Eine Katastrophe wie die Sintflut.
Die Auswirkungen auf den Planeten.
Die Auswirkungen auf die Menschen.
Das Strafgericht Gottes mit der Umgestaltung von Himmel und Erde ist das letzte Ereignis in
der Zeitperiode „Tag des Herrn”. Es schließt zeitlich unmittelbar an die Schlacht von Harmagedon an und
wird seinerseits gefolgt durch den Beginn des „Millenniums”, mit der Ersten Auferstehung der Märtyrer und
der Heimkehr der Erlösten ins Land Israel.
(Siehe auch Kapitel 05: „Der Tag des Herrn”.)
In der Zeit unmittelbar vor dem Tag des Herrn, in der Großen Trübsal, ist in der
antichristlichen Herrschaft eine so große Bedrängnis über die Welt und speziell über die Gläubigen
gekommen, wie sie seit Anbeginn nicht gewesen ist. Nun, am Tag des Zornes und des Strafgerichts Gottes, bringt
der Herr über alle Gottlosen und Unbußfertigen die größte Katastrophe, welche die Welt je erlebt hat.
Diese Katastrophe ist vergleichbar mit den Auswirkungen der Sintflut, mit dem Unterschied, dass diesmal -
gemäß der Verheißung Gottes (1Mo 9,15) - keine Flut mehr kommt, die alles Leben vernichtet. Diesmal wird
Gott durch die Umgestaltung des Bestehenden, aus der vom Menschen verwüsteten Welt einen neuen Himmel und
eine neue Erde schaffen.
Diese Umgestaltung darf nicht verwechselt werden mit der Neuen Schöpfung am Ende der Tage. Während es dort,
bei der „Zweiten Schöpfung” - ähnlich wie es bei der Erschaffung unserer heutigen Welt war - eine „creatio
ex nihilo”, also eine Schaffung aus dem Nichts sein wird, ist es hier eine „Verwandlung” des
Vorhandenen, aber - ähnlich wie nach der Sintflut - aus der Sicht des Menschen ebenfalls eine „neue Welt”.
Die Notwendigkeit dieser Umgestaltung ergibt sich aus dem Umstand, dass der Mensch seiner, ihm von Gott
zugedachten Aufgabe als Verwalter und Hüter dieser Schöpfung nicht gerecht geworden ist. Durch
rücksichtslose Ausbeutung wird der Mensch diesen Planeten, seinen Boden, seine Pflanzen, seine Tiere, ja
sogar seine Atmosphäre derart schädigen, dass eine Weiterexistenz nicht möglich sein wird.
Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie brechen den ewigen Bund.
Jes 24,3 Die Erde wird leer und beraubt sein; denn der HERR hat solches geredet.
24,4 Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf
Erden verschmachten. 24,5 Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und
ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund. 24,6 Darum frißt der Fluch die Erde, und büßen müssen
es, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so dass wenig Leute übrigbleiben. Jes 24, 3- 6;
Der obige Text aus Jes 24,5-6 lässt aber noch mehr vermuten. Die Erde ist nicht nur entweiht
von ihren Bewohnern, sondern sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote. Aus dem Zusammenhang wird
deutlich, dass es sich hier nicht um irgendwelche Schriftgesetze oder Opfergebote handelt. Hier geht es um die
grundlegenden Gesetzte der Schöpfung und das Gebot sie nicht zu verändern.
Es scheint, als stünden wir heute, mit der atomaren Kernspaltung, der Genmanipulation und dem Klonen von
Lebensformen, am Anfang einer Entwicklung, welche letztlich dazu führt, dass dieser „ewige Bund” der
Schöpfung mit ihrem Gott gebrochen wird.
Auch wenn bis zu diesem kritischen Zeitpunkt noch Jahrhunderte vergehen mögen - oder gerade
deshalb - ist es heute bereits absehbar, dass die unstillbare Profitgier des Menschen allen Versuchen der
Vernunft, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, widerstehen wird.
Wenn daher ein Überrest dieser Menschheit, wie es die Schrift verheißt, in einem tausendjährigen
paradiesischen Friedensreich einen Fortbestand finden soll, muss diese Erde, muss dieser Himmel umgestaltet
und „recycled” werden. Es muss sozusagen das Unterste zu oberst gekehrt werden und mit weltweiten Erdbeben
die kontaminierte Oberfläche durch neuen, unverseuchten Boden ersetzt werden.
Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre Oberfläche um und zerstreut ihre Bewohner.
Jes 24,1 Siehe, der HERR entleert die Erde und verheert sie und kehrt ihre
Oberfläche um und zerstreut ihre Bewohner. 24,2 Und wie dem Volk, so ergeht es dem Priester; wie dem
Knecht, so seinem Herrn; wie der Magd, so ihrer Gebieterin; wie dem Käufer, so dem Verkäufer; wie dem
Verleiher, so dem Borger; wie dem Schuldner, so seinem Gläubiger. 24,3 Völlig ausgeleert wird die Erde und
geplündert, denn der HERR hat dieses Wort geredet. Jes 24, 1- 3;
Ein großes Erdbeben, wie es noch nie gewesen ist, seit Menschen auf Erden sind.
Off 16,17 Und der siebente Engel goss aus seine Schale in die Luft; und es
kam eine große Stimme aus dem Tempel vom Thron, die sprach: Es ist geschehen! 16,18 Und es geschahen Blitze
und Stimmen und Donner, und es geschah ein großes Erdbeben, wie es noch nicht gewesen ist, seit Menschen
auf Erden sind - ein solches Erdbeben, so groß. Off 16,17-18;
Und aus der großen Stadt wurden drei Teile und die Städte der Heiden stürzten ein.
Off 16,19 Und aus der großen Stadt wurden drei Teile, und die Städte der
Heiden stürzten ein. Und Babylon, der großen, wurde gedacht vor Gott, dass ihr gegeben werde der Kelch
mit dem Wein seines grimmigen Zorns. Off 16,19;
Alle Inseln verschwanden und die Berge wurden nicht mehr gefunden.
Off 16,20 Und alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr
gefunden. 16,21 Und ein großer Hagel wie Zentnergewichte fiel vom Himmel auf die Menschen; und die
Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels; denn diese Plage ist sehr groß. Off 16,20-21;
Der Herr wird den Himmel bewegen, die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen.
Jes 13,13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von
ihrer Stätte weichen durch den Grimm des HERRN Zebaoth, am Tage seines Zorns. 13,14 Und sie sollen sein
wie ein verscheuchtes Reh und wie eine Herde ohne Hirten, dass sich ein jeder zu seinem Volk kehren und ein
jeder in sein Land fliehen wird. Jes 13,13-14;
Himmel und Erde werden erschüttert, damit sie verwandelt werden.
Hbr 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber
verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern
auch den Himmel.« 12,27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann,
weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden
kann. Hbr 12,26-27;
Himmel und Erde werden verwandelt und gewechselt wie ein Kleid.
Ps 102,26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner
Hände Werk. 102,27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand;
wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden. Ps 102,26-27;
Die Auslöser aber auch die Folgen dieses Vorgangs der Umgestaltung sollen in der Folge anhand
von Schriftstellen näher beleuchtet werden.
Die Erde taumelt und fällt, dass sie nicht wieder aufstehen kann.
Jes 24,19 Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen.
24,20 Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende
Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, dass sie fallen muss und nicht wieder aufstehen kann. Jes
24,19-20;
Die Beschreibung oben, in Jes 24,19-20, ist zwar bildhaft, da hier vom Taumeln eines Trunkenen
und vom Schwanken einer Hütte gesprochen wird, allerdings sind dies keine „symbolischen Metaphern” wie
man meinen könnte, sondern es ist schlicht und einfach der Versuch, uns Menschen diese gewaltige
Naturkatastrophe verständlich zu machen und etwas anschaulicher darzustellen.
Es ist dies die Schilderung eines Ereignisses, bei dem die Welt das Gleichgewicht verliert und ihr Mechanismus
aus den Fugen zu geraten scheint. Ein Geschehen in ähnlicher Form könnte bereits bei der Sintflut
stattgefunden haben. Auch damals wurde diese globale Katastrophe möglicherweise durch einen Polsprung bzw.
eine Achsenverschiebung hervorgerufen. Wie dem auch sei, auslösender Moment ist da wie dort der Zorn Gottes
über die gottlose Menschheit. Die Schrift zeigt uns immer wieder, dass Gott in seiner Schöpfung immer
durch seine Schöpfung wirkt. Ein einfacher Beweis dafür ist die Speisung der Fünftausend. Der Herr
hätte einfach „verfügen” können, dass alle diese Menschen in den nächsten 2 Tagen keinen Hunger mehr
haben sollten. Er hat aber den anderen, umständlicheren, aber auch schöpfungskonformeren Weg gewählt, und
soviel Brot und Fisch zur Verfügung gestellt, dass alle davon satt wurden.
Um sich nun aber hier die globalen Zusammenhänge zu veranschaulichen ist es hilfreich, einen gedachten
Beobachtungspunkt im Weltraum einzunehmen. Und zwar derart, dass wir die Erde in etwa in der Größe einer
Hütte, mit dem Nordpol „nach oben” sehen können.
Wir können uns dann vorstellen, dass der Globus - wie es Jesaja beschreibt - zuerst taumelt wie ein
Betrunkener und schwankt wie eine Hütte. Im Urtext heißt es hier eigentlich „wie ein Nachtdach” - also
eine provisorische Abdeckung, welche sich die Feldhüter z. B. im Gurkenfeld (Jes 1,8) bereitet hatten, um die
Nachtwache auf dem Acker zu verbringen. Das war eine äußerst instabile Behelfskonstruktion, welche schon bei
geringstem Wind zu schwanken begann.
Auch die Aussage „dass sie fallen muss” ist dann nicht nur symbolisch, etwa als „Sündenfall” zu
nehmen, obwohl auch dieser Gedanke darin enthalten sein könnte. Es ist aber vielmehr eine Beschreibung,
welche uns mit einfachen aber treffenden Worten eine Achsenverschiebung schildert. Der Nordpol unseres
Planeten, also das „Dach” der Hütte, wird fallen, d. h. er wird sich um 90 Grad verschieben und in die
„Horizontale” gehen. Damit wäre die Erdachse in einer Ebene mit ihrer Umlaufbahn um die Sonne (Eklyptik),
wie wir das auch beim Planeten Uranus feststellen können.
Und damit auch die Frage geklärt ist, ob im Zuge der Schwankungen die Erde nicht wieder in ihre alte Lage
zurücktaumeln könnte, ergänzt Jesaja: „dass sie nicht wieder aufstehen kann”. Gleichzeitig ist damit
auch zum Ausdruck gebracht, dass die Erde nicht verschwindet bzw. aufhört zu existieren. Wie wir es hier
unten, in Off 20,11 lesen, haben wir dies erst beim tatsächlichen Ende der ersten Schöpfung – etwa tausend
Jahre nach dem hier behandelten Ereignis - zu erwarten.
Erde und Himmel flohen, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.
Off 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor
seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Off
20,11;
Der Planet bleibt also auch diesmal noch bestehen, doch es ändert sich einiges im
Zusammenspiel der kosmischen und globalen Einflussfaktoren.
Nun ist die Interpretation dieser Vorgänge deshalb wichtig, weil sie uns beim Verständnis
der geologischen und klimatischen Situation im Millennium, dem, an diese Katastrophe anschließenden,
tausendjährigen Friedensreich auf dieser Erde, sehr hilfreich sein können. Wenn sich der Nordpol um 90 Grad
neigt, so sind in Konsequenz die beiden Polregionen ab diesem Zeitpunkt in der Äquatorlinie der Erde. Das
hätte zur Folge, dass beide Polkappen abschmelzen und eine unvorstellbare Menge an Wasser frei werden würde.
Eine ähnliche Katastrophe hat es, den Aussagen in 1Mo 7 zufolge, schon einmal gegeben.
Ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte.
1Mo 7,5 Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot. 7,6 Er war aber sechshundert
Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam. 7,7 Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und
den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut. 7,8 Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den
Vögeln und von allem Gewürm auf Erden 7,9 gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein Männchen und
Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte. 7,10 Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der
Sintflut auf Erden. 7,11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an
diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf 7,12 und
ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig Nächte. 1Mo 7, 5-12;
Alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel wurden bedeckt.
1Mo 7,17 Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und
hoben die Arche auf und trugen sie empor über die Erde. 7,18 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen sehr
auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern. 7,19 Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf
Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden. 7,20 Fünfzehn Ellen hoch gingen die
Wasser über die Berge, so dass sie ganz bedeckt wurden. 1Mo 7,17-20;
Die Glaubwürdigkeit dieses biblischen Berichtes wird von vielen angezweifelt, allerdings ohne
Text und Kontext einer genaueren Analyse zu unterziehen. So wird immer wieder die Frage aufgeworfen, wo denn
diese unvorstellbaren Mengen an Wasser hergekommen sein sollen.
Dafür finden wir nun in 1Mo 1,6-8 u. par. eine durchaus plausible Erklärung.
Und Gott schied das Wasser unter dem Himmel von dem Wasser über dem Himmel.
1Mo 1,6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da
scheide zwischen den Wassern. 1,7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von
dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 1,8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus
Abend und Morgen der zweite Tag. 1Mo 1, 6- 8;
Dass der Himmel vorzeiten auch war, dazu die Erde, die aus dem Wasser und inmitten Wasser Bestand hatte.
2Ptr 3,5 Denn sie wollen nichts davon wissen, dass der Himmel vorzeiten auch war,
dazu die Erde, die aus dem Wasser und inmitten Wasser Bestand hatte durch Gottes Wort; 3,6 dennoch
wurde damals die Welt dadurch in der Sintflut vernichtet. 2Ptr 3, 5- 6;
Am Anbeginn der Schöpfung war die Erde bis über die höchsten Erhebungen komplett mit Wasser
bedeckt. Im anschließenden Text erfahren wir dann, dass Gott innerhalb dieses Wassers eine „Feste” schuf,
indem er diese Wasser rund um den Globus vom Erdboden schied, so dass ein wasserfreier Raum zwischen den
restlichen Wassern am Boden und dem großen Teil der Wassermassen über diesem Raum – den wir heute
Atmosphäre nennen - entstand.
(Siehe auch den Exkurs 12: „Die Schöpfung”.)
Dieses „Scheiden” der Wasser kann man sich nun verschiedentlich vorstellen. Es wäre denkbar, dass dieses „Emporheben” des Wassers bis in eine Höhe von etwa 400 km erfolgte. In diesem Abschnitt unserer Atmosphäre (Ionosphäre/Exospähre) kreisen heute die meisten Satelliten um die Erde. Die Konsequenz wäre, dass dieses Wasser aufgrund der niederen Temperaturen zu Eis erstarrt wäre und dort in seiner Umlaufbahn - durch die geringe Erdanziehungskraft in dieser Höhe – den Planeten als eine Art „Schutzschild” umgeben hätte.
Kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel?
Hiob 37,16 Erkennst du das Schweben der Wolke, die Wunderwerke dessen, der an
Erkenntnis vollkommen ist? 37,17 Du, dessen Kleider heiß werden, wenn das Land wegen des Südwindes träge
ruht, 37,18 kannst du gleich ihm die Wolkendecke ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel?
Hiob 37,16-18;
Allerdings lehrt uns die Schrift, dass Gott in seiner Schöpfung immer auch durch die
Gesetzmäßigkeiten dieser Schöpfung wirkt. Und daher wäre der Gedanke naheliegend, dass diese Wasser ganz
einfach durch besonders starke Wärmeeinwirkung außerirdischer Herkunft verdampft sind und sich so ein
Wolkenmantel um die Erde gelegt hat. Diese Variante hat allerdings den Nachteil, dass eine derartige
Wolkendecke – auch wenn man von einer Höhe bis in 400 oder 500 km ausgeht - nicht genügend Wasser fassen
könnte, um das Phänomen der Sintflut zu erklären.
Egal in welchem Aggregatzustand sich dieses Wasser nun befunden haben mag – flüssig, fest oder gasförmig -
dieser Wasser-, Eis- oder Wolkenmantel, das sind nun jene Wasser, welche - nach biblischer Zählung etwa 1650
Jahre später - bei der Sintflut, in Form von anhaltendem Regen über vierzig Tage und vierzig Nächte wieder
auf die Erde niederfielen. Und folgerichtig heißt es dann auch im Bericht über die Sintflut, oben, in 1Mo
7,19: „Und die Wasser nahmen überhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen
Himmel bedeckt wurden”. Die Erde war also wieder ganz von Wasser bedeckt, wie zu Beginn der Schöpfung.
Wie wir unten, in 1Mo 8,3 lesen, haben in den folgenden einhundertundfünfzig Tagen wahrscheinlich –
großteils unter Wasser – die größten tektonischen Bewegungen und isostatischen Angleichungen
stattgefunden. Der immense Druck der Wassermassen auf die doch relativ dünne Erdkruste, hat neue, riesige
Ozeanbecken gebildet, ganze Kontinente gehoben und tektonische Platten verschoben, bis die Erde jene Form
erreicht hat, in welcher sie sich uns heute im Wesentlichen darstellt. In dieser Zeit hat möglicherweise auch
die Teilung eines, an der nord- bzw. südatlantischen Schwelle gelegenen Zentralkontinents, in einen
afro-europäischen und einen nord- südamerikanischen Teil stattgefunden.
Es ist daher auch anzunehmen, dass vor der Flut die Landoberfläche im Verhältnis zur Meeresoberfläche viel
größer war als heute und dass ein Großteil des Wassers in unseren heutigen Meeren zur Zeit der Flut in
diese Meere floss und die Ozeanbecken in dieser kurzen Zeit „aufgerissen” wurden. (Eine wissenschaftliche
Behandlung des Themas findet sich im Buch „Die Sintflut” von Prof. Dr. J. C. Whitcomb und Prof.
Dr. H. M. Morris Im TELOS – Verlag, Wissenschaftliche Reihe).
Wie wir dann in 1Mo 8,3-4 erfahren, nahmen die Wasser der Sintflut nach einhundertundfünfzig Tagen wieder ab,
und die Arche strandete auf dem Berg Ararat.
Nach 150 Tagen ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat.
1Mo 8,3 Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen ab nach
hundertundfünfzig Tagen. 8,4 Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf
das Gebirge Ararat. 1Mo 8, 3- 4;
Nachdem eine grundsätzliche Leugnung des Sintflutberichtes heute kaum mehr möglich ist, da
wir gleichartige Berichte von den Sumerern, von den Babyloniern (Gilgamesch-Epos), u. a. m. kennen,
konzentriert sich die Kritik auf die verschiedenen Begleitumstände dieses Ereignisses. So wird u. a. auch die
globale Dimension der Flut bestritten. Man will hier bestenfalls ein lokal begrenztes meteorologisches
Phänomen sehen. Nun wäre dies dann denkbar, wenn dieses Gebiet in einem riesigen, von Bergen
eingeschlossenen Kessel liegen würde, so dass die „lokalen” Regenfälle nicht hätten abfließen können.
Durch die Erwähnung des Berges „Ararat”, in 1Mo 8,3, wissen wir jedoch auch heute noch, wo sich die Arche
zu diese Zeitpunkt befunden hat. Dieser Berg ist ein Teil des Gebirgsrückens im Armenischen Hochland, welches
heute in seinem westlichen Teil zur Türkei gehört. Während sich das Hochplateau in einer Höhe von 1500 bis
2000 m befindet, erhebt sich der Berg Ararat selbst in eine Höhe von 5165 m. Es ist daher eine physikalische
Gesetzmäßigkeit und vom geologischen Standpunkt aus evident, dass, wenn sich der Wasserspiegel – wie es
1Mo 7,19 beschreibt – über diesen Bergspitzen befunden hat, das Wasser auch jeden andern gleich hohen Punkt
des Planeten überflutet haben muss und man daher von einer globalen Flut auszugehen hat.
Auch die Existenz der Arche selbst, die in den anderen Flutberichten nicht aufscheint, wurde in der
Vergangenheit oft bestritten. Allerdings gibt es eine Meldung eines Aufklärungsflugzeuges aus dem zweiten
Weltkrieg, welches auf seiner Route dieses Hochplateau überflog und im oberen Teil des Ararat ein
rechteckiges dunkles Gebilde gesichtet hat, welches aufgrund seiner geradlinigen Begrenzung aus der umgebenden
Eisdecke hervorstach. Dieser Kasten lag sichtlich schief und ragte auf einer Seite aus dem Eis heraus. Er
hatte ein sichtbares Ausmaß von etwa 100 m Länge und 20 m Breite, wobei das eine Ende noch geschätzte 50 m
vom Eis bedeckt war. Der Pilot überflog diese Stelle mehrmals und konnte auch Aufnahmen machen.
Nach dem Krieg hat es einige Versuche gegeben, dieses Objekt wieder zu entdecken. Doch wie es scheint, dürfte
damals, aufgrund einer besonders warmen Wetterperiode, das Eis tiefer als sonst geschmolzen sein und hat daher
den Blick auf die Arche freigegeben. Inzwischen ist die Eisschicht wieder so angewachsen, dass sie alles
abdeckt und es konnte vom Flugzeug aus nichts mehr festgestellt werden.
Vergleicht man die Maßangaben mit jenen der Arche in der Bibel, kommt man zur Überzeugung, dass es sich bei
dieser Sichtung um die Arche handeln musste. Nach 1Mo 6,15 bekam Noah den Auftrag einen Kasten aus Tannenholz
zu machen. Die Dimensionen sollten sein: 300 Ellen die Länge, 50 Ellen die Breite und 30 Ellen die Höhe.
Nimmt man die Länge der Elle mit etwa 50 cm an (Hes 40,5) so kommt man auf die Maße 150m Länge, 25 m Breite
und 15 m Höhe, was in etwa den Angaben des Piloten aus dem zweiten Weltkrieg entsprechen würde.
Doch um nun wieder zu unserem eigentlichen Thema zurückzukehren, müssen wir uns fragen, ob die Auswirkungen
der Abschmelzung der Pole durch die oben erwähnte Möglichkeit einer Achsverschiebung der Erde wieder
derartige Ausmaße wie bei der Flut annehmen könnten und wir daher eine neue Sintflut zu erwarten haben.
Doch davor bewahrt uns das Wort des Herrn in 1Mo 9,14-15, in welchem er mit Noah und seinen Nachkommen –
also bis auf unsere Zeit und auch weiterhin - einen Bund schloss.
Es soll hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verdirbt.
1Mo 9,9 Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen 9,10
und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren des Feldes bei euch, von
allem, was aus der Arche gegangen ist, was für Tiere es sind auf Erden. 9,11 Und ich richte meinen Bund so
mit euch auf, dass hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbt werden soll durch die Wasser der Sintflut und
hinfort keine Sintflut mehr kommen soll, die die Erde verderbe. 1Mo 9, 9-11;
Der Bogen in den Wolken ist das Zeichen des Bundes Gottes mit allen Geschöpfen.
1Mo 9,12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen
habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 9,13 Meinen Bogen habe ich in die
Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 9,14 Und wenn es kommt,
dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.
9,15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem
Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. 9,16 Darum soll mein Bogen in
den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen
Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist.
9,17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und
allem Fleisch auf Erden. 1Mo 9,12-17;
Dieser „Bogen in den Wolken” ist natürlich der Regenbogen und auch hier ergibt sich ein
interessanter Zusammenhang mit der oben dargestellten Auffassung von einem Wassermantel in der Atmosphäre vor
der Flut.
Aus dem Text von 1Mo 9,12-14 ist erkenntlich, dass dieser „Bogen” für Noah und seine Familie etwas ganz
Neues war. Sie hatten so etwas vorher noch nie gesehen. Daraus lässt sich aber der Schluss ableiten, dass es
vor der Flut auf der Erde auch keinen Regenbogen gegeben hat.
Wenn wir nun die physikalischen Voraussetzungen für diese atmosphärisch-optische Erscheinung betrachten,
erkennen wir, dass ein Regenbogen immer dann gesehen werden kann, wenn die im Rücken des Beobachters stehende
Sonne eine vor ihm befindliche Regenwolke oder -wand bescheint. Durch die Brechung der Sonnenstrahlen in den
Regentropfen wird das weiße Sonnenlicht in die Spektralfarben zerlegt und die Reflexion lenkt die Strahlen in
das Auge des Beobachters.
Die Grundvoraussetzung für die Entstehung eines Regenbogens sind somit die direkt einfallenden
Sonnenstrahlen. Geht man nun von der Annahme eines weltweit geschlossenen Wasser-/Eismantels vor der Flut aus,
dann hat es auf der Erde damals zwar durchscheinendes Licht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung gegeben.
Und daher konnte es auch nicht zur Entstehung eines Regenbogens kommen.
Im übrigen würde dieser „Schutzschild” rund um den Planeten vor der Flut auch eine Antwort auf eine
andere Frage geben können. Die Angaben der Naturwissenschaften über das Alter der Menschheit stehen im
krassen Gegensatz zu jenen der Bibel. Während die Bibel den Schluss zulässt, dass der Mensch (nicht das
Universum!) vor etwa 5800 Jahren erschaffen wurde, rechnen Geologen mit 1 – 5 Millionen von Jahren. Arthur
E. Wilder-Smith beschreibt in seinem Buch „Herkunft und Zukunft des Menschen” (S 119ff) den Fund (mit
Photographie) eines klar erhaltenen Fußtritts eines Brontosaurus im Flussbett des Paluxy River (Texas, USA)
aus der Kreidezeit (vor etwa 140 Millionen Jahren). Einige Meter davon entfernt befinden sich menschliche
Fußabdrücke in der selben Formation, welche also zur gleichen Zeit entstanden sein mussten. Damit werden
aber die 1 – 5 Millionen Jahre der Geologen offensichtlich widerlegt. Entweder der Mensch müsste also schon
vor 140 Millionen Jahren mit den Sauriern gelebt haben oder die Saurier erst vor 1 – 5 Millionen Jahren mit
dem Menschen.
Wenn man sich nun die naturwissenschaftlichen Meßmethoden ansieht, so erkennt man, dass z.B. die „C14 -
Datierungsmethode” - eine sogenannte „Kurzzeituhr” für die Messung der letzten zehn- bis zwölftausend
Jahre -, welche für die Altersbestimmung von menschlichen Knochenfunden verwendet wird und die somit die
Grundlage für die wissenschaftlichen Theorien über das Alter des heutigen Menschen bildet, davon ausgeht,
dass alle lebenden Wesen mit der Luft auch radioaktiven Kohlenstoff (C14) absorbieren – also mit ihrem
Körper aufnehmen - und damit im Gleichgewicht mit dem C14–Gehalt in der Luft stehen solange sie leben.
Beim Tod des Lebewesens hört der Stoffwechsel zwischen dem toten Körper und der Luft auf und das im Körper
verbliebene radioaktive C14 beginnt seine Zersetzung. Der Fortschritt dieser Zersetzung wird nun gemessen. Ist
noch eine große Menge C14 in den Knochen vorhanden, ist der Körper erst kurze Zeit tot. Wenn die Restmenge
gering ist, ist der Zersetzungsprozess schon lange im Gange und der Körper ist daher schon lange tot. Also
viel C14 – niedriges Alter, wenig C14 – hohes Alter. Nun muss man allerdings erwähnen, dass das C14 hoch
oben in der Stratosphäre durch Bombardierung der Luft mit kosmischen Strahlen entsteht. Diese Strahlen
reagieren mit atmosphärischem Stickstoff und bilden radioaktiven Kohlenstoff – eben C14 - , welcher dann in
den unteren Schichten der Atmosphäre von allen Lebewesen mit der Luft eingeatmet bzw. von Pflanzen absorbiert
wird. Geht man nun von der Annahme aus, dass die Erde bis zur Sintflut einen Wasser-/Eismantel hatte, welcher
die kosmische Einstrahlung natürlich erheblich gefiltert, wenn nicht gar verhindert hätte, ist die
Zuverlässigkeit der obigen Datierungsmethode stark in Zweifel zu ziehen bzw. überhaupt nicht mehr gegeben.
Alle Knochenfunde von Lebewesen, welche vor oder bei der Sintflut gestorben sind – so z. B. auch Saurier –
würden, aufgrund der Filterwirkung des Mantels, während ihrer Lebenszeit keinen radioaktiven Kohlenstoff
aufgenommen haben, somit einen C14-Gehalt von nahezu Null aufweisen und daher nach dieser Methode ein Alter
von Millionen von Jahren zugewiesen erhalten, obwohl sie möglicherweise erst vor vier- oder fünftausend
Jahren umgekommen sind. Dies sollte uns zumindest zum Nachdenken veranlassen. Und eben diese Filterwirkung des
Wasser-/Eismantels als Schutz vor der radioaktiven Strahlung könnte auch der Grund für das erstaunlich hohe
Alter gewesen sein – bis zu 969 Jahre -, welches jene Menschen, die vor der Flut geboren wurden, erreicht
haben.
(Siehe auch die Tabelle 01: „Zeittafel von Adam bis Jakob”.)
Wir fragen uns aber immer noch, wie bei einer angenommenen Abschmelzung des Polareises, die
Wassermassen kanalisiert werden könnten, ohne dass – wie oben ausgeführt – eine neuerliche Sintflut
entstehen würde.
Obwohl es natürlich viele Möglichkeiten für den Herrn gibt, diese Wassermassen ohne Schaden für die
Menschen zu „entsorgen”, bietet sich besonders ein Gedanke - auch im Hinblick auf das paradiesische Klima
im zukünftigen Millennium („sie werden gleichzeitig säen und ernten”) an. Es wäre denkbar, dass der
Herr diese Wassermassen dorthin befördert, wo sie vor der Sintflut waren, nämlich als Wasser-/Eismantel in
die obere Atmosphäre.
Wenn man bedenkt, dass wir bereits jetzt in unserer Ozonschicht Löcher in der Größe von ganzen Kontinenten
verursacht haben, kann man - in Kenntnis der menschliche Profitgier und der, trotz aller Warnungen
ungebrochenen Rücksichtslosigkeit - davon ausgehen, dass unmittelbar vor dem Millennium die irdische
Atmosphäre derart beeinträchtigt sein wird, dass ein Leben auf dieser Erde immer weniger möglich sein wird.
Dürrekatastrophen, Hungersnot und Krankheiten wie Hautkrebs (Geschwüre) werden wahrscheinlich an der
Tagesordnung sein.
Ein solcher Wassermantel würde nicht nur die radioaktive Strahlung aus dem Weltraum und die Hitzestrahlung
der Sonne durch unsere, dann ungeschützte Atmosphäre abhalten, er würde auch wieder jenes subtropische
Klima auf der gesamten Erde bewirken, welches für die klimatischen Bedingungen, die uns für das Millennium
prophezeit werden, erforderlich ist. Und nicht zuletzt wäre dann auch hier das hohe Alter zu erklären –
wieder etwa 900 Jahre -, welches die Menschen im tausendjährigen Friedensreich unseres Herrn auf dieser Erde
gemäß Jes 65,22 wieder erreichen sollen.
(Siehe auch Kapitel 10: „Das Millennium”.)
Die folgenden Prophezeiungen, in welchen der alte Himmel der Erde - also die alte Atmosphäre
- wie ein Rauch vergehen und wie eine Schriftrolle zusammengerollt wird bevor „der neue Himmel ausgebreitet”
wird, passen recht gut in dieses Bild.
Der HERR ist zornig über alle Nationen und ergrimmt über alle ihre Scharen.
Jes 34,2 Denn der HERR ist zornig über alle Nationen und ergrimmt über alle
ihre Scharen. Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingeben. 34,3 Und ihre
Erschlagenen werden hingeworfen werden, dass der Gestank von ihren Leichnamen aufsteigen wird und die Berge
von ihrem Blut fließen. 34,4 Und alles Heer des Himmels wird dahinschwinden, und der Himmel wird
zusammengerollt werden wie eine Buchrolle, und all sein Heer wird hinwelken, wie ein Blatt verwelkt am
Weinstock und wie ein dürres Blatt am Feigenbaum. Jes 34, 2- 4;
Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird.
Off 6,14 Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird,
und alle Berge und Inseln wurden wegbewegt von ihrem Ort. 6,15 Und die Könige auf Erden und die Großen
und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den
Klüften und Felsen der Berge 6,16 und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor
dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 6,17 Denn es ist gekommen der
große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen? Off 6,14-17;
Der Himmel vergeht wie ein Rauch, die Erde zerfällt wie ein Kleid.
Jes 51,6 Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn
der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen,
werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht
zerbrechen. 51,7 Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen mein Gesetz ist!
Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen! 51,8 Denn
die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen wie ein wollenes Tuch. Aber
meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil für und für. Jes 51, 6- 8;
Auf dass ich den Himmel von neuem ausbreite und die Erde gründe.
Jes 51,15 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine
Wellen wüten - sein Name heißt HERR Zebaoth -; 51,16 ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich
unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von neuem ausbreite und die Erde gründe
und zu Zion spreche: Du bist mein Volk. Jes 51,15-16;
Ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.
Jes 65,17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen,
dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. 65,18 Freuet euch und seid
fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk
zur Freude, 65,19 und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm
nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens. 65,20 Es sollen keine Kinder mehr da
sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer
hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht. 65,21 Sie
werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. 65,22 Sie werden
nicht bauen und ein anderer bewohnt, sie werden nicht pflanzen, und ein anderer ißt. Denn wie die
Lebenszeit des Baumes wird die Lebenszeit meines Volkes sein, und meine Auserwählten werden das Werk
ihrer Hände genießen. Jes 65,17-22;
Der Versuch mancher Schriftausleger, diese obige Jesajastelle auf die zweite, die Neue
Schöpfung (Off 21,1-2 ff) zu beziehen, scheitert an der ganz konkreten Aussage in Jes 65,20: „...als Knabe
gilt, wer hundert Jahre alt stirbt und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.” Im neuen,
himmlischen Jerusalem der Neuen Schöpfung wird es den Tod nicht mehr geben, noch weniger werden Verfluchte in
dieser Stadt sein.
(Siehe auch Kapitel 14: „Die Neue Schöpfung”.)
Der neue Himmel und die neue Erde, von welchen der Herr hier in Jes 65,17 sagt, dass er sie
schaffen will, sodass man der vorigen nicht mehr gedenken wird, ist also nicht die zweite, die Neue Schöpfung
am Ende der Tage, sondern die Umgestaltung der ersten Schöpfung hier, am Tag des Herrn, vor dem Millennium.
Alle Inseln verschwanden und die Berge wurden nicht mehr gefunden.
Off 16,20 Und alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr
gefunden. 16,21 Und ein großer Hagel wie Zentnergewichte fiel vom Himmel auf die Menschen; und die
Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels; denn diese Plage ist sehr groß. Off 16,20-21;
Im obigen Text, in Off 16,20 können wir dann ein weiteres Detail erkennen. Alle Berge und
Inseln verschwanden und wurden nicht mehr gefunden. Was heißt das nun? In den folgenden Schriftstellen
erhalten wir Antwort darauf.
Die Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn.
Ps 97,5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher der
ganzen Erde. Ps 97, 5;
Alle Täler sollen erhöht und alle Berge und Hügel erniedrigt werden.
Jes 40,3 Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in
der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! 40,4 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel
sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden; 40,5
denn die Herrlichkeit des HERRN soll offenbart werden, und alles Fleisch miteinander wird es sehen; denn des
HERRN Mund hat es geredet. Jes 40, 3- 5;
Gott will alle hohen Berge und Hügel niedrig machen und die Täler auffüllen.
Bar 5,7 Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen Hügel niedrig machen
und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird und Israel sicher heimziehen kann unter Gottes
Herrlichkeit. Bar 5, 7;
Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen.
Jes 54,10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber
meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR,
dein Erbarmer. Jes 54,10;
Ich will alle meine Berge zum ebenen Wege machen.
Jes 49,11 Ich will alle meine Berge zum ebenen Wege machen, und meine Pfade
sollen gebahnt sein. 49,12 Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene vom Norden und diese vom
Meer und jene vom Lande Sinim. Jes 49,11-12;
Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden.
Lk 3,3 Und er kam in die ganze Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der
Buße zur Vergebung der Sünden, 3,4 wie geschrieben steht im Buch der Reden des Propheten Jesaja (Jesaja
40,3-5): »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine
Steige eben! 3,5 Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden;
und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden. 3,6 Und alle Menschen
werden den Heiland Gottes sehen.« Lk 3, 3- 6;
Es sollen also alle Täler erhöht und alle Berge und Hügel erniedrigt werden, damit das Land
eben wird. Auch bleibt diese „Erniedrigung” nicht auf Berge und Hügel beschränkt. Nicht nur alle Berge,
auch alle Inseln - diese sind ja nichts anderes als Berge unter der Wasseroberfläche - werden wegbewegt von
ihrem Ort. Die ganze Erdoberfläche wird also eben und flach sein.
Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene.
Sach 14,10, Und das ganze Land wird verwandelt werden in eine Ebene von
Geba bis nach Rimmon im Süden. Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte bleiben, vom Tor
Benjamin bis an die Stelle des ersten Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananel bis an des Königs Kelter.
Sach 14,10;
Gott will alle Berge niedrig machen und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird.
Bar 5,7 Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen Hügel niedrig machen und
die Täler auffüllen, damit das Land eben wird und Israel sicher heimziehen kann unter Gottes
Herrlichkeit. Bar 5, 7;
Dieser Polsprung bzw. diese Achsenverschiebung erklärt aber auch andere, sonst nur schwer
verständliche Zusammenhänge. So lesen wir z. B. in den Psalmen
Schön ragt empor der Berg Zion, der Gottesberg fern im Norden.
Ps 48,3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt,
der Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs. 48,4 Gott ist in ihren Palästen, er ist
bekannt als Schutz. Ps 48, 3- 4;
Nun wissen wir, dass mit Zion Jerusalem gemeint ist. Allerdings ist die Aussage „im Norden”
und „fern” nicht verständlich, wenn man von der gegenwärtigen geographischen Lage Israels und Jerusalems
ausgeht. Die Alternative wäre, dass der Betrachter tief im Süden stehen und somit Jerusalem „fern im
Norden” sehen würde. Allerdings ist dies unwahrscheinlich, weil die südliche Halbkugel in der Schrift nie
Erwähnung findet und der Standpunkt des Betrachters, wie fast immer in der Schrift, auch in Israel anzunehmen
ist. Auch die Möglichkeit einer „Verlegung” des Berges Zion allein in den fernen Norden, ist durch die
Aussage der obigen Schriftstelle Sach 14,10 „Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte
bleiben” ebenfalls auszuschließen.
Berücksichtigt man jedoch eine Achsenverschiebung entlang des Längengrades auf dem Israel liegt, würde
Israel – mehr oder weniger - in der Nähe jener Stelle zu liegen kommen, an der jetzt der Nordpol liegt,
also hoch oben im Norden. Es würde dann also Jerusalem an seiner „Stätte” bleiben und dennoch fern im
Norden liegen. Durch die isolierende Wirkung eines Wasser-/Eismantels würde ja weltweit - und daher auch fern
im Norden - ein subtropisches Klima herrschen.
Wir haben es aber, wie es scheint, nicht nur mit einer Achsenverschiebung zu tun, sondern
zusätzlich auch noch mit einer Änderung der Erdekliptik, also einer Veränderung der Umlaufbahn des Planeten
um die Sonne.
Ich will den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen.
Jes 13,13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von
ihrer Stätte weichen durch den Grimm des HERRN Zebaoth, am Tage seines Zorns. Jes 13,13;
Die Erde wird also auch von ihrer „Stätte” weichen. Diese Korrektur der Umlaufbahn um die
Sonne könnte erforderlich sein, um z. B. bei einer kleineren, also zur Sonne näheren Umlaufbahn, die
Wärmeeinwirkung zu erhöhen oder vice versa. Im ersteren Fall würde damit in der Übergangsphase die
Verdunstung der Wassermassen beschleunigt und ein größerer Anstieg des Meeresspiegels verhindert.
Die Aktualität dieser Annahme beweist eine konkrete Studie deutscher Forscher (1999), welche berichten, die
Ursache für die Entstehung der Sahara entdeckt zu haben. Demnach ist eine Änderung der Erdumlaufbahn vor
etwa 5000 Jahren für die Wüstenbildung verantwortlich. Und hier denkt der bibelkundige Christ natürlich an
die Sintflut im Jahre 2103 v. Chr., wobei offen bleibt, ob diese Entwicklung eine Voraussetzung oder die Folge
der Sintflut gewesen sein könnte oder beides.
In der obigen Schriftstelle Jes 13,13 erkennen wir aber auch die eigentliche Ursache für diese globalen
Veränderungen. Der Herr will „den Himmel bewegen und die Erde soll beben”. Hinweise auf dieses weltweite
Erdbeben finden wir in der gesamten Schrift.
Noch einmal werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Festland erschüttern.
Hag 2,6 Denn so spricht der HERR Zebaoth: Noch einmal (Buber /Anm.) - nur
kurze Zeit wird es dauern - werde ich Himmel und Erde, das Meer und das Festland erschüttern. Hag 2,
6;
Das, was erschüttert werden kann, weil es geschaffen ist, soll verwandelt werden.
Hbr 12,26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber
verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich erschüttern nicht allein die Erde, sondern
auch den Himmel.« 12,27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, dass das, was erschüttert werden kann,
weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein das bleibe, was nicht erschüttert werden
kann. Hbr 12,26-27;
Auch die Auswirkungen dieser Katastrophen auf die Menschen lassen sich in einigen
Schriftstellen erkennen. Alles Hohe und Hoffärtige (Jes 2,12), also Bauwerke, Wolkenkratzer, Mauern, hohe
Bäume, Zedern, Eichen, aber auch Menschen in hohen Positionen (Jes 2,11), seien diese nun politisch oder
wirtschaftlich, und speziell natürlich alle Diktatoren und Gewaltherrscher, werden erniedrigt. Es ist für
uns sehr erhellend zu erkennen, dass für Gott alles Hohe und Hoffärtige gleichermaßen verwerflich ist. Und
es macht keinen Unterschied, ob es sich hier um Berge, Bäume, Bauwerke oder Menschen handelt. Seit dem
Turmbau von Babel hat der Mensch versucht Gott gleich zu sein. Fast alles was die Menschheit „geschaffen”
hat, hat sie ohne Gott, ja sogar in vielen Fällen gegen Gott getan. Doch jetzt, am Tag des Herrn, wird es
sich zeigen, dass alle diese Menschenwerke dem allmächtigen Gott nicht standhalten können. Und jeder
Überlebende wird froh und glücklich sein, dass er mit dem nackten Leben davongekommen ist.
Der Tag des Herrn kommt über alles Hoffärtige und Hohe, dass es erniedrigt werde.
Jes 2,10 Geh in die Felsen und verbirg dich in der Erde vor dem Schrecken des
HERRN und vor seiner herrlichen Majestät! 2,11 Denn alle hoffärtigen Augen werden erniedrigt werden, und,
die stolze Männer sind, werden sich beugen müssen; der HERR aber wird allein hoch sein an jenem Tage.
2,12 Denn der Tag des HERRN Zebaoth wird kommen über alles Hoffärtige und Hohe und über alles Erhabene,
dass es erniedrigt werde: 2,13 über alle hohen und erhabenen Zedern auf dem Libanon und über alle Eichen
in Baschan, 2,14 über alle hohen Berge und über alle erhabenen Hügel, Jes 2,10-14;
Ich will Himmel und Erde erschüttern und die Königreiche der Heiden vertilgen.
Hag 2,21 Sage Serubbabel, dem Statthalter von Juda: Ich will Himmel und Erde
erschüttern 2,22 und will die Throne der Königreiche umstürzen und die mächtigen Königreiche der
Heiden vertilgen und will umwerfen die Wagen und die darauf fahren; Ross und Reiter sollen fallen, ein jeder
durch des andern Schwert. Hag 2,21-22 ;
Über euch, Bewohner der Erde, kommt Schrecken und Grube und Netz.
Jes 24,17 Über euch, Bewohner der Erde, kommt Schrecken und Grube und Netz.
24,18 Und wer entflieht vor dem Geschrei des Schreckens, der fällt in die Grube; und wer entkommt aus der
Grube, der wird im Netz gefangen. Denn die Fenster in der Höhe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde
beben. Jes 24,17-18;
Die auf der Erde wohnen, werden wie Mücken dahinsterben.
Jes 51,6 Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn
der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie
Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen. Jes
51, 6;
In den beiden unteren Prophezeiungen, Ps 102,29 und Ob 1,17, erkennen wir auch ein weiteres
Detail. Während Himmel und Erde verwandelt und gewechselt werden wie ein Kleid, die Gottlosen und
Unbußfertigen dahinsterben wie die Mücken (Jes 51,6) werden die Söhne der Knechte Gottes - also deren
Nachkommen - wohnen bleiben und daher auch nicht umkommen. Und auf dem Berge Zion werden Gerettete sein.
Himmel und Erde wirst du wechseln wie ein Kleid, und sie werden verwandelt werden.
Ps 102,26 Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel
sind deiner Hände Werk. 102,27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie
ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden. Ps 102,26-27;
Aber die Söhne deiner Knechte bleiben wohnen, und ihr Geschlecht wird gedeihen.
Ps 102,28 Du aber bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. 102,29 Die
Söhne deiner Knechte bleiben wohnen, und ihr Geschlecht wird vor dir gedeihen. Ps 102,28-29;
Auf dem Berge Zion werden Gerettete sein, und er soll heilig sein.
Ob 1,15 Denn der Tag des HERRN ist nahe über alle Heiden. Wie du getan hast,
soll dir wieder geschehen, und wie du verdient hast, so soll es auf deinen Kopf kommen. 1,16 Denn wie ihr auf
meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle Heiden täglich trinken; ja, sie sollen es saufen und
ausschlürfen und sollen sein, als wären sie nie gewesen. 1,17 Aber auf dem Berge Zion werden Gerettete
sein, und er soll heilig sein, und das Haus Jakob soll seine Besitzer besitzen. Ob 1,15-17;
Aber seinem Volk wird der HERR eine Zuflucht sein und eine Burg den Israeliten.
Joel 4,14 Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der
Entscheidung; denn des HERRN Tag ist nahe im Tal der Entscheidung. 4,15 Sonne und Mond werden sich
verfinstern, und die Sterne halten ihren Schein zurück. 4,16 Und der HERR wird aus Zion brüllen und aus
Jerusalem seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde erbeben werden. Aber seinem Volk wird der HERR
eine Zuflucht sein und eine Burg den Israeliten. Joel 4,14-16;
Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden.
Joel 3,4 Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe
denn der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. 3,5 Und es soll geschehen: wer des HERRN Namen
anrufen wird, der soll errettet werden. Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird Errettung sein, wie
der HERR verheißen hat, und bei den Entronnenen, die der HERR berufen wird. Joel 3, 4- 5;
Aber auch jenen, welche nicht zu den „Söhnen seiner Knechte” gehören, gibt der Herr noch
eine letzte Gelegenheit umzukehren und aus dieser Katastrophe gerettet zu werden. „Wer des Herrn Namen
anrufen wird, der soll errettet werden”.
Gibt es etwas Einfacheres, als in dieser großen Gefahr den Namen des Herrn anzurufen? Demnach könnte man
annehmen, dass sehr viele Menschen den Tag des Zornes Gottes – diese Zeit der Katastrophen - überleben
werden. Aber unterschätzen wir nicht die Bosheit, Sturheit und Überheblichkeit des Menschen. Die
Einstellung: „Und jetzt erst recht” und auch die Selbstüberschätzung: „Wir kommen da schon durch”,
„Es wird schon nicht so arg werden”.
Letztendlich hat dieses Anrufen des Herrn ja auch die Konsequenz, ihm die Ehre zu geben. Auch nach der
Katastrophe. Und einzugestehen, dass man nicht nur nicht imstande war, sich selbst zu retten, sondern dass man
auch Zeit seines Lebens die falsche Einstellung und die falschen „Götter” gehabt hat.
Dieses globale Erdbeben bewirkt aber noch einige andere geologische Veränderungen auf unserem
Planeten. So erfahren wir aus Sach 14,10 nicht nur, dass das ganze Land in eine Ebene verwandelt wird (hier
ist speziell Israel gemeint), sondern auch - wie bereits weiter oben ausgeführt - dass Jerusalem hoch (auf
einem hohen Berg) zu liegen kommen wird und an seiner Stätte in Israel bleiben wird. Und das ganze Land dann
- möglicherweise durch die Verschiebung des Planeten - im obersten Norden zu lokalisieren wäre.
Der Berg Zion wird fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben.
Jes 2,2 Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen,
höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, Jes 2, 2;
Mi 4,1 In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist,
fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen, Mi 4,
1;
Zion, du Freudenbotin, steig auf einen hohen Berg.
Jes 40,9 Zion, du Freudenbotin , steig auf einen hohen Berg; Jerusalem, du
Freudenbotin, erhebe deine Stimme mit Macht; erhebe sie und fürchte dich nicht! Sage den Städten Judas:
Siehe, da ist euer Gott; Jes 40, 9;
Schön ragt empor der Berg Zion, der Gottesberg fern im Norden.
Ps 48,3 Schön ragt empor der Berg Zion, daran sich freut die ganze Welt, der
Gottesberg fern im Norden, die Stadt des großen Königs. 48,4 Gott ist in ihren Palästen, er ist bekannt
als Schutz. Ps 48, 3- 4;
Das heißt, die Stadt Jerusalem - also Zion - wird bei dieser Katastrophe durch das Erdbeben
auf einen hohen Berg, dem höchsten und möglicherweise einzigen der neuen, umgestalteten Welt gehoben.
Berechtigterweise kann man sich nun fragen: wenn die Gottlosen sterben müssen, die Nachkommen
der Knechte Gottes in Jerusalem sicher wohnen und in Zion Errettung ist, was geschieht mit den vielen anderen
Gläubigen? Ob Juden oder Christen ist dann nicht mehr relevant, sie werden in und nach dieser Katastrophe
alle den einen und einzigen Gott und seinen Sohn, Jesus Christus, den Messias anbeten. Was geschieht also mit
jenen Gläubigen, welche sich in diesen zukünftigen Tagen nicht in Zion befinden?
Auch hier gibt uns die Schrift eine klare Antwort. Und zwar wieder in Jesaja Kapitel 51, aus dem wir bereits
weiter oben erfahren haben, dass Himmel und Erde vergehen werden (Jes 51,6) und der Herr den Himmel von neuem
ausbreiten und die Erde gründen wird (Jes 51,16).
So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen.
Jes 51,9 Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor
alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? 51,10 Warst
du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege
machte, dass die Erlösten hindurchgingen?
51,11 So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude
wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen
fliehen.
51,12 Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast, die doch
sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, 51,13 und hast des HERRN vergessen, der dich gemacht
hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und hast dich ständig gefürchtet den
ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, als er sich vornahm, dich zu verderben? Wo ist nun der Grimm des
Bedrängers?
51,14 Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel
an Brot habe. Jes 51, 9-14;
Der Vers Jes 51,10 bezieht sich auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und die
Durchquerung des Meeres auf trockenem Fuße. So wie Gott damals seinem Volk einen Weg durchs Wasser gebahnt
hat, so werden auch diesmal die Erlösten nach Zion kommen.
Der Herr gibt seinen Kindern also „freies Geleit”. Das beweisen auch die folgenden Schriftstellen.
Der Herr hat die Erde nicht bereitet, dass sie leer sei, sondern man darauf wohne.
Jes 45,17 Israel aber wird erlöst durch den HERRN mit einer ewigen Erlösung und
wird nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich. 45,18 Denn so spricht der HERR, der den Himmel
geschaffen hat - er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat - er hat sie gegründet; er hat sie nicht
geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR,
und sonst keiner mehr. 45,19 Ich habe nicht im Verborgenen geredet an einem finstern Ort der Erde; ich
habe nicht zu den Söhnen Jakobs gesagt: »Sucht mich vergeblich!« Denn ich bin der HERR, der von
Gerechtigkeit redet und verkündigt, was recht ist. Jes 45,17-19;
Wie ein Hirte seine Schafe sucht, so will ich meine Schafe suchen und sie erretten.
Hes 34,11 Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst
annehmen und sie suchen. 34,12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind ,
so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als
es trüb und finster war. 34,13 Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern
sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an
allen Plätzen des Landes.
34,14 Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da
werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels. 34,15 Ich selbst will meine
Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR. Hes 34,11-15;
Nun dürfen wir unter der „Herde des Herrn” nicht mehr nur das Volk Israel sehen. Es sind
alle Christusgläubigen, welche der Herr als seine Erlösten heimholen wird. Wenn man heute auch - aufgrund
der geschichtlichen Entwicklung - bei der „Sammlung und Rückführung” primär an die Juden denkt, wird es
dann zwischen gläubigen Juden und Christen keinen Unterschied mehr geben. Sie werden alle ein Volk von
Christus- bzw. Messiasgläubigen sein.
Und - so eigenartig es klingt - es wird dann auf die Christen das zutreffen, was wir heute eher von den Juden
kennen: die Christusgläubigen werden in der „Diaspora”, in der Zerstreuung sein. Sie werden auf dieser
ganzen umgestalteten Welt - je nachdem wo ihre alte Heimat war - verteilt sein, und nach all den Katastrophen
sehnsüchtig darauf warten, dass sie ihr Herr „heimholt” in sein Land, in seine Stadt, in ihre neue Heimat
nach Jerusalem.
Diesen Zusammenhang bekommen wir auch vom Herrn selbst in Jh 10,14-16 bestätigt.
Ich habe noch andere Schafe, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.
Jh 10,14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich,
10,15 wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. 10,16 Und
ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden
meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. Jh 10,14-16;
Wir erfahren aber nicht nur, dass der Herr die Erlösten nach Zion führen wird, wir
erfahren auch wie das geschehen soll.
Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr.
Jes 45,20 Versammelt euch und kommt miteinander herzu, ihr Entronnenen der
Heiden. Keine Erkenntnis haben, die sich abschleppen mit den Klötzen ihrer Götzen und zu einem Gott
flehen, der nicht helfen kann. 45,21 Tut es kund, bringt es vor, beratet miteinander: Wer hat dies hören
lassen von alters her und vorzeiten verkündigt? Hab ich es nicht getan, der HERR? Es ist sonst kein Gott
außer mir, ein gerechter Gott und Heiland, und es ist keiner außer mir. 45,22 Wendet euch zu mir, so
werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr. Jes 45,20-22;
Viele Völker sollen sich zum Herrn wenden und sollen sein Volk sein.
Sach 2,14 Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme
und will bei dir wohnen, spricht der HERR. 2,15 Und es sollen zu der Zeit viele Völker sich zum HERRN
wenden und sollen mein Volk sein, und ich will bei dir wohnen. - Und du sollst erkennen, dass mich der
HERR Zebaoth zu dir gesandt hat. Sach 2,14-15;
Ich will sie heimbringen, dass sie in Jerusalem wohnen, und ich will ihr Gott sein.
Sach 8,7 So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen
aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne 8,8 und will sie heimbringen, dass
sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und
Gerechtigkeit. Sach 8, 7- 8;
Und wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird er die Wellen im Meer schlagen.
Sach 10,11 Und wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird er die Wellen im
Meer schlagen, dass alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Da soll dann zu Boden sinken die Pracht
Assyriens, und das Zepter Ägyptens soll weichen. 10,12 Ich will sie stärken in dem HERRN, dass sie wandeln
sollen in seinem Namen, spricht der HERR. Sach 10,11-12;
Und schließlich erkennen wir auch in den folgenden Texten einen der Gründe, warum der Herr
das Land zu einer Ebene gemacht hat. Es wird nach den weltweiten Katastrophen keine Fahrzeuge mehr geben. Und
sollte dennoch irgendwo ein Auto heil geblieben sein, wird man keinen Treibstoff zum Betrieb haben. Auch die
unterirdischen Erdöllager werden bei den riesigen Erdbeben explodiert sein und es wird daher keine anderen
Möglichkeiten geben, als sich zu Fuß oder bestenfalls mittels Reittieren oder mit Fuhrwerken fortzubewegen.
Daher verspricht der Herr, dass für die Erlösten des Herrn alle Anstöße aus dem Wege geräumt werden
sollen wenn sie heimkehren nach Israel. Mit diesem Ereignis der Rückkehr der Erlösten nach Israel sind wir
bereits am Beginn des Millenniums, des tausendjährigen Friedensreiches Jesu Christi.
Der Herr führt sie auf ebenem Weg, dass sie nicht zu Fall kommen.
Jer 31,9 Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich
will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, dass sie nicht zu Fall kommen; denn ich bin Israels
Vater, und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn. Jer 31, 9;
Bereitet dem Volk den Weg, machet Bahn für die Erlösten des Herrn.
Jes 62,10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg!
Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!
62,11 Siehe, der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil
kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her! 62,12 Man wird sie
nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«, und dich wird man nennen »Gesuchte« und »Nicht mehr
verlassene Stadt«. Jes 62,10-12;
Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg.
Jes 57,14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt
die Anstöße aus dem Weg meines Volks! 57,15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt,
dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und
demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.
Jes 57,14-15;
Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird.
Jes 35,3 Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! 35,4 Saget
den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache;
Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.« 35,5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und
die Ohren der Tauben geöffnet werden. 35,6 Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der
Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. 35,7
Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen
sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. 35,8 Und es wird dort eine
Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner kann auf ihm gehen; nur sie werden auf ihm gehen.
Und Gott geht ihnen den Weg voran, dass selbst Toren sich nicht verlaufen. 35,9 Es wird da kein Löwe sein und
kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen.
35,10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über
ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Jes 35,
3-10;
Bereitet den Weg, räumt die Anstöße aus dem Weg meines Volks.
Jes 57,14 Und er spricht: Machet Bahn, machet Bahn! Bereitet den Weg, räumt
die Anstöße aus dem Weg meines Volks!. Jes 57,14;
Man wird sie nennen »Heiliges Volk«, »Erlöste des HERRN«.
Jes 62,10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg!
Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker! 62,11 Siehe,
der HERR lässt es hören bis an die Enden der Erde: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe,
was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her! 62,12 Man wird sie nennen »Heiliges
Volk«, »Erlöste des HERRN«, und dich wird man nennen »Gesuchte« und »Nicht mehr verlassene Stadt«.
Jes 62,10-12;
Wenn sie in Angst durchs Meer gehen, so wird der Herr die Wellen im Meer schlagen, dass alle
Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Und es wird dort eine „Bahn” sein, eine große, weite und lange
Ebene, welche „der heilige Weg” heißen wird. Es wird die sicherste Straße der Welt sein. Nur die
Erlösten dürfen darauf gehen. Keine Unreinen und keine wilden Tiere. So werden die Erlösten nach Zion
kommen mit Jauchzen. Und Freude und Wonne wird sie ergreifen. Das ist nun der Moment, wo das Millennium, das
tausendjährige Reich des Herrn Jesus seinen Anfang nimmt.
Das in diesem Kapitel dargestellte Szenario mag etwas ungewöhnlich erscheinen, doch ähnliche globale
Geschehen sind auch schon in der Vergangenheit nachzuweisen. So ist es ein Faktum, dass die Landmassen von
Europa und Afrika einerseits und Nord- und Südamerika andererseits ursprünglich einen einzigen Kontinent
gebildet hatten und erst später rd. 6000 km auseinander gedriftet sind. Der Riss dieser beiden tektonischen
Platten bildet heute noch den mittelatlantischen Rücken (Nord – bzw. Südatlantische Schwelle). Auf der
Halbinsel Yukatan befindet sich der Krater eines Asteroideneinschlags mit einem Durchmesser von 500 Kilometer.
Man geht davon aus, dass dieses Ereignis ausschlaggebend für den Eintritt der letzten Eiszeit und das
Verschwinden der Dinosaurier war. Es ist ebenso wissenschaftlich nachgewiesen, dass die meisten Asteroiden in
unserem Sonnensystem - es gibt deren insgesamt etwa 75.000 - einen Durchmesser von 40 - 80 Kilometer haben.
Ein Einschlag eines dieser Himmelskörper auf der Erdoberfläche mit einer Geschwindigkeit zwischen 50.000 und
200.000 Stundenkilometer wäre für unseren Planeten eine ungeheure Gefahr. Die mildesten Konsequenzen wären
weltweite Erdbeben, Vulkanausbrüche und eine globale Klimakatastrophe. Die gefährlichsten Auswirkungen
könnten die Erdachse verschieben, unseren Planeten aus seiner Umlaufbahn werfen oder die Erde überhaupt in
Stücke reißen. Nach dem Prinzip der konkreten Auslegung dürfen wir daher nicht Gottes Wort drehen und
wenden, bis es in unsere gegenwärtige beschränkte Erfahrung passt. Wir müssen vielmehr versuchen, bei der
Auslegung schwieriger Schriftstellen über unseren eigenen zeitgeschichtlichen Horizont hinauszusehen.
Eine mögliche Hilfe kann uns dabei sein, wenn wir alle uns zugänglichen Inhalte wissenschaftlicher Forschung
und Entwicklung und auch ihre Projektion in die Zukunft für eine mögliche Erklärung heranziehen. In manchen
Fällen gelingt es dann, die Realität hinter diesen Prophezeiungen zu erkennen. Unbedingte Voraussetzung für
diese Vorgangsweise ist jedoch, die Grenzen der wissenschaftlich gesicherten Erkenntnis nicht zu
überschreiten und „science fiction” oder „Schwarmgeist” hintan zuhalten. Schlussendlich soll aber
damit keine bestimmte Art der Erfüllung postuliert werden, sondern ganz einfach der Beweis geführt werden,
dass auch schwierige – wie manche meinen unsinnige – Prophezeiungen der Schrift einen Sinn und eine
mögliche Realisierung finden könnten.