Wurde der Staat Israel unter Benutzung des
Holocaust mit Gewalt gegründet? / Aussendung M. A. Friedmann 00, 2002-07-13
Hat die orthodoxe jüdische Gemeinde mehr Scheißkerle
als jede andere Gemeinschaft? / Posting Guitl Zajden 00, 2004-11-05
Der heutige Staat Israel hat weder biblisch noch
historisch ein Existenzrecht. / M. A. Friedmann 00, 2006-08-05
Pressekonferenz Holocaust: Ein Andenken
anderer Art / Die authentische jüdische Stimme meldet sich zu Wort 00, 2010-01-27
Neturei Karta verurteilt Israels Attacke auf
die Humanitäre Flotte. / 2010-06-11
Hat Gott gar keinen Sohn? /
Stellungnahme eines Mitglieds der jüdischen Glaubensgemeinschaft in Deutschland 00, 2010-08-07
Israel instrumentalisiert den Holocaust
und den Antisemitismus / Prof. Moshe Zuckermann, Tageszeitung "KURIER",
2010-10-21,
WikiLeaks enthüllt den echten Nahost-Konflikt.
/ Ari Shavit, Israelische Tageszeitung Haaretz, 2010-12-03
Moishe Arye Friedmann ist Oberrabbiner der orthodoxen jüdischen Gemeinde in
Wien (nicht zu verwechseln mit Michel Friedman, dem Vizepräsidenten des Zentralrats der
Juden in Deutschland). Der 30jährige Spross einer traditionsreichen Rabbiner-Familie und gebürtige
New Yorker ist Vater von sechs Kindern und leitet eine eigene Synagoge in Wien. Seinen Angaben
zufolge gibt es in Österreich etwa 1000 Juden, welche die Sichtweise der Orthodoxen Jüdischen
Gemeinde teilen.
Am Höhepunkt der Sanktionen gegen Österreich und seine schwarz-blaue Regierung, hat Friedmann,
gemeinsam mit jüdisch-orthodoxen Oberrabbinern aus aller Welt, in der "New York Times" in einem
24.000 Euro teuren Inserat, Österreich verteidigt.
Wie Friedmann nun ankündigt, will er drei palästinensische Kinder, welche bei den Kämpfen in
Israel verletzt wurden, zur medizinischen Behandlung nach Österreich bringen und hat hier auch
schon Hilfe u. a. vom Präsidenten der „Österreichisch-Arabischen-Gesellschaft”, dem ehemaligen
SP-Innenminister Karl Blecha, zugesagt bekommen.
Der österreichische Volksanwalt Mag. Ewald Stadler (FPÖ) hat anlässlich
seiner Feuer-Rede bei einer Sonnwendfeier am 21. Juni die Aussage getätigt, dass Österreich im
Jahre 1945 von den Besatzungsmächten „angeblich von Faschismus und Tyrannei”
befreit worden sei. Dies hat bei etlichen Politikern der im österreichischen Parlament vertretenen
Parteien Entrüstung ausgelöst und Volksanwalt Stadler wurde aufgefordert, von seinem Amt
zurückzutreten.
Auch der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Ariel Muzikant und das „Jüdische
Forum” erklärten, dass Stadler als Volksanwalt für NS-Opfer nicht zumutbar sei und forderten die
beiden anderen Vertreter der Volksanwaltschaft auf, „die Situation zu überdenken und Maßnahmen
zu ergreifen”.
Schließlich sah sich sogar der österreichische Bundespräsident, Dr. Thomas Klestil,
veranlasst, mahnend festzustellen, dass Österreich 1945 sehr wohl von Faschismus und Nazidiktatur
befreit wurde. In einem Schreiben an den Herrn Bundespräsidenten hat sodann Mag. Stadler diesen
Aussagen des Bundespräsidenten im wesentlichen zugestimmt, jedoch darauf hingewiesen, dass während
der 10jährigen Besatzungszeit in Österreich die Rote Armee sich vieler Verbrechen an
Österreichern schuldig gemacht hat. Wie Stadler sinngemäß weiter ausführte, würde man die
Nazidiktatur – zu Recht – verurteilen, jedoch die Verbrechen der Roten Armee während
der Besatzungszeit und vor allem die Diktatur Stalins, während der in der Sowjetunion Millionen
Menschen umgekommen sind, würden mit keinem Wort erwähnt und dies wollte er – Stadler
– auch einmal klar aussprechen.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Ungerechtfertigter Angriff auf Volksanwalt Mag. Ewald Stadler.
1) Freie Meinungsäußerung und Diskussion ist das Grundprinzip einer Demokratie wie in
Österreich. Rücktrittsaufforderungen an einen Politiker aufgrund von Meinungsäußerungen
widersprechen diesem Grundprinzip und sind daher abzulehnen.
2) Als glaubenstreue Juden lehnen wir jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten
Österreichs ab und fordern auch die anderen jüdischen Organisationen auf, sich in erste Linie
um jüdische Angelegenheiten zu kümmern und insbesondere keinen Druck auf Österreich oder
österreichische Politiker auszuüben. Schon bei der Bildung der neuen österreichischen
Regierung haben wir gemeinsam mit orthodoxen Oberrabbinern aus der ganzen Welt ein Inserat in
die „New York Times” geschaltet, in dem jede Kritik an Österreich aufgrund der
demokratischen Entscheidung seiner Bürger deutlich zurückgewiesen wurde.
Der Abzug des israelischen Botschafters war unserer Ansicht nach daher unverständlich. Für uns
glaubenstreue Juden ist die Frage der Anwesenheit oder Abwesenheit eines israelischen
Botschafters freilich völlig unerheblich und auch Österreich sollte zuallererst seine eigenen
Interessen verfolgen, ohne Rücksichtnahme auf den Status der Vertretung eines einzelnen Landes.
3) In der Sache hat Volksanwalt Stadler unsere volle Unterstützung. Bei der Beurteilung des II.
Weltkrieges herrscht heute eine einseitige und verzerrte Sicht der Dinge vor, zionistische
Kreise benutzen die Ereignisse dieser Zeit zu politischen und finanziellen Erpressungen. Genau
das aber fördert wieder den Antisemitismus. Volksanwalt Stadler ist einer der wenigen
österreichischen Politiker, die zwischen Juden und Zionisten zu unterscheiden wissen. Genau
deshalb will man ihn mundtot machen. Volksanwalt Stadler hat sich schon sehr für unsere
Orthodoxe Gemeinde eingesetzt und aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass ihm sehr wohl
bewusst ist, dass das Jahr 1945 für sehr viele Menschen, für alle Verfolgten des Nazi-Regimes
die Freiheit gebracht hat. Andererseits ist es auch unbestreitbar, dass das Jahr 1945 für sehr
viele Menschen nicht die Freiheit gebracht hat, insbesondere nicht für alle, die Opfer der
Roten Armee oder des Stalinismus wurden. Daher ist auch eine differenzierte Diskussion über den
Begriff Befreiung möglich und sinnvoll. Nicht einmal für uns glaubenstreue Juden ist das Jahr
1945 eine echte Befreiung gewesen, weil in der Folge unter Benutzung des Holocaust der Staat
Israel mit Gewalt gegründet wurde, was dem Willen Gottes widerspricht. Als glaubenstreue Juden
nehmen wir das uns von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora auf uns. Die Gründung des Staates
Israel hat den Juden aber nicht nur auf dieser religiösen Ebene geschadet, die Mittel und
Methoden, mit denen Israel zur Sicherung seiner Existenz gegen die Palästinenser vorgeht,
schadet allen Juden weltweit und rufen neuen Antisemitismus hervor. Für die glaubenstreuen
Juden ist jedoch klar, dass die Diaspora das uns von Gott auferlegte Schicksal bis zum Kommen
des Messias ist.
Über den II. Weltkrieg und seine Folgen muss emotionslos und sachlich diskutiert werden. Wenn
Volksanwalt Stadler nun auf Aspekte und Opfer hingewiesen hat, die bisher kaum erwähnt werden
durften, trägt dies nur zu einer Versachlichung der Diskussion bei. Daher soll man ihn auch
weiterhin zu Wort kommen lassen. Österreich kann Stolz sein, dass es einen solchen Politiker
hat.

Nachdem dies ein christlich-theologisches und kein politisches Diskussionsforum ist,
muss der politische Aspekt hier ausgeklammert bleiben. Die wiederholte Aussage von Oberrabbiner
Friedmann jedoch, dass „ein mit Macht und Waffen errichteter Judenstaat wie Israel, dem Willen
Gottes widerspricht”, ist aber nun genau jene Sicht, welche auch in den Beiträgen von Immanuel.at
vertreten und in diesem Diskussionsforum immer wieder sehr engagiert diskutiert wird.
Während die Verfechter der Auffassung „Sammlung 1948” die Ansicht vertreten, dass die Gründung
des Staates Israel, im Jahre 1948, der Beginn der in der Bibel prophezeiten Sammlung Israels aus
aller Welt wäre, wurde in Immanuel.at immer wieder anhand der Schrift nachgewiesen, dass diese
Staatengründung 1948 keinesfalls die von Gott verheißene Rückführung des Volkes Israel in sein
Land, sondern eine von Theodor Herzl und seinen zionistischen Mitstreitern – also von
menschlichem Willen und Streben – getragene und betriebene Zusammenführung war und ist.
Der nachprüfbare Beweis hiefür ist der Umstand, dass die gottgewollte Zusammenführung gemäß der
Schrift verschiedene Voraussetzungen und auch Folgewirkungen in Bezug auf das Verhalten des Volkes
Israel hat.
Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen.
Hes 36,22 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Gott der
HERR: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines heiligen Namens
willen, den ihr entheiligt habt unter den Heiden, wohin ihr auch gekommen seid. 36,23 Denn ich will
meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, wieder
heilig machen. Und die Heiden sollen erfahren, dass ich der HERR bin, spricht Gott der HERR,
wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, dass ich heilig bin. 36,24 Denn ich will euch
aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen,
36,25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit
und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Hes 36,22-25;
Hier oben, in Hes 36,23-24 heißt es z. B.
Durch die Sammlung Israels sollen die Heiden erfahren, dass Gott
der Herr ist.
Was haben die Heiden der Welt nun seit dem Jahr 1948 im Zusammenhang mit der
Entwicklung Israels erfahren?
- Sie haben erfahren, dass man nicht ungestraft ein ganzes Volk – die
Palästinenser – aus ihrem eigenen Land vertreiben bzw. in ihrem eigenen Land in „Flüchtlingslagern”
internieren kann.
- Die ganze Welt hat erfahren, dass diese Rückkehr seit 1948 keine
Sammlung durch Gott, sondern eine Besetzung durch Waffengewalt, mit Tausenden von Toten auf beiden
Seiten war.
- Wenn die Behauptung der Zionisten – und leider auch mancher
christlicher Interpreten - richtig wäre, dass dies die gottgewollte Rückführung sei, hätten die
Heiden der Welt zudem noch erfahren, dass der Gott Israels seit mehr als 50 Jahren nicht in der Lage
ist, seine Prophezeiungen zu erfüllen. So gesehen, kommt die Behauptung, dass sich diese
Prophezeiung bereits erfüllt hätte, schon fast einer Gotteslästerung gleich.
(Siehe auch den Diskurs 08: „Die Sammlung Israels:
bereits seit 1948 oder erst in der Endzeit?”.)
Desweiteren verheißt der Herr oben, in Hes 36,24, sein Volk aus den Heiden
herauszuholen und sie aus allen Ländern zu sammeln und wieder nach Israel zu bringen. Und im selben
Satz haben wir die Aussage: „und ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet;
von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.” Auch dies ist also
eine der Folgen der durch Gott verheißenen Sammlung: wenn der Herr sie nach Israel gebracht hat,
wird er sie von all ihrer Unreinheit reinigen.
Wenn wir nun aber das heutige Volk in Israel betrachten, unterscheidet es sich in keiner Weise von
den heidnischen Völkern. Es war und ist nicht der Herr, ihr und unser Gott, der sie geführt hat
(Jer 16,15; 31,8; etc.). Der Allmächtige hat in Israel weder in der Politik, noch in der Wirtschaft
und in manchen Bereichen nicht einmal in der Religion Einfluss oder Stellenwert.
Viele der heutigen Juden in Israel sind zwar der Herkunft nach, nicht aber der Verheißung nach
Juden. Obendrein ist ein großer Teil der Bevölkerung Israels – speziell die große Masse der
russischen Einwanderer - faktisch religionslos. Es treffen daher auch die alttestamentlichen
Schriftstellen zu, welche das Land Israel in der Endzeit wohl von Menschen bewohnt sehen, jedoch
über die Menschen in Jerusalem klagen, dass sie den Herrn ihren Gott nicht erkennen wollen und
Götzen (Politik, Wirtschaft, Finanz etc.) anbeten.
Dazu kommt, dass seit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels, im Jahre 70 n. Chr. durch Titus,
bis zum heutigen Tage ein schriftkonformer Gottesdienst in Israel nicht möglich ist. Schlachtopfer
und Speisopfer können nach jüdischem Gebot nur geopfert werden, wenn es in Jerusalem, auf dem Berg
Zion, einen Tempel mit Altar gibt.
Israel ist also bis heute „ohne Opfer”, wie es in Hos 3,4 heißt.
Denn lange Zeit werden die Israeliten ohne König und ohne Obere bleiben, ohne Opfer.
Hos 3,4 Denn lange Zeit werden die Israeliten ohne König und ohne
Obere bleiben, ohne Opfer, ohne Steinmal, ohne Efod und ohne Hausgott. 3,5 Danach
werden sich die Israeliten bekehren und den HERRN, ihren Gott, und ihren König David suchen
und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit. Hos 3, 4-
5;
Erst danach, also nach dieser langen Zeit, werden die Israeliten sich bekehren,
ihren Gott suchen und „mit Zittern zu dem Herrn und seiner Gnade kommen in letzter Zeit”. Und
dies ist nun sichtlich eine der Voraussetzungen für die Rückkehr des Volkes Israel in sein Land:
die Umkehr zu seinem Gott.
Es werden kommen die Leute von Israel und Juda und weinend ihren Gott suchen.
Jer 50,4 In jenen Tagen und zur selben Zeit, spricht der HERR, werden
kommen die Leute von Israel samt den Leuten von Juda und weinend umherziehen und den HERRN, ihren
Gott, suchen 50,5 Sie werden fragen nach dem Wege nach Zion und sich dorthin kehren: »Kommt,
wir wollen uns dem HERRN zuwenden zu einem ewigen Bunde, der nimmermehr vergessen werden soll!«
Jer 50, 4- 5;
Ganz Israel wird errettet werden, wenn die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird.
Röm 11,25 Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis
unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil
widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird; 11,26 und so wird
ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: «Es wird aus Zion der Erretter kommen,
er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; 11,27 und dies ist für sie der Bund von mir, wenn
ich ihre Sünden wegnehmen werde.» Röm 11,25-27;
Als Voraussetzung für die in der Schrift verheißene Sammlung und Rückführung des
Volkes Israel in sein Land kann nach Röm 11,25 auch der ziemlich eindeutige Schluss gezogen werden,
dass diese erst dann beginnen wird, wenn sich die Herzen der Heiden so verhärtet haben, dass keine
Chance mehr besteht, dass sich noch irgendeiner von ihnen bekehrt. Erst dann werden die Israeliten
zu ihrem Gott umkehren und ihn mit Zittern und Weinen (eine weitere Voraussetzung) suchen. Nachdem
es jedoch – dem Herrn sei Dank – immer noch viele Heiden gibt, welche sich bekehren und
andererseits die Juden noch nicht mit Zittern und Weinen ihren Gott suchen, ist also die Zeit dieser
Verheißungen bis heute eindeutig noch nicht gekommen.
Da nun aber die Israeliten dennoch in ihr Land zurückgekehrt sind - und zwar aus eigenem,
politischen Antrieb und nicht auf Geheiß ihres Gottes – und andererseits die Prophezeiungen
zur Sammlung der Israeliten aus der ganzen Welt unbeschadet dessen, einmal ihre tatsächliche
Erfüllung finden müssen, werden die Juden in Israel - wenn man die diesbezüglichen Prophezeiungen
ernst nimmt - noch einmal, ein letztes Mal, den Schrecken und die Qual der Wegführung und
Zerstreuung erfahren müssen.
(Siehe auch Kapitel 02: „Die Eroberung und
Zerstreuung Jerusalems”.)
Die Frage, inwieweit diese neuerlich zu erwartende Vertreibung den Juden in Israel
erspart geblieben wäre, wenn sie nicht eigenmächtig und ohne dass die in der Schrift prophezeiten
Begleitumstände erkennbar waren, in ihr Land zurückgekehrt wären, erinnert an die Klagen des
Herrn über dieses Volk (Ps 95,10-11): „Ein Volk irrenden Herzens sind sie, und sie haben meine
Wege nicht erkannt. Darum schwor ich in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.”
(Hbr 3,10-11).
Erst nach dieser letzten Prüfung also, wird sie Gott aus dieser neuerlichen Zerstreuung sammeln und
wieder in ihr Land zurückführen. Die Israeliten, welche dann übrig sein werden, sind jener Rest,
welcher seinen Gott mit Weinen und Zittern suchen wird. Ihnen gehören alle diese Verheißungen des
Reiches Gottes auf Erden und auch das liebevolle Versprechen Gottes: „Ich will mein Gesetz in ihr
Herz geben und abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und sie sollen mein Volk sein und ich will
ihr Gott sein”.
Das Gesetz des Herrn in ihrem Herzen und ihrem Sinn.
Jer 31,31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich
mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 31,32 nicht wie der
Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus
Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht
der HERR; 31,33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach
dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn
schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 31,34 Und es wird
keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie
sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen
ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Jer 31,31-34
Ich will sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht verderben.
Jer 24,6 Ich will sie gnädig ansehen und sie wieder in dies Land
bringen und will sie bauen und nicht verderben, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen. 24,7
Und ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich erkennen sollen, dass ich der HERR bin.
Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein; von ganzem Herzen werden sie sich zu mir
bekehren. Jer 24, 6- 7;
Dann werden sie erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie in ihr Land sammle.
Hes 39,26 Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit der
sie sich an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen und
niemand sie schreckt 39,27 und ich sie aus den Völkern zurückgebracht und aus den Ländern
ihrer Feinde gesammelt und an ihnen vor den Augen vieler Heiden gezeigt habe, dass ich heilig bin.
39,28 Dann werden sie erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie unter die
Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle und nicht einen von ihnen dort zurücklasse.
39,29 Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist
über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR. Hes 39,26-29;
Auch hier, in Hes 39,26.28, erkennen wir eine der Folgewirkungen, welche sich nach
der Sammlung am Volk Israel zeigen werden: sie werden sicher in ihrem Lande wohnen und erkennen,
dass Gott der Herr ist. Und der Allmächtige wird seinen Geist über das Haus Israel ausgießen.
Wie man weiß, wohnen die Israeliten nunmehr seit bereits mehr als 50 Jahren nicht sicher in ihrem
Lande und müssen nun sogar eine etwa 8 m hohe und 350 km lange Schutzmauer um geschätzte 350
Millionen Dollar quer durch das Land errichten. Und dass der Geist Gottes über dieses heutige Volk
Israel ausgegossen wäre, werden wohl nicht einmal die Israelis selbst behaupten wollen.
Das augenscheinlichste Kennzeichen dafür, dass diese Rückführung seit 1948 nicht die von Gott
verheißene Sammlung ist, ist der Umstand, dass Israel seit Anbeginn um dieses Land gegen die
Palästinenser kämpfen muss und Tausende von Menschen in diesem bereits fünfzig Jahre dauernden
Krieg auf beiden Seiten getötet worden sind! Das kann nicht der Wille Gottes sein und das ist auch
nicht der Wille Gottes, wie es in der diesbezüglichen Verheißung im AT, bei Hosea 1,5-7 heißt:
Doch ich rette das Haus Juda nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg.
Hos 1,5 Und es wird geschehen an jenem Tag, da zerbreche ich den Bogen
Israels in der Ebene Jesreel. - 1,6 Und sie wurde wieder schwanger und gebar eine Tochter. Und er
sprach zu ihm: Gib ihr den Namen Lo-Ruhama! Denn ich erbarme mich künftig über das
Haus Israel nicht mehr, sondern nehme ihnen mein Erbarmen völlig weg. 1,7 Aber über
das Haus Juda erbarme ich mich und rette sie durch den HERRN, ihren Gott. Doch ich rette
sie nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg, durch Pferde und durch Reiter.
Hos 1, 5- 7;
Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.
Sach 4,6 Da antwortete er und sprach zu mir: Dies ist das Wort des
HERRN an Serubbabel: Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht
der HERR der Heerscharen. Sach 4, 6;
Israel hat 1948 - wie wir sehen entgegen den Aussagen der Schrift und dem Willen
Gottes - Palästina mit Waffengewalt besetzt, die Einwohner vertrieben und einen zionistischen Staat
gegründet. Sie sind in der obigen Prophezeiung des Propheten Hosea „das Haus Israel”, über das
sich Gott nicht mehr erbarmt und ihnen sein Erbarmen völlig weggenommen hat.
Ganz anders hingegen das vom Propheten benannte „Haus Juda”, über das sich Gott erbarmt und sie
retten wird, aber nicht durch Waffen und Krieg. Das sind die orthodoxen glaubenstreuen Juden in der
Diaspora, welche auf ihren Gott vertrauen und demütig annehmen was der Allmächtige ihnen zugedacht
hat. Sie sind nicht nach Israel gegangen, sondern sind in der Diaspora geblieben, wie es die Schrift
gebietet. Sie werden erst dann zurückkehren, wenn die Prophezeiungen in Erfüllung gehen und ihr
Messias gekommen ist und sie wieder in ihr Land zurückführt. Und wenn der Eindruck nicht täuscht,
dann sind es auch gerade diese glaubenstreuen Juden in der weltweiten Diaspora, aus deren Nachkommen
ein Überrest entkommen und umkehren wird zu ihrem Gott und seinem Sohn, unserem Herrn Jesus
Christus.
(Siehe auch Kapitel 09: „Die Heimkehr der Erlösten”.)
Auch die relative Bedeutungslosigkeit Israels in der politischen Welt, welche ohne
die „Schirmherrschaft” der USA ja noch viel eklatanter wäre, steht im Gegensatz zu den
Verheißungen der Schrift für die Zeit nach der gottgewollten Sammlung und Rückführung.
Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern.
Jer 31,7 Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden
und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat
seinem Volk geholfen, dem Rest Israels! 31,8 Siehe, ich will sie aus dem Lande des Nordens
bringen und will sie sammeln von den Enden der Erde, auch Blinde und Lahme, Schwangere und junge
Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen. Jer 31, 7- 8;
Gemäß Jer 31,7 hier oben, soll Israel nach der Sammlung in seinem Land „Haupt
unter den Völkern”– also die führende Nation auf Erden sein (siehe auch 5Mo 28,1).
Betrachtet man das heutige Israel und seine Politik gegenüber den Anrainerstaaten, kann man nur
froh darüber sein, dass die Verfechter der „Sammlung 1948” mit ihrer Ansicht falsch liegen,
sonst würde diese Welt heute wahrscheinlich etwas anders aussehen.
Es ist daher seit 1948 bis heute keine einzige der im Zusammenhang mit der Sammlung und
Rückführung prophezeiten Vorbedingungen bzw. Folgewirkungen, wie die Umkehr Israels zu seinem
Gott, die Ausgießung des Heiligen Geistes über das Volk Israel, der Hinweis, dass bei diesem
Ereignis die Israeliten weinend ihren Gott suchen werden, das Ende der Kriege u.v.a. m., erfüllt
worden.
Daraus kann nur der eine Schluss gezogen werden, dass diese „Sammlung” seit 1948 keinesfalls den
diesbezüglichen Prophezeiungen der Schrift entspricht. Diese Rückführung geschah durch Theodor
Herzl und seine Zionisten, welche dieses Projekt – sehr erfolgreich – betrieben haben.
Die in der Schrift verheißene Sammlung des Volkes Israel wird jedoch durch eine andere Person
erfolgen.
Der Messias (Christus) wird Jakob zurückbringen und Israel zu seinem Gott versammeln.
Jes 49,1 Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merket
auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im
Schoß der Mutter war. 49,2 Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mit dem
Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem
Köcher verwahrt. 49,3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich
verherrlichen will. 49,4 Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst
und unnütz, wiewohl mein Recht bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott ist.
49,5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass
ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde, - darum bin ich vor
dem HERRN wert geachtet, und mein Gott ist meine Stärke -, 49,6 er spricht: Es ist zu wenig, dass
du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels
wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seiest
mein Heil bis an die Enden der Erde. Jes 49, 1- 6;
Der obige Text aus Jes 49,1-6 sagt uns, wer Israel zurückbringen und zu seinem Gott
versammeln wird. Es ist der Messias Israels, der Sohn Gottes und unser Herr Jesus Christus, welcher
nicht nur zum Licht der Heiden geworden ist, sondern in dieser letzten Zeit auch zum Erlöser
des Volkes Gottes aus Israel werden wird. Er wird die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und
sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist.
Allerdings gilt hier für Juden ebenso wie für uns Christen: Bevor ihr Messias und unser Herr Jesus
Christus kommt, wird nach Aussagen der Schrift ein Betrüger auftreten, welcher sich als der „wahre”
Christus (= grie.: Christos = Gesalbter = hebr.: Messias), also der „wahre” Messias
ausgeben wird. Dieser Antichrist wird durch Satan Wunderkräfte erhalten und die ganze Welt –
auch die Juden - verführen. Daher ist es sehr wichtig zu beachten, dass der erste „Christus/Messias”
der kommt, ein falscher Messias sein wird.
(Siehe auch Kapitel 01: „Die siebzigste Jahrwoche”.)
Wie man nun aufgrund der bisherigen Darstellung leicht feststellen kann, gibt es in
diesem Zusammenhang eine absolute Übereinstimmung mit der Auffassung der Orthodoxen Jüdischen
Gemeinde und ihrem Oberrabbiner Moishe Arye Friedmann. Beide Seiten bestätigen, dass
- ein mit Macht und Waffen errichteter Judenstaat wie Israel, dem Willen
Gottes widerspricht
- der 1948 gegründete Staat Israel ausschließlich aus dem politischen
Willen und Bestreben der Zionisten hervorgegangen ist
- diese „Sammlung” seit 1948 keinesfalls den diesbezüglichen
Prophezeiungen der Heiligen Schrift entspricht
- die echte, gottgewollte Sammlung des Volkes Israel aus aller Welt und die
Rückführung in sein Land erst beim Kommen des Messias erfolgen wird.
Und obwohl Juden und Christen in vielen Punkten ihrer jeweiligen Religion –
speziell im Hinblick auf Jesus von Nazareth – von fundamentalen Glaubensunterschieden geprägt
sind, gibt es hier – völlig unabhängig voneinander – deshalb identische Aussagen, weil
beide Seiten ihre Erkenntnisse über diese Ereignisse ausschließlich und unverfälscht aus der
Heiligen Schrift ableiten.
Wer also die von Gott verheißene Sammlung Israels in das Jahr 1948 vorverlegt, hat entweder die
diesbezüglichen Aussagen der Schrift nicht ausführlich genug studiert oder aber er verdrängt alle
diese Widersprüche, um ein relativ plakatives Element – einen „Trumpf” – in der
christlichen Verkündigung nicht preisgeben zu müssen: den „Beweis” dafür, dass diese
Prophezeiung in unserer Zeit erfüllt wurde. Ein Diskutant (W. Hink von den „Christadelphian”)
in diesem Diskussionsforum hat dies unlängst so formuliert:
„Dadurch, dass Sie meinen, die Rückkehr des Volkes Israel in sein
Land vor den Augen der Generationen die von 1948 bis jetzt leben als Werk Gottes zu leugnen,
verschenken Sie Gottes besten Trumpf, den Er uns bei unserer heutigen Evangeliumsverkündigung
gegeben hat. An der Heimführung Israels in unserer Zeit haben wir den besten, weil handgreiflichen
Beweis, dass die Bibel wirklich die Offenbarung Gottes über Seine Absichten und deshalb wahr ist!”
(Siehe auch den Diskurs 29: „Leben wir in der
Endzeit?”)
Der „Trumpf” – wenn schon von einem solchen gesprochen werden soll –
und der „handgreifliche Beweis, dass die Bibel wirklich die Offenbarung Gottes über Seine
Absichten und deshalb wahr ist”, ist für uns evangelikale Christen nicht im Jahre 1948 und nicht
bei der Sammlung des Volkes Israel zu suchen – das mag vielleicht der „Trumpf” Israels
sein –, sondern vor zweitausend Jahren und am Kreuz auf Golgatha. Dort hat unser Herr Jesus
Christus, der Sohn Gottes, für die Sünden der Welt das Loskaufopfer erbracht. Dies ist die „frohe
Botschaft”, das ist das Evangelium, das verkündet werden muss. Und nicht die Staatengründung
Israels 1948.
Doch bezeichnenderweise leugnet gerade der oben zitierte Diskutant und seine christliche
Glaubensgemeinde, dass Jesus Christus Gott war und spricht ihm – in gleicher Weise wie
einst der Hohepriester Kaiphas bei der Verurteilung Jesu - die Göttlichkeit ab. Es ist daher auch
nicht verwunderlich, dass ihm bei der „Evangeliumsverkündigung” nun das wichtigste Argument
– nämlich, dass Gott in seinem Sohn Jesus Christus als Mensch gestorben ist, um die Welt zu
retten – fehlt und er dafür einen Ersatz-„Trumpf” benötigt.
(Siehe auch den Diskurs 26: „Die Dreieinigkeit: ein
unbiblisches Denkschema?”)
Um nun aber auf Oberrabbiner Friedmann und die Orthodoxe Jüdische Glaubensgemeinde
zurückzukommen, lässt sich ganz klar erkennen, dass es hier zu den übrigen jüdischen Gemeinden
wesentliche Unterschiede in der Glaubenshaltung gibt. Die Weigerung dieser orthodoxen Juden, nach
Israel zu gehen, bewahrt sie davor, an all dem, was in diesem Land geschieht Anteil und vor Gott
Mitverantwortung zu haben.
Dabei geht es nicht nur um die glaubensmäßige Nivellierung, welche in diesem Land immer mehr Platz
greift, sondern auch um die moralische Entwicklung, welche sich sukzessive jener der übrigen Welt
anpasst. So waren der erzwungene Abgang von Ezer Weizmann und Benjamin Netanjahu aus
den beiden höchsten Staatsämtern – jenen des Staatpräsidenten und des Ministerpräsidenten
– wegen Geschenkannahme und Korruption keine Einzelfälle. Sogar der Abgeordnete und Führer
der religiösen „Shas-Partei”, Ariel Deri, wurde von einem Gericht wegen Korruption und
Betruges verurteilt.
Die Entscheidung dieser orthodoxen Juden - welche sich auch „glaubenstreue Juden” nennen - das
ihnen von Gott auferlegte Schicksal der Diaspora bis zum Kommen des Messias zu erdulden, führt sie
zwangsläufig in die von der Schrift verheißene Situation, beim Kommen des Messias in aller Welt
zerstreut zu sein. Sie erfüllen damit als Erste die grundsätzlichen Vorbedingungen für diese
Prophezeiung: sie sind Juden, sie sind glaubenstreu und sie sind in alle Länder zerstreut und nicht
in Israel, wo nach der Schrift der Zorn Gottes die Juden treffen und nur ein Überrest überleben
wird.
Ich werde euch aus den Ländern sammeln, in die ihr zerstreut worden seid.
Hes 20,41 Ich will euch gnädig annehmen beim lieblichen Geruch der
Opfer, wenn ich euch aus den Völkern bringen und aus den Ländern sammeln werde, in die ihr
zerstreut worden seid, und ich werde mich an euch als der Heilige erweisen vor den Augen der
Heiden. Hes 20,41;
Der Herr wird die Zerstreuten sammeln und sie zu Ehren bringen unter den Völkern.
Zeph 3,19 Siehe, zur selben Zeit will ich mit allen denen ein Ende
machen, die dich bedrängen, und will den Hinkenden helfen und die Zerstreuten sammeln und will
sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet. 3,20 Zur selben
Zeit will ich euch heimbringen und euch zur selben Zeit sammeln; denn ich will euch zu Lob
und Ehren bringen unter allen Völkern auf Erden, wenn ich eure Gefangenschaft wenden werde vor
euren Augen, spricht der HERR. Zeph 3,19-20;
Die Völker werden Israel nehmen und es an seinen Ort bringen.
Jes 14,1 Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel noch
einmal erwählen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich zu ihnen gesellen und dem
Hause Jakob anhangen. 14,2 Und die Völker werden Israel nehmen und an seinen Ort bringen,
und dann wird das Haus Israel sie als Knechte und Mägde besitzen im Lande des HERRN. Und sie werden
gefangen halten die, von denen sie gefangen waren, und werden herrschen über ihre Bedränger. Jes
14, 1- 2;
Die Heiden werden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn Gott ist mit euch.
Sach 8,20 So spricht der HERR Zebaoth: Es werden noch viele Völker
kommen und Bürger vieler Städte, 8,21 und die Bürger einer Stadt werden zur andern gehen und
sagen: Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir selber wollen
hingehen.
8,22 So werden viele Völker, Heiden in Scharen, kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu suchen
und den HERRN anzuflehen. 8,23 So spricht der HERR Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Männer
aus allen Sprachen der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines Gewandes ergreifen und sagen:
Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist. Sach 8,20-23;
Sie werden deine Söhne auf den Armen bringen, und deine Töchter auf den Schultern.
Jes 49,22 So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich werde meine Hand zu den
Heiden hin erheben und zu den Völkern hin mein Feldzeichen aufrichten. Und sie werden deine
Söhne auf den Armen bringen, und deine Töchter werden auf der Schulter getragen werden.
Jes 49,22;
Es besteht daher nach der Schrift eine große Wahrscheinlichkeit, dass es vor allem
die Nachkommen dieser Männer und Frauen von diesen glaubenstreuen orthodoxen Juden auf der ganzen
Welt sein werden, welche beim Kommen des Messias tatsächlich eingesammelt und in ihr Land Israel
zurückgeführt werden. Ihnen gelten alle jene Verheißungen, welche Gott seinem Volk zugesagt hat.
Von der Ausschüttung des Heiligen Geistes über den neuen, ewigen Bund mit ihrem Gott, bis zum „Haupt
unter den Nationen”.
Gott bewahrt die Güte denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.
5Mo 7,9 So erkenne denn, daß der HERR, dein Gott, der Gott ist, der
treue Gott, der den Bund und die Güte bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben
und seine Gebote halten, 7,10 und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie
umkommen zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn haßt, ins Angesicht vergilt er ihm!
5Mo 7. 8-10;
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
(...) Hingegen hat France 3 einen Rabbiner mit Keffieh gefunden - sogar die
Affen tragen jetzt solche Kopfbedeckungen, könnt Ihr Euch das vorstellen? Es handelt sich um
den Rabbiner Moishe Arye Friedmann der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde in Wien. Das wird Sharon,
welcher die orthodoxen Rabbiner verhimmelt, freuen.
„Ungefähr zehn Meter vom Spital entfernt, befindet sich ein Rabbiner, Moishe Arye Friedmann,
welcher erklärt, von Wien gekommen zu sein, um Yasser Arafat und dem palästinensischen Volk
seine Sympathie auszudrücken. «Wir sind schon lange mit Palästinensern in Österreich in
Kontakt» bestätigt dieser 34-jährige Mann, welcher die traditionelle, ashkenasische
Kopfbedeckung der Juden aus dem Osten und ein Halstuch mit den palästinensischen Farben trägt.
Er erklärt, er sei mit anderen Juden zusammen gekommen, um «den Präsidenten der
Palästinensischen Behörde zu unterstützen, für seine Gesundheit zu beten und um seine
Solidarität mit dem palästinensischen Volk auszudrücken».”
Ich weiß, es gibt überall Scheißkerle, aber die jüdisch-orthodoxe Gemeinde besitzt davon
mehr als jede andere Gemeinschaft;
http://www.immanuel.at/Diskurs46E.htm
Schade, dass sie sich auch noch vermehren.

+) Dieser Beitrag wurde dem isrealisch-französischen Diskussionsforum
http://forum.israelfr.com/discus/messages/19/9524.html?1099682277
entnommen.
Der obige Beitrag von Guitl Zajden aus einem französisch-israelischen
Diskussionsforum wäre wahrscheinlich gar keiner Erwähnung wert, wenn er nicht ein Paradoxon
aufzeigen würde. Der zitierte Bericht des Senders „France 3”, welcher durchaus korrekt und
objektiv gehalten ist, wird als Anlass genommen und umfunktioniert, um gleich eine ganze jüdische
Volksgruppe hasserfüllt zu beschimpfen. Diese Ausdrucksweise ist selbstentlarvend und den Älteren
unter uns wohlbekannt. Auch für die Nazis waren die Juden Scheißkerle, welche ausgerottet
gehörten. Die Bemerkung am Ende des obigen Beitrags „Schade, dass sie sich auch noch vermehren”,
fügt sich dann auch lückenlos in den Jargon dieser Verbrecher des Dritten Reichs und lässt das
geistige und intellektuelle Niveau des Autors erkennen.
Und wenn der Schein nicht trügt, dann ist der Autor dieses Beitrags gar kein Neonazi, sondern ein
Jude. Zwar ein zionistischer Jude, aber doch ein Jude, der hier seine gläubigen Brüder als
Scheißkerle bezeichnet und es schade findet, dass diese sich vermehren. Obwohl nun die Juden immer
wieder beteuern, dass sie den Holocaust und die Leiden, welche diese Zeit über das jüdische Volk
gebracht hat, nie werden vergessen können, gibt es in ihren eigenen Reihen sichtlich immer wieder
Charaktere, welche nun gerade das Gegenteil beweisen. Juden, welche gegen ganze Volksgruppen von
anderen, noch dazu gläubigen Juden, Hass predigen und zum Ausdruck bringen, dass sie die
Berechtigung zur Fortpflanzung dieser ihrer Brüder als schädlich betrachten.
Und das ist nun das Paradoxon.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Meine volle Solidarität und Unterstützung für das libanesische Volk und seine
Widerstandskämpfer, allen voran die Hisbollah und ihren Führer Sheikh Hasan Nasrallah, hat
Verwunderung und Diskussionen ausgelöst. Ich möchte deshalb klarstellen: Wir haben es hier
einerseits mit einem Staat zu tun, dessen Souveränität ohne jeden Grund verletzt wird, sowie
eine schiitische Widerstandsbewegung, deren Existenzrecht unbestreitbar ist, und andererseits
mit dem zionistischen Regime, das weder biblisch noch historisch ein Existenzrecht hat und
sowohl völkerrechtlich als auch nach den Grundsätzen unserer jüdischen Religion über
keinerlei Legitimation verfügt. Wir beten und hoffen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis
es zu einem echten Frieden im Nahen Osten kommen wird, vor allem im Heiligen Land, und für eine
Beendigung des Blutvergießens unschuldiger Menschen, seien es Christen, Muslims oder Juden. Wir
beten für Frieden und Gerechtigkeit im Libanon, Bagdad, Teheran und für ganz Palästina mit
einem vom Zionismus befreiten Jerusalem.
Moishe Arye Friedmann, Oberrabbiner der Orthodoxen Antizionistischen Jüdischen Gemeinde in
Wien.
(„Die Presse”, 5. August 2006 http://www.diepresse.com/
)
Den Einmarsch in den Libanon und das Bombardement libanesischer Städte mit bisher
über 600 getöteten unschuldigen Zivilisten und die Vertreibung weiterer tausender Familien aus dem
Kriegsgebiet, begründet die israelische Regierung als gerechtfertigte Reaktion auf die
Gefangennahme von 2 israelischen Soldaten, am 11. Juli 2006, durch die Hisbollah-Miliz.
Ab Mitte Juli wurden auch in unmittelbarer Nähe des UN Beobachterpostens (UNIFIL) im Libanon, an
der Grenze zu Israel, immer wieder Bomben abgeworfen. Obwohl der Postenkommandant des
UN-Stützpunkts insgesamt zehnmal die israelische Militärführung per Funk ersuchte, in der Nähe
des Postens keine Bomben abzuwerfen, wurde das Gebäude am 25. Juli bombardiert und völlig
zerstört. Dabei wurde 4 UN-Offiziere - ein Chinese, ein Finne, ein Kanadier und ein Österreicher -
getötet.
In Konsequenz und analog zur israelischen Vorgangsweise, müssten daher nun China, Finnland, Kanada
und Österreich in Israel einmarschieren, Städte bombardieren und unschuldige Zivilisten
ermorden.
Doch weder diese vier Staaten, noch die UNO denken - vollkommen zu Recht - auch nur im Entferntesten
an solch völlig überzogene Maßnahmen. Die Staaten der Völkergemeinschaft - inklusive dem
kommunistischen China - würden einen derartigen Gedanken aus moralischen und ethischen Gründen
zurückweisen.
Im Gegensatz zu Israel!
Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag.
Röm 11,7 Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber
jene, die auserwählt sind, haben es erlangt, die übrigen jedoch sind verstockt worden, 11,8
wie geschrieben steht (*): «Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht
zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag.» 11,9 Und David sagt: «Es
werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung! 11,10
Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!» Röm 11, 7-10;
(*) 5. Buch Mose / Deuteronomium / Das Buch Reden 29,3
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Beim neuerlichen Nahost-Gipfel am 27. November 2007 in Annapolis/USA, dürfte
sich die israelische Seite besser positioniert haben. Wie die israelische Tageszeitung Ha'aretz
schreibt, musste die US-Außenministerin Condoleezza Rice auf Palästinenserpräsident Mahmud
Abbas massiven Druck ausüben, um ihn doch noch weichzukriegen. In der Erklärung von Annapolis
haben Palästinenser und Israelis am 27. November 2007 vereinbart, ab 12. Dezember 2007 über
eine Zwei-Staaten-Lösung, also die Schaffung eines Palästinenserstaates, zu reden. Bis Ende
2008 soll es eine Einigung geben.

Am Rande des Gipfels protestierten Orthodoxe Juden gegen den Zionismus und den
Staat Israel.
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Religiöse Juden – Überlebende und Opfer des Holocaust – stellen
zum ersten Mal, seit der Gründung der Bundesrepublik in Deutschland, ihre Sicht der Geschichte
dar und werden darauf hinweisen, dass die Führung des zionistischen Staates keinerlei Recht
dazu hat, die jüdischen Opfer des Zweiten Weltkrieges für ihre politischen Machtoptionen und
Winkelzüge oder gar als „Alibi” für die Unterdrückung des palästinensischen Volkes zu
missbrauchen, zumal dieses Volk ganz gewiss keinerlei Verantwortung für die Verbrechen des
Hitler-Regimes zu übernehmen hat. Ein Plädoyer für Gerechtigkeit und die religiöse
Überzeugung, dass Gott letztlich auch der Lenker von Geschichte ist. Gleichzeitig ein Appell
für einen Neuanfang der Beziehungen zwischen Juden und nicht-jüdischen Deutschen auf der
Grundlage gegenseitigen Respekts. Welche Lehren zieht das religiöse Judentum aus dem Holocaust?
Und: Wo steht das Thora–treue Judentum heute bezüglich eines schleichenden Genozids am
palästinensischen Volk?
Darüber sprechen und diskutieren:
Oberrabbiner Mosche Ber Beck (USA), Holocaustüberlebender
Rabbi Jisrael David Weiss (USA), Großeltern in Auschwitz ermordet
Rabbi Ahron Cohen (UK), Holocaustüberlebender
Rabbi Jouseph Antebi (Jerusalem, NL, Berlin), Opfer zionistischer Verfolgung
Reuven Cabelman (Berlin, Antwerpen), Berliner Sprecher der Neturei Karta International
Organisator der Pressekonferenz Moderation: Christoph Hörstel (Neue Mitte)

Video der Pressekonfeerenz: http://www.nkusa.org/activities/Press/20100127.cfm
(Siehe auch Diskurs 101: „Die
"Israelbewegung" in den christlichen Gemeinden”)
(NB: texts enclosed in a black frame are quoted from visitors to the site or other authors.)
In internationealen Städten wie London, New York, Washington DC, Montreal und
Jerusalöem finden Demonstrationen und Proteste statt.
Für die neusten Informationen werden wir diese Seiten auf unserer Website auf dem Laufenden
halten. (englisch):
"Das echte orthodoxe Judentum der ganzen Welt verurteilt eindeutig das
kaltblütige Gemetzel, welches die zionistische Besatzungsmacht gegen unschuldige, friedliche
und freiheitsliebende, edelgesinnte Aktivisten angerichtet hat, welche sich dem Frieden und den
humanitären Rechten verpflichtet haben," sagte Rabbi David Feldman von Neturei Karta
Internationel. "Diese brutale Attacke erfolgte in internationalen Gewässern und gegen
Schiffe, welche humanitäre Hilfe für unsere Brüder, die palästinensischen Einwohner im
besetzten Gazastreifen geladen hatten." Es war ohne Zweifel ein illegaler Akt, welcher in
einer ernsthaften Art und Weise die von G-tt gegebenen grundsätzlichen Menschenrechte sowie
Recht und Gesetz verletzt.”
Rabbi Feldman setzte fort: "Unglücklicherweise kann man von den Zionisten nur ein
derartiges Verhalten erwarten. Die gesamte Existenz ihres Staates war von allem Anfang an auf
Ketzerei, Raub und Mord aufgebaut. Sie unterdrückten, ermordeten und vertrieben ein ganzes Volk
aus seinem Land."

"All dies schmerzt uns ganz besonders, weil es im Namen des ganzen
jüdischen Volkes und im Namen der jüdischen Religion getan wurde. Die Wahrheit ist, dass die
Torah all dem, was sie tun, völlig widerspricht. Die Torah lehrt uns Barmherzigkeit, die Torah
verbietet Mord und die Torah verbietet Raub. Gemäß der Torah muss das ganze Land vom Jordan
bis zum Mittelmeer dem palästinensischen Volk zurückgegeben werden." "Die Juden sind
aufgrund des göttlichen Ratschlusses im Exil und jeder Versuch einer Beendigung dieser
Verordnung des Allmächtigen ist eine Rebellion gegen G-tt. Und die Torah lehrt uns, dass eine
Auflehnung gegen G-tt nicht erfolgreich sein kann.”
"Wir halten es für unbedingt erforderlich, klar und unmissverständlich festzuhalten, dass
der Staat "Israel" nicht das jüdische Volk und schon gar nicht die jüdische Religion
repräsentiert. Sie haben keinerlei Recht, weder in unserem Namen noch im Namen der Heiligen
Torah zu sprechen Sie entweihen das Heilige Land mit ihren Gräueln, Gemetzeln und
zahllosen anderen Aktionen, welche von diesem unrechtmäßigen Staat ausgehen. Die gegenwärtige
Existenz dieses Staates ist auch deswegen unrechtmäßig, weil die Heilige Torah strikt und
ausdrücklich jedwede jüdische Staatsmacht über das Heilige Land verbietet. Als die
zionistische Bewegung vor etwa hundert Jahren entstand, haben uns alle unsere Rabbis davor
gewarnt, irgend eine Verbindung mit ihnen einzugehen."

"Die Zionisten mit ihrem pervertierten Judaismus haben den Namen der Juden
und die Torah in der ganzen Welt beschmutzt. Sie sind die ärgsten Feinde G-ttes, der Torah und
des treuen jüdischen Volkes, welches immer und unter allen Umständen glaubenstreu zu seinem
G-tt gestanden ist. Infolgedessen sind die Zionisten die wesentliche Ursache der gegenwärtigen
Verschärfung des weltweiten Antisemitismus."
"Die Juden haben über Jahrhunderte immer ausgezeichnete Beziehungen zu ihren arabischen
Nachbarn gehabt. Die vergangenen Jahrhunderte, in welchen das Sephardische Judentum in
blühenden Gemeinschaften überall in der arabischen Welt gelebt hat, war ein goldenes Zeitalter
zwischen unseren Völkern. Wer beendete dieses goldene Zeitalter? Einzig der politische
Zionismus. Tatsächlich gibt es bis heute einige arabische und moslemische Länder, in welchen
jüdische Gemeinden friedlich in ihrer Mitte leben. Und sogar die Palästinenser (von beiden
großen Parteien) haben erklärt, dass sie kein Problem mir Juden haben, welche unter ihnen
wohnen; sie sind nur gegen den politischen Zionismus."
"Wir möchten unser tiefstes Mitgefühl den Familien der ermordeten Unschuldigen
ausdrücken, ebenso wie unsere vom Herzen kommenden Wünsche für eine rasche Wiedergenesung der
von den zionistischen Besatzungskräften verwundeten Menschen. Der Himmel sende ihnen
vollständige und schnelle Heilung."
"Wir hoffen und wir beten für ein friedliches und schnelles Ende des zionistischen
Staates. Dann wird es den Juden möglich sein, friedlich in Palästina unter einer
palästinensischen Regierung zu leben, genau so, wie sie bis heute innerhalb von anderen
arabischen Ländern leben."
"Mögen wir die Erfüllung der Verheißung der Propheten in der Offenbarung von G-ttes
Königtum über die ganze Welt erleben dürfen, wo ihm dann alle Völker in Einheit dienen
werden."
Neturei Karta International
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Er wurde 1949 als Sohn polnischer Holocaust-Opfer in Tel Aviv geboren und greift
Israel immer wieder scharf an. Die Kernthese von Moshe Zuckermann, Professor für Geschichte und
Philosophie, der soeben ein neues, komplexes Buch herausgebracht hat, (Antisemit;
Promediaverlag, 208 S, 15,90 Euro): Viele Juden und die Politik Israels „instrumentalisieren
den Holocaust und den Antisemitismus, um Kritiker mundtot zu machen”.
KURIER: Schießen Sie da nicht übers Ziel?
Moshe Zuckermann: Nein. Schauen Sie, Antisemitismus gibt es natürlich, und er gehört
bekämpft, wo immer er seine widerliche Fratze zeigt. Was ich aber meine, ist der
Antisemitismus-Vorwurf, aus dem die Mächtigen politisches Kapital schlagen und mit dem sie
Kritik abschmettern wollen. Wer Israel kritisiert, ist deswegen nicht automatisch Antisemit. Da
ging jeder Maßstab verloren. Die barbarische Unrechtspolitik Israels gegenüber den
Palästinensern beim Namen zu nennen, muss möglich sein.
Sie meinen, dass dies außerhalb der arabischen Welt zu wenig passiert?
Ja, vor allem in Deutschland ist es bis in die hohe Politik hinein ein Tabu, Israel zu
kritisieren. Vor allem bei der deutschen Linken hat sich eine blinde Solidarität mit dem
Judentum entwickelt. Dabei haben Leute wie Michel Friedman oder Henry M. Broder (beide sind
Juden, die mit Israelkritikern scharf ins Gericht gehen. Anm.) keine Ahnung von der
israelischen Realität. Ich spreche in diesem Zusammenhang von einem Philosemitismus, der auf
dem gleichen Ressentiment fußt und daher nichts anderes als ein gewendeter Antisemitismus
ist.
Bekommen Sie für Ihre Thesen nicht Applaus von einer Seite, die Sie gar nicht wollen?
Natürlich ist das schon seit Jahren so, doch die Alternative wäre, dass ich das, was ich für
richtig und wichtig halte, nicht sage. Aber ich lasse mich nicht vereinnahmen und mundtot
machen.
Wie sehen Sie die Rolle Israels im Nahost-Konflikt mit den Palästinensern?
Israel stellt sich nach 40 Jahren Okkupationsregime immer noch als Opfer dar. Letztlich geht es
um eine simple Frage: Will Israel existieren oder nicht verstehen, dass es auf den eigenen
Abgrund zutreibt. Dementsprechend gibt es nur zwei Möglichkeiten. Israel gibt die besetzten
Gebiete zurück mit der Gefahr eines Bürgerkrieges. Oder eben nicht, dann droht ein regionaler
Krieg, der – mit neuen Waffen geführt – den halben Nahen Osten in Schutt und Asche
legen würde. Das wäre dann das Ende des Staates Israel und des Zionismus.

(Dieses Interview führte Walter Friedl in der österreiochischen Tageszeitung
"KURIER" vom 21. Oktober 2010.)
(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)
Julian Assange ist ein gefährlicher Verbrecher. Der seltsame Mann mit dem
langen blonden Haar und dem misanthropischen Gesichtsausdruck ist nicht nur ein
Informationsterrorist neuer Art. Er ist nicht nur ein trügerischer Anarchist, der die größte
Macht der Erde erniedrigt. Er ist nicht nur ein hemmungsloser Größenwahnsinniger, der die
moderne Diplomatie verdirbt und die globale Ordnung erschüttert. Julian Assange ist ein
gefährlicher Verbrecher, weil er das herrschende Dogma in Bezug auf alles, was das Verständnis
des Nahen Ostens im 21. Jahrhundert betrifft, aufgesprengt hat.
Das Dogma besagt folgendes: Das Kernproblem im Nahen Osten ist der israelisch-palästinensische
Konflikt. Das Kernproblem innerhalb des israelisch-palästinensischen Konflikts ist die
Besatzung. Das Kernproblem der Besatzung sind die Siedlungen. Demzufolge müsse man lediglich
die Siedlungen stoppen, damit die Besatzung verschwindet, der israelisch-palästinensische
Konflikt gelöst und der Nahe Osten stabil wird.
Im vergangenen Jahrzehnt wurde das Dogma fixiert und heilig gesprochen. Es wurde zu einer Art
unerschütterlichem Glaubenssatz. Dies war die Wahrheit, auf die man sich im Weißen Haus, im
Elysee-Palast und in Downing Street Nr. 10 einschwor. Dies war die Wahrheit, von der in der
Washington Post, in Le Monde und im Guardian berichtet wurde. Dies war die Wahrheit von
höchstem moralischem Gewicht, die die Weltanschauung der aufgeklärten Eliten im Westen
geprägt und die Politik der westlichen Mächte geleitet hat.
Dann kam Julian Assange und sprengte das Dogma. Die geheimen Berichte, die WikiLeaks
veröffentlicht hat, beweisen, dass nicht die Siedlungen, nicht die Besatzung und nicht der
israelisch-palästinensische Konflikt die Kernprobleme des Nahen Ostens sind. Die geheimen
Emails beweisen, dass die Welt, über die man in Washington, Paris und London spricht, eine
Phantasiewelt ist. Assange hat bewiesen, dass keinerlei Verbindung besteht zwischen dem
wirklichen Nahen Osten und dem Nahen Osten, von dem man in der Washington Post, in Le Monde und
im Guardian spricht. Er legte die Tatsache offen, dass die gesamte arabische Welt heute nur mit
einem einzigen Problem beschäftigt ist: Iran, Iran, Iran.
Kein Zweifel: Julian Assange ist ein gefährlicher Verbrecher. Allerdings ist Assange nicht
gefährlich, weil er in das Informationssystem des Pentagon eingedrungen ist, sondern weil er
den Mangel an intellektueller Geradlinigkeit der westlichen Intelligenz offengelegt hat. Assange
ist nicht gefährlich, weil er in nicht gekanntem Ausmaße Staatsgeheimnisse hat durchsickern
lassen, sondern weil er vor uns allen aufgedeckt hat, dass der hegemoniale Diskurs im Westen
oberflächlich und verlogen ist. Assange ist nicht gefährlich, weil er die Bündnispartner des
Westens blamiert hat, sondern weil er bewiesen hat, dass der Westen von einer politischen
Korrektheit befallen ist, der ihn von der politischen Wirklichkeit abschneidet. Assange hat uns
allen einen riesigen Spiegel vor das Gesicht gehalten, der zeigt, wie dumm wir in den
vergangenen Jahrzehnten gewesen sind. Ein falsches Dogma hat uns daran gehindert, die
historische Herausforderung zu erkennen, die vor uns steht.
Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Siedlungen sind in der Tat ein Unglück. Die Besatzung
ist unerträglich. Der israelisch-palästinensische Konflikt ist gefährlich. Aber nachdem der
Misanthrop uns die Augen geöffnet hat, dürfen wir sie nicht wieder verschließen. Man muss die
geheimen Emails immer wieder lesen und verstehen, was sie besagen. Es gibt keine Chance für den
gegenwärtigen diplomatischen Prozess, sagen sie. Es gibt keine Chance für die Unterzeichnung
eines israelisch-palästinensischen Friedensabkommens, solange Abu Mazen [Mahmoud Abbas] im
bedrohlichen Schatten Ahmadinejads lebt. Es gibt keine Chance, zu einem regionalen Frieden zu
gelangen, solange die arabische Welt unter dem sich drehenden Schwert Teherans lebt.
Schließlich ist, genau wie der ägyptische Präsident und der saudische König und die
Golffürsten es flüstern, der Iran der Kern des Problems. Der Iran ist die Quelle des Gifts und
die Quelle der Panik. Solange der Iran erstarkt, atomar aufrüstet und den Nahen Osten bedroht,
hat der Frieden keine Chance.
Die Lektion ist eine bittere. Wenn der Iran atomar aufrüstet, wird der Frieden verschwinden.
Ein atomarer Iran würde die Aussichten auf eine Versöhnung zwischen Israelis und Arabern
endgültig zunichte machen. Daher muss die Friedenstaube in Bezug auf den Iran sehr falkenhaft
sein. Wer nach Frieden strebt, muss mit dem Iran umgehen.
Auch das Gegenteil ist wahr: Jeder, der eine Versöhnung mit Ahmadinejad anstrebt, betrügt den
Frieden. Wer gegenüber den Ayatollahs nachgibt, lässt Mubarak und Abu Mazen im Stich. Es
stimmt: Das Einfrieren des Siedlungsbaus würde dem Kampf gegen die Zentrifugen helfen. Aber nur
das Einfrieren der Zentrifugen würde die Auflösung der Siedlungen ermöglichen. Sobald man
sich aus den Trümmern des Dogmas erhebt, ist die strategische Tagesordnung völlig klar - der
Iran zuerst.
Haaretz, 03.12.10

Es wäre ja geradezu ein Wunder, wenn Haaretz nicht den Standpunkt der USA
verteidigen würde. Julian Assange, der Gründer von WikiLeaks, hat mit der Veröffentlichung der
Geheimdokumente aus dem Pentagon ein wenig Licht in die Hintergründe der US-amerikanischen Politik
– und nicht nur dieser – gebracht. Und schon wird er als „Verbrecher”, „Misanthrop”
(Menschenhasser), Informationsterrorist, trügerischer Anarchist, hemmungsloser Größenwahnsinniger
etc. beschimpft.
Auch wenn man den Rest des Artikels von Ari Shavit nicht gelesen hat, weiß man nach diesen ersten
Zeilen, daß der echte Misanthrop nicht in London, sondern in Jerusalem, bei Haaretz sitzt.
Offensichtlich ist in Israel nicht nur die Meinungs- und Redefreiheit eingeschränkt, nachdem den
Einwanderern von der Jewish Agency (Jüdische Einwanderungsbehörde) das Predigen des Evangeliums
und das Reden über Jesus Christus in Israel verboten wird. Es scheint in Israel auch ein
Kapitalverbrechen zu sein, wenn man die Lügengebäude der US-amerikanischen Politik etwas
entzaubert.
Doch ebenfalls in diesen ersten Sätzen lässt sich auch schon das eigentliche Ziel dieser
gespielten Entrüstung erkennen. Es geht hier gar nicht um die Probleme, welche die USA mit diesen
Enthüllungen haben, sondern – wie könnte es in Israel anders sein – um die Probleme
Israels und wie diese ganze Affäre dazu genutzt werden kann, um für Israel daraus Profit zu
schlagen. Und so wird Julian Assange zwar als „gefährlicher Verbrecher” bezeichnet, aber nicht
deshalb, weil er Staatsgeheimnisse an die Öffentlichkeit bringt, sondern, weil er angeblich den
wahren Hintergrund des Nahostkonfliktes aufgedeckt hat.
Und dann nutzt Ari Shavit sehr elegant und gekonnt – ganz in der Art der Rede des Mark Anton
an das römische Volk - den Schwung der Ereignisse und lenkt den immer stärker werdenden Druck,
welchen die internationale Staatengemeinschaft auf Israel wegen des Siedlungsbaus in Jerusalem
ausübt, auf die Araber und letztlich auf den Iran. Demnach ist der Siedlungsbau zwar ein „Unglück”,
die Besetzung der palästinensischen Gebiete „unerträglich” und der
israelisch-palästinensische Konflikt „gefährlich”. Doch der Kern des Problems sind nicht die
Juden, welche dies alles zu verantworten haben, sondern die Araber und hier insbesondere der Iran.
Es ist aus der Sicht Shavits natürlich auch nicht Israel, welches den Frieden mit all diesen
Problemen und der Weigerung daran etwas zu ändern bisher verunmöglicht hat, sondern wie er
schreibt: „Der Iran ist die Quelle des Gifts und die Quelle der Panik. Solange der Iran erstarkt,
atomar aufrüstet und den Nahen Osten bedroht, hat der Frieden keine Chance.” Dass Israel entgegen
dem Atomsperrvertrag und mit stillschweigender Billigung der UNO selbst bereits 200 einsatzbereite
Atomsprengköpfe verfügbar hat und damit den Iran wahrscheinlich erst gezwungen hat, zur
Selbstverteidigung ebenfalls atomar aufzurüsten, das verschweigt Ari Shavit etwas verschämt.
Schließlich stellt Shavit einen kausalen Zusammenhang her, welcher jedem, der die Entwicklung im
Nahen Osten verfolgt, durchaus bekannt vorkommt. Er stellt den Bau Teherans von Zentrifugen zur
Herstellung von atomwaffenfähigem Uran dem Siedlungsbau in Jerusalem gegenüber und meint: „Es
stimmt: Das Einfrieren des Siedlungsbaus würde dem Kampf gegen die Zentrifugen helfen. Aber nur das
Einfrieren der Zentrifugen würde die Auflösung der Siedlungen ermöglichen.”
Dieser Zusammenhang erinnert doch sehr an die Aussage des Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas,
der auf die Frage, warum er dem Siedlungsbau Israels nicht zustimmt, sinngemäß meinte: „Israel
hält unser Land besetzt und baut auf diesem Land seine Siedlungen. Wenn wir dem Siedlungsbau
zustimmen, würde es Frieden geben. Aber wir würden damit gleichzeitig unser Land verlieren. Daher:
Nur die Rückgabe unseres Landes durch Israel würde unsere Zustimmung zum Siedlungsbau
ermöglichen.”
Und ebenso wie Shavit am Ende seines Artikels den Schluss zieht: „Sobald man sich aus den
Trümmern des Dogmas erhebt, ist die strategische Tagesordnung völlig klar - der Iran zuerst.”,
gilt analog auch für die Palästinenser: wenn man die Konsequenzen auf beiden Seiten
berücksichtigt, ist auch hier die strategische Tagesordnung völlig klar - Israel zuerst.