und mein Bund an eurem Fleisch soll ein ewiger Bund sein. 1Mo 17, 9-13;
Und durch Jesus Christus hat der Gott Abrahams auch den Juden und Moslems die
Möglichkeit eröffnet, durch den Glauben an seinen Sohn gerettet zu werden.
Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben.
Jh 5,22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze
Gericht hat er dem Sohn gegeben, 5,23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer
den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 5,24 Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt
nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen. Jh 5,22-24;
Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
Jh 3,35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben
nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Jh 3,35-36;
Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater.
Mt 11,25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater,
Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es
Unmündigen geoffenbart hast. 11,26 Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. 11,27 Alles
ist mir übergeben worden von meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch
erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und der, dem der Sohn ihn offenbaren will. Mt 11,25-27;
Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.
Mt 28,17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige
aber zweifelten. 28,18 Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle
Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Mt 28,17-18;
Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht.
Jh 6,44 Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich
gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 6,45 Es steht in den
Propheten geschrieben: «Und sie werden alle von Gott gelehrt sein.» Jeder, der von dem
Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. Jh 6,44-45;
Daraus wäre aber für uns Christen die Verantwortung abzuleiten, in Mission und
Evangelisation jene Moslems anzusprechen, welche in ihrem Herzen Gott den Allmächtigen, den Gott
Abrahams und Ismaels anbeten und offen sind, diesen einen und einzigen Weg, den uns dieser Gott -
aus Gnade und nicht aus Gerechtigkeit - eröffnet hat, zu gehen und sich zum Sohn Gottes und zu
ihrer Rettung zu bekehren.