Immanuel.at - Diskussionsforum: Besucher-Informationen




Österreich zahlt jede Stunde(!) 1 Million Euro Zinsen an seine Gläubiger.

Den Politikern in Österreich (nicht nur aber auch) ist, wie es scheint, jedwedes Maß und  jede Orientierung im Hinblick auf die Entwicklung der Staatsschulden abhanden gekommen. Sie jonglieren mit den Milliarden herum und meinen, weil andere Länder Schulden in Billionenhöhe haben, könnten sie es sich leisten, Österreich mit hunderten Milliarden zu belasten.

Um hier den Realitätsbezug wieder kurz in Erinnerung zu rufen, sollte man sich die Tatsache vor Augen halten,  dass Österreich für seine Staatsschulden jede Stunde(!) eine Million Euro an seine Gläubiger an Zinsen zahlen muss. Und wie jeder weiß, ist damit noch kein einziger Cent vom Kapital zurückgezahlt.

Jede Stunde eine Million Euro, und das 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr!  Mit diesem Geld könnten die Probleme unseres Landes, von der Finanzierung der Bildung über das Gesundheitswesen bis hin zur Absicherung der Pensionen, elegant gelöst werden. Wenn sich die Politiker so verhalten hätten, wie sich jeder verantwortungsbewusste private Haushalt verhält, der weiß, dass man nicht mehr ausgeben sollte, als man einnimmt, weil am Ende der Bankrott droht. (2011-08-17)

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/09/06/noch-sehe-ich-keine-schlangen-vor-den-banken/




Gold mit einer Verzinsung von 33% p.a.

Und noch immer beschwören uns die  Anleihe- und Aktienhaie der Banken: "Hände weg von Gold. Gold ist kein Investment, weil es keine Zinsen abwirft". Sie können anscheinend nicht einmal die Dokumentation ihres eigenen Gold-Spotmarkts interpretieren.

Vor einem Jahr, im August 2010  kostete 1 kg Gold 30.000,-- Euro. Heute - genau 1 Jahr später - liegt der Preis bei 40.000,-- Euro. Das ist ein Kapitalzuwachs von einem Drittel oder eine Verzinsung von 33% im Jahr!

Es gibt weltweit keine einzige Anlageform, welche eine derartige Rendite bei täglicher Fälligkeit und ähnlicher Sicherheit bieten kann! - Und der Goldpreis und die Inflation werden weiter steigen. (2011-08-11)

http://gold.bullionvault.de/Goldpreis-Grafik.do




(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

Wie stark ist der Euro? - Eine Welt aus Papier / N. Jilch, Tageszeitung "Die Presse", 2011-05-29

Kaum jemand sucht im Geldsystem den Grund für Finanzkrisen. Dabei ist die Beweislast erdrückend. Immerhin erschaffen Zentralbanken Euro, Dollar, Yen und Pfund soviel sie wollen.


0

Die Finanzkrise war den Menschen eine Lehre. Im Nachhinein wissen viele Bescheid über die Gründe für das Fiasko. Dass Banken Kredite vergeben haben an Personen, die sie nie zurückzahlen können, weil sie über kein Vermögen und kaum Einkommen verfügen. Und dass sie diese Kredite in Pakete verpackt und sie als "sicheres" Investment weiterverkauft haben. Das Platzen dieser Kreditblase, so die allgemeine Meinung, hat die Krise ausgelöst. Aber kaum jemand fragt, was diese Kreditblase erst ermöglicht hat. Kaum jemand fragt nach dem Geldsystem

Man stelle sich vor, ein Beamter klopft eines Tages bei der fiktiven Familie Schmidt aus Graz an. Er hat ein unglaubliches Angebot für die Schmidts: Sie dürfen von nun an selbst Euro-Noten drucken. So viele wie sie wollen. Noch besser: Sie bekommen das Monopol auf die Euro-Herstellung. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen und nimmt ihre neue Notenpresse dankend entgegen. Wie werden die Grazer mit ihrem Privileg umgehen? Zuerst sehr behutsam. Sie werden ihre Schulden bezahlen und ein paar Dinge kaufen, die sie sich vorher nicht hätten leisten können. Aber bald wird das Privileg den Familienmitgliedern zu Kopf steigen, sie werden die Notenpresse immer öfter einsetzen, um auch ihre Verwandten und Freunde mit frisch gedruckten Euro-Noten zu versorgen. Irgendwann gibt es kein Halten mehr: dann wird jede Ausgabe - und sei sie noch so unnötig - mit neuem Geld bestritten, das die Familie Schmidt praktisch aus dem Nichts geschaffen hat. Bald würden sich für die Schmidt-Euros keine Abnehmer mehr finden, weil jeder weiß, dass die Schmidts so viel Papiergeld drucken können, wie sie wollen. Das Geld ist wertlos.

Es werde Geld”. Nun ist es weit hergeholt, dass die Regierung dieses gewaltige Privileg irgendeiner Familie einräumen sollte. Das Geld-Monopol hat der Staat schon vor langer Zeit vergeben: an sich selbst. Die Republik Österreich hat es inzwischen wieder abgetreten: an die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, die "Hüterin des Euro". Die EZB stellt den Banken Zentralbankgeld oder auch "Basisgeld" zur Verfügung. Das Bankensystem ist auf dieses Basisgeld zur Deckung des öffentlichen Bargeld- und Kreditbedarfs angewiesen.

Die EZB hat das Monopol zur Schaffung des Euro-Basisgeldes. Wie viel von diesem Geld erschaffen wird, entscheidet das Präsidium der EZB im Alleingang. Grenzen für diese Ausweitung der Geldmenge gibt es keine, die Zentralbank kann schaffen, so viel sie will. Willkommen in der Welt des ungedeckten Geldes, auch Fiatgeld genannt. "Fiat" ist lateinisch für "es werde" - wie bei "fiat lux": Es werde Licht.

Auf deutsch ist das Zwangsgeld. Die Bürger haben keine Wahl: „Was der Staat befiehlt, ist Geld. So ist das heute”, sagt Guido Hülsmann, Professor an der Universität Anger in Frankreich. Bis vor 40 Jahren war dieses globale Geldsystem zumindest über Umwege noch an Gold gebunden, seit Jahrhundertern das wahre Geld der Menschen. Warum Gold? Weil man es eben nicht einfach vermehren kann. Und weil es - bis heute - überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Aber 1971 haben die Vereinigten Staaten die Eintauschbarkeit des Dollars in Gold beendet, weil zu viel Geld aus dem Land geflossen ist. Seit dem gibt es nur noch Papiergeld. Ein einmaliger Zustand in der Geschichte. Euro, Dollar, Franken, Yen, Pfund: eine Welt aus Papier.

„Aber dieses Geld funktioniert nicht. Es ist kein stabiles System, das wir haben. Dieses ungedeckte Papiergeld ist wahrlich die Wurzel allen Übels. Aber das wird bisher von allen übersehen”, sagt Guido Hülsmann. Er ist Biograf von Ludwig von Mises, dem wichtigsten Geldtheoretiker der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, deren Professoren und Studenten seit mehr als hundert Jahren auf die Nachteile von ungedecktem Geld hinweisen.

Mises - ein einsamer Kämpfer. Mises kämpfte nach dem Ersten Weltkrieg persönlich als Regierungsbeamter gegen die Inflation in Österreich - am Ende vergeblich. Anfang der 20er Jahre endete das Kriegsschuldendebakel in einer Hyperinflation - die Menschen hatten das Vertrauen in die Währung verloren, weil die Zentralbank immer mehr davon druckte. „Auch damals konnten die Menschen sich gar nicht vorstellen, wie schnell Geld am Ende seinen Wert verlieren kann”, erzählt Hülsmann.

Die großen Finanzblasen der vergangenen 40 Jahre - und ihr unvermeidlich böses Ende - sind im Grunde auf das ungedeckte und unbegrenzt vermehrbare Papiergeld zurückzuführen. Nach einem Crash senken die Zentralbanken die Zinsen, das frische Geld wird billiger - und feuert die nächste Blase an. Fiatgeld hat aber noch andere Folgen, als nur Instabilität. Es ist eine der mächtigsten Umverteilungsmaschinen, die die Welt je gesehen hat. Denn dieses Geld wird von den Zentralbanken im Zusammenspiel mit den großen Geschäftsbanken und den Regierungen in die Welt gesetzt. Diese Aufblähung der Geldmenge ist Inflation, steigende Preise ein Symptom davon. „Dieses Geld kommt wenigen Leuten zu Gute, die das Geld zuerst bekommen”, sagt Hülsmann. „Also den Banken und Politikern.” Denn diese Menschen gehen mit dem frisch gedruckten Geld zuerst einkaufen (Investitionen Anm.) und bezahlen noch die "alten" Preise. Erst wenn sie das Geld ausgeben, steigen die Preise, weil mehr Geld hinter denselben Waren her ist. Dieser Mechanismus beraubt die Masse ihrer Kaufkraft, weil die Löhne erst nach den Preisen steigen. „Fiatgeld ist ein wesentlicher Faktor, warum die Vermögensspanne in den letzten 40 Jahren so weit auseinandergegangen ist. Und die Inflation ist nichts anderes als eine versteckte Steuer”, sagt Hülsmann.

Systeme wie das aktuelle wurden immer wieder versucht - und sie sind immer wieder gescheitert. Meistens ging dieses Scheitern für das Volk mit einem großen Vermögensverlust einher. Zu den berühmtesten Beispielen zählen die Assignaten. Ein Papiergeld, das der Engländer John Law in Frankreich der Revolution ausgab - weil er die Herrschenden davon überzeugen konnte, dass es alle Probleme Frankreichs lösen konnte. Das Experiment endete nach weniger als fünf Jahren in einer Hyperinflation. Law wurde aus dem Land gejagt. Ähnliches erlebten die Deutschen und Österreicher nach dem Ersten Weltkrieg. Der bleibende Eindruck der Hyperinflation in der Weimarer Republik ist der Grund, warum die D-Mark immer eine relativ harte Währung war. Die Bundesbank ließ sich kaum zur Finanzierung von staatlichen Defiziten durch die Druckerpresse verleiten.

Unübersehbare Risse. „Die Loslösung des Geldsystems vom Gold war sicher die folgenreichste Entscheidung”, sagt Philipp Bagus, Assistenzprofessor an der König-Juan-Carlos-Uni in Madrid und Autor des Buches "Die Tragödie des Euro", das im September auf Deutsch erscheinen wird. „Es gibt einfach keine Grenze des Geldmengenwachstums - wir sind völlig vom Willen der Regierenden abhängig”. Bagus, Hülsmann und viele andere Ökonomen der Österreichischen Schule warnen seit 2008 immer wieder, dass die "Rettungspakete" und "Bailouts", die in der westlichen Welt derzeit geschnürt werden, irgendwann in der Hyperinflation enden könnten - weil auch sie aus frisch gedrucktem Geld bestehen.

„Ein Großteil der Staatsschulden wird durch Gelddrucken finanziert - mit Umweg über das Bankensystem”, sagt Bagus. Vor allem eine neue Krise wäre gefährlich, weil sie die Zentralbanken veranlassen könnte, alle Hemmungen beim Gelddrucken fallen zu lassen. Der 1973 verstorbene Ludwig von Mises schrieb in seinem Hauptwerk "Human Action": „Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems”. Von einer freiwilligen Aufgabe der Kreditexpansion ist Mitte 2011 nichts zu sehen. Im Gegenteil.

Die Risse im globalen Währungsspiel sind nicht zu übersehen. Die Dominanz des Dollars geht zu Ende und das US-Geld läuft Gefahr, seine Rolle als Weltwährung zu verlieren. China, Russland, Indien und Brasilien lassen kaum eine Gelegenheit aus, um ihren Unmut über die Gelddruckpolitik der Amerikaner kundzutun - und kaufen Gold für ihre Reserven.

Die Europäer haben dank der Euro-Krise ihre eigenen Probleme, als Dollar-Alternative ist der Euro im Moment abgemeldet. In der westlichen Welt gibt es nur einen bekannten Politiker, der die Zentralbanken abschaffen und den klassischen Goldstandard wieder einführen will: den republikanischen US-Abgeordneten Ron Paul. Er hat kürzlich angekündigt, 2012 gegen Präsident Barack Obama antreten zu wollen. Rückendeckung für Paul kommt ausgerechnet aus Zimbabwe, wo von 2004 bis 2009 die letzte Hyperinflation stattfand. Damals druckte die Zentralbank sogar Banknoten mit einem "Wert" von einer Milliarde Zimbabwe-Dollar.

Geholfen hat es nichts, auch diese Scheine waren schnell wertlos. Nun scheint die Zentralbank gelernt zu haben. Ihr Präsident Gideon Gono sagte Mitte Mai: „Wir müssen jetzt ernsthaft darüber nachdenken, den Goldstandard wieder einzuführen”. Begründung: die Tage des US-Dollar und des aktuellen Geldsystems seien gezählt.


Österreichische Tageszeitung "Die Presse" vom 29. 5. 2011 (Nikolaus Jilch) http://www.diepresse.com/


Es ist nur zu hoffen, dass die Zentralbankchefs der westlichen Welt nicht erst die Erfahrung einer derartigen Hyperinflation benötigen, um ebenfalls zu der Erkenntnis zu gelangen, dass der Goldstandard die einzige Rettung für das Weltwährungssystem ist - wenn ihnen dann die aufstrebenden BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) noch genug Gold auf dem Markt übrig gelassen haben. 

Die Konzentration der Medien auf Wechselkurse, lässt Dollar und Euro immer wieder besonders stark erscheinen. Dieser Eindruck ist allerdings irreführend, weil trotz Abschaffung des Goldstandards bleibt Gold die einzige echte Konstante im Währungsspiel.  - Gold ist Geld - eine eigene Währung. Seit 10 Jahren werten Dollar und Euro gegenüber Gold massiv ab. In diesem Zeitraum stieg der Goldpreis von 300 auf bis zu 1100 Euro. Anders ausgedrückt: Man muss heute um 800 Euro mehr für dieselbe Menge Gold bezahlen.



(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Inflation ist die einzige Lösung / "Presse"-Interview mit dem Kapitalmarktexperten Stefan Riße 00, 2011-05-13)

Die Presse: Sie haben schon vor einem halben Jahr prognostiziert, dass nicht der deutsche Hartwährungsfan Axel Weber Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) wird. Sondern der moderatere Italiener Mario Draghi. Verabschiedet sich die EZB damit von ihrem Dogma der Preisstabilität?

Stefan Riße: Die EZB hat sich schon von diesem Dogma verabschiedet. Und zwar als sie anfing Staatsanleihen aufzukaufen (damit pumpte sie Geld in die Märkte Anm.) Zudem toleriert sie für die Eurozone gerade eine Inflation, die deutlich über der Zielmarke von zwei Prozent liegt.

Die EZB hat ihren Leitzins überraschend früh angehoben. Das ist ein Bekenntnis, die Inflation bekämpfen zu wollen.

Der Leitzins steht derzeit bei 1,25 Prozent, die Inflation in der Eurozone liegt aber bei 2,7 Prozent. Das heißt, wir sehen negative Realzinsen. Damit kann man der Inflation nicht entgegenwirken. Die EZB will doch nur den Schein wahren. In Wirklichkeit lässt sie Inflation zu. 

Warum tut sie das?

Die Notenbanker haben keine andere Wahl. Wir sehen eine massive Schuldenkrise einiger Euroländer. Wenn die Eurozone mit allen Ländern erhalten bleiben soll, gibt es nur eine Lösung: Inflation. Hebt die EZB dagegen die Zinsen auf Niveaus, mit denen man die Inflation effektiv bekämpft, würde das zu einer Konjunkturkrise führen. Nehmen wir das Beispiel Spanien: die Verschuldung der privaten Haushalte liegt bei 170 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Sollten die Zinsen stark ansteigen, gäbe es eine heftige Rezession. 

Wird unter Mario Draghi die Geldpolitik also noch lockerer als unter Jean-Claude Trichet gestaltet?

Das nicht. Aber mit Axel Weber als EZB-Chef gäbe es eine Geldpolitik, die wirklich auf Preisstabilität abzielt.  Wir würden dann niedrigere Inflationsraten sehen. Das hätte allerdings einen hohen Preis.

Und zwar welchen?

Staaten und private Haushalte würden pleitegehen. Damit wäre der soziale Friede gefährdet.

Demnach bleibt nur mehr die Inflation als Ausweg. Wann rollt die große Inflationswelle auf die Eurozone zu?

Dann, wenn die Gewerkschaften deutlich höhere Löhne verlangen. Das könnte in ein bis vier Jahren passieren. Wir werden dann etwa in Österreich Inflationsraten von fünf bis zehn Prozent haben.

Das klingt nicht gut.

Das ist kein großes Drama. Die Sparer sollten sich aber überlegen, wie sie ihr Geld schützen können. Mit klassischen Anlageprodukten wie Sparbüchern und Lebensversicherungen kommt man nicht weit.

Sie empfehlen Gold als Inflationsschutz. Gold hat aber einen Nachteil: Es wirft keine Zinsen ab. Derzeit steigen die Zinsen an. Gold ist daher ein wenig interessantes Investment.

Wichtig sind nicht die nominellen, sondern die realen Zinsen. Und die sind negativ (wie vorhin erwähnt Anm.) Gold ist daher nicht unattraktiver als andere Anlagen. Im Gegenteil, die Goldmenge ist überschaubar (alles vorhandene Gold der Erde passt in einen Würfel mit 20 m Kantenlänge Anm.). Die Geldmenge dagegen ist astronomisch hoch (und wird weltweit durch die Notenbanken - allen voran die FED der USA - durch das Nachdrucken von Papiergeld ständig inflationsfördernd vermehrt Anm.). Dieses Geld sucht Anlagemöglichkeiten und wird auch weiter teilweise in Gold fließen und damit den Goldspreis antreiben.

Die verschuldeten Staaten1) müssen sich immer stärker auf dem Anleihemarkt verschulden. Sehen wir da eine Blase?

Es wird keinen Crash geben. Das verhindern Notenbanken, indem sie Staatsanleihen aufkaufen um die Anleihenpreise zu stützen und die Zinsen niedrig zu halten.

Österreichische Tageszeitung "Die Presse" vom 13. 5. 2011 (A. Kerschbaumer) http://www.diepresse.com/


1) Der am meisten verschuldete Staat der Eurozone ist - derzeit - Griechenland. Was nicht verwundern sollte, gehen doch dort die Lokführer in den Streik, obwohl sie ein Monatsgehalt von 5.000,00 Euro  beziehen. Die Staatsbediensteten beziehen im Jahr 18(!) Gehälter. Der Arbeitstag eines griechischen Angestellten beginnt nicht, wenn er im Büro eintrifft, sondern wenn er die Fahrt ins Büro antritt. Außerdem gibt es für Händewaschen(!) und Kopieren extra Zulagen sowie eine Prämie von 310,00 Euro im Monat für Busfahrer, die rechtzeitig am Arbeitsplatz erscheinen.



Gold mit einer Verzinsung von 25% p.a.

Lassen Sie sich von den Anleihe- und Aktienhaien der Banken mit der Behauptung: "Hände weg von Gold. Gold ist kein Investment, weil es keine Zinsen abwirft" nicht für dumm verkaufen.

Im April 2007  kostete 1 kg Gold 16.000,-- Euro. Heute - genau 4 Jahre später - liegt der Preis bei 32.000,-- Euro. Das ist eine Verdoppelung des Kapitals in 4 Jahren oder ein jährlicher Zinssatz von 25 Prozent!!

Es gibt weltweit keine einzige Anlageform, welche eine derartige Rendite bei täglicher Fälligkeit und ähnlicher Sicherheit bieten kann! - Und der Goldpreis und die Inflation werden weiter steigen. (2011-04-30)

http://gold.bullionvault.de/Goldpreis-Grafik.do




Die Krise geht weiter.

Lassen Sie sich von Politikern und Bankmanagern mit der Behauptung: "Die Weltwirtschaftskrise ist endgültig überwunden" nicht für dumm verkaufen.

Die größte Wirtschaftsmacht der Welt, die USA, steht mit Schulden in der Höhe von 14 Billionen Dollar (10 Billionen Euro) kurz vor dem Bankrott und auch in der EU haben die Staaten in den letzten 20 Jahren Hunderte Milliarden an Krediten aufgenommen, welche sie nur rückzahlen können, wenn sie - ähnlich wie die USA - die Druckmaschinen anwerfen und riesige Mengen an Papiergeld produzieren und nachdem es weltweit keine Golddeckung mehr gibt, damit die Inflation anheizen. 

Da es jedoch den Staaten möglich ist, durch hohe Inflationsraten Schulden abzubauen, werden auch die Staaten Europas diese günstige Gelegenheit nutzen, um durch hohe Inflationsraten den Wert des Euros und damit die Höhe ihrer Schulden soweit wie möglich zu reduzieren - zum Schaden der Bürger, die sich dann vielleicht um ihren Monatsgehalt gerade mal ein Brötchen leisten können. (2011-04-12)

http://www.deutschland-debatte.de/2009/12/03/berichte-ueber-bevorstehende-hyperinflation/




Eine rühmliche Ausnahme unter den Bankmanagern ist der Chef der "ERSTE BANK", Wien, Andreas Treichl, welcher ähnlich wie am Beginn der vergangenen Wirtschaftskrise nun auch jetzt den Menschen reinen Wein einschenkt:

(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt. / Andreas Treichl, Chef der "ERSTE BANK", Wien 00, 2011-05-14)

Wien - Die nächste Krise kommt und sie wird noch ärger sein als die jetzige, sagte Erste-Chef Andreas Treichl laut ORF/Österreichischer Rundfunk bei einer ÖVP/Österreichische Volkspartei-Veranstaltung am Freitag in Salzburg. "Ich sehe jetzt eine riesige Gefahr dadurch, dass meine Branche relativ wenig aus der Krise gelernt hat. Denn die Chancen unfassbar schnell unfassbar viel Geld mit nicht traditionellem Geschäft zu verdienen, sind unheimlich hoch. Ich glaube, dass die nächste Krise nicht über die Immobilien, sondern über die Rohstoffe kommen wird", wird Treichl auf Salzburg.orf.at zitiert.

Treichl verteidigt zugleich das relativ konservative Geschäftsgebaren der Banken im mittelosteuropäischen Raum. Hier würden noch zum allergrößten Teil dem traditionellen Bankgeschäft entsprechend Spareinlagen hereingenommen und Kredite vergeben. "Wir haben eine Bilanzsumme von weit über 200 Milliarden Euro und spekulieren mit sieben. Eine Deutsche Bank hat eine Bilanzsumme von 2.000 Milliarden und spekuliert mit 1.500. Das sind völlig andere Dimensionen", argumentiert Treichl.

Die Politik habe zwar, zum Teil zu Recht, die Kreditvergabe in den letzten Jahren erschwert. Aber es habe sich niemand um die Sicherheit von Anleihen gekümmert. Kreditvergaben an vertrauenswürdige Firmen seien im Vergleich zu Ausleihungen an Staaten zu streng reglementiert. "Ein Beispiel: Eine Firma, die ich seit 100 Jahren kenne, die noch nie einen Verlust gemacht hat und 50 Prozent Eigenkapital hat, möchte jetzt einen Kredit von mir haben. Dann brauche ich als Bank heute zehn Mal so viel Eigenkapital, wie wenn ich eine Anleihe an Griechenland vergebe, wo ich jetzt schon weiß, dass die wenn dann nur über die Steuerzahler zurückgezahlt werden kann", so Treichl.

Treichl weiter: "Das ist eine Frechheit, das ist ein ganz grober Fehler. Unsere Politiker sind zu blöd und zu feig dazu und zu unverständig dafür, weil sie von der Wirtschaft keine Ahnung haben um dagegen zu wirken und das wird Österreich schaden und wir werden hinter andere Länder zurückfallen." Eine Demokratie, die solchen Auswüchsen nichts entgegen setzen könne, verliere ihre Legitimation und öffne politischen Scharlatanen Tür und Tor, so Treichl laut ORF

(APA - Austria Presse Agentur)


Interessant sind die Reaktionen in ganz Österreich auf diese Aussagen von A. Treichl. Sie haben einen Effekt gezeitigt, wie einst das Flötenspiel des Rattenfängers von Hameln. Mit Treichls Einschätzung des österreichischen Politikercharakters hat er nicht nur die dadurch angesprochenen Politiker, sondern überhaupt alle in diese geistige Kategorie fallenden Bürger des Landes veranlasst sich zu outen. Insbesondere in den sozialen „Einrichtungen”, wie Facebook, Twitter, etc., die ein Sammelbecken aller jener Zeitgenossen sind, welche zuerst ihre privatesten Daten und Photos ins Netz stellen und dann darüber baß erstaunt sind, dass diese ihnen gestohlen und weiterverbreitet werden. Sie alle sind voll der Empörung, weil hier der Chef eines erfolgreichen Wirtschaftsunternehmens das offen ausspricht, was sich viele Menschen in Österreich denken. 

Und wie nicht anders zu erwarten, sieht sich der Bundeskanzler dieses Landes als Speerspitze der Empörten und wirft den Bankern Abgehobenheit uns Undankbarkeit vor, nachdem ihnen die Politik in Krisenzeiten geholfen hat. Dabei vergisst er jedoch, dass nicht die Politik es war, welche diese Milliarden zur Verfügung gestellt hat, sondern es waren die Steuerzahler. Und diese hat Treichl in seiner treffenden Beurteilung ja gar nicht erwähnt. Daher sind die Politiker offensichtlich nicht in der Lage zu realisieren, dass das Geld nicht aus ihren eigenen Taschen fließt, sondern aus jenen der Steuerzahler. 

Es ist tatsächlich eine Bestätigung der geistigen Verfasstheit der Treichl-Kritiker, wenn sie sich über seine Einschätzung der politischen Intelligenz in Österreich alterieren, jedoch überhaupt nicht begriffen haben, dass uns dieser Mann in seinen Aussagen auch eine neue Finanzkrise prophezeit. Und zwar eine ärgere als jene, welche wir soeben erlebt haben und die er damals ebenfalls vorhergesagt hat. So ist also gerade dieses ganze Spektakel eine einzige Beweisführung über die Richtigkeit seiner Beurteilung.